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Metaxa Griechenland

Metaxa ist vielen ein Begriff, aber nur die wenigsten wissen, was hinter dieser Spirituose steckt. Einige verwechseln Metaxa mit einem normalen Weinbrand, andere gehen davon aus, dass es ein einfacher Magenbitter mit vielen Kräutern ist. Beide Dinge stimmen auf gewisse Art und Weise, aber sie müssen sich miteinander verbinden, um einen echten Metaxa zu kreieren.

Geschichte

Im Gegensatz zu einigen anderen typisch griechischen Spirituosen, ist die Geschichte und Entstehung des Metaxa sehr eindeutig überliefert bzw. bewiesen. Um 1885 erwarb ein Winzer auf der Halbinsel Attika einige Weinberge, die mit verschiedenen Traubensorten bestückt waren. Der Winzer hat sich entschlossen, die verschiedenen Sorten zu destillieren und mit diversen Kräutern zu mischen. Warum er sich nicht dafür entschied, einen normalen Wein herzustellen, ist unklar, aber die Tatsache, dass er sich gegen einen Wein entschieden hat, ist die Grundlage für den heutigen Metaxa gewesen. Der Winzer hatte Freude an dem Experimentieren und kreierte im Jahr 1888 den ersten Metaxa-Weinbrand. Der Name des Weinbrandes leitete sich aus dem Namen des Winzers ab, Spyros Metaxas. Eine griechische Spezialität war geboren und gehört heute zu den ganz besonderen Spirituosen. Wie damals ziert auch heute noch eine alte Münze das Etikett der Flasche. Spyros Metaxa fand diese Münze bei Bauarbeiten für ein Fabrikgebäude und diese antike Münze mit einem Krieger sollte jede Flasche bereichern.

Qualität

Heute wird Metaxa in verschiedenen Qualitätsstufen angeboten, diese unterscheiden sich in der Lagerung. Die verschiedenen Qualitäten werden durch Sterne gekennzeichnet, so sind sowohl ein 3-Sterne-Metaxa, ein 5-Sterne-Metaxa und ein 7-Sterne Metaxa im Handel erhältlich. Die Anzahl der Sterne steht in diesen Fällen für die Dauer der Lagerung und Reifung in Jahren. Am bekanntesten sind die Sorten die fünf und sieben Jahre lagerten. Ganz selten ist ein 30 Jahre alter Metaxa, der sehr schwer zu bekommen ist.

Geschmack & Aussehen

Der Metaxa ist von der Art der Herstellung her ein eher klassischer Weinbrand, allerdings wird er durch die Zusätze von Kräutern zu einem klassischen Metaxa und ist somit kein Weinbrand mehr, sondern läuft unter der Bezeichnung griechische Spirituosenspezialität. Metaxa wird generell in alten Eichenfässern gelagert und bekommt während der Reife eine goldene Farbe, die je nach Lagerung etwas dunkler oder heller sein kann. Als Besonderheit in der Herstellung bzw. in dem Reifeprozess gilt die 48-stündige Lagerung des Metaxa bei -6 °C.

Ein guter Metaxa verbindet die klassischen Noten von Weinbrand mit den würzigen Noten eines Kräuterlikörs. Diese wunderbare Kombination und Komposition sorgt für einen sehr ausgewogenen Geschmack.

Tipps

Vielleicht ist Metaxa pur nicht jedermanns Sache, aber in einigen griechischen Gerichten verarbeitet, ist er auch für alle, die diese Spirituose pur nicht mögen, sehr interessant. Besonders beliebt und bekannt sind Metaxa-Soßen. Diese lassen sich vielfältig verarbeiten und geben griechischen Gerichten eine ganz besondere Note. Eine Metaxa-Soße eignet sich wunderbar für einen Nudelauflauf, ist perfekt zu einem hochwertig zubereiteten Gyros und sogar in einigen überbackenen Nudelgerichten kann sich eine Metaxa-Soße hervorragend präsentieren. Der besonders würzige Geschmack, die Kombination von Kräutern und Weinbrand verleiht vielen Gerichten eine sehr herzhafte und interessante Note. Somit ist ein Metaxa einer der wenigen griechischen Spirituosen, der in der Küche ganz besondere Akzente setzen kann.

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