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Ouzo - Griechenland

Eine für Griechenland ganz typische Spirituose ist der Ouzo. Während der Ouzo in Deutschland oft pur getrunken wird und man ihn auch im griechischen Restaurant pur serviert bekommt, wird er in Griechenland sehr selten pur getrunken. Ohne Zweifel gehört der Ouzo zu Griechenland und ist ein kleines Aushängeschild des Mittelmeerlandes.

Geschichte

Vollkommen geklärt ist die Geschichte des Ouzos nicht. Seine Wurzeln gehen bis in das 15. Jahrhundert zurück, aber erst im 19. Jahrhundert wurde der Ouzo so hergestellt, wie man ihn heute kennt. Beeinflusst wurde die Herstellung vom Ouzo durch den Griechisch-Türkischen Krieg. Im Jahr 1922 sind höchstwahrscheinlich einige Rezepte zum Thema Ouzo von Flüchtlingen, die in der Türkei lebten nach Griechenland übermittelt worden. Ganz genau konnte dies aber bis heute nicht geklärt werden. Wann und wo der Ouzo entstanden ist, wird wohl für immer ein kleines Geheimnis bleiben und die Bruchstücke, die an Fakten vorhanden sind, reichen nicht aus, um die Geschichte vollkommen zu klären.

Herstellung

Reiner Alkohol dient als Grundlage für einen hochwertigen Ouzo. In einem ersten Brennvorgang werden dem noch jungen Ouzo die typischen Kräuter, Gewürze und ganz besonders Fenchelsamen und Anis hinzugefügt. Diese sind für den ganz typischen Geschmack verantwortlich. Danach wird der Ouzo ein zweites Mal gebrannt und ist dann für viele Jahre zur Lagerung freigegeben. In dieser Zeit kann der Ouzo reifen und sein Aroma entfalten. Danach ist der Ouzo bereit für die Abfüllung in Flaschen und heute mit ca. 40 % Alkoholgehalt auf dem Markt. Dank Europäischer Spirituosenverordnung ist der Ouzo bzw. die Bezeichnung geschützt. Mindestens 37,5 % muss der Alkoholgehalt betragen und die Herstellung darf nur auf Zypern oder in Griechenland erfolgen. Außerdem muss ein Ouzo klar und farblos sein und darf nicht mehr als 50 g Zucker pro Liter enthalten.

Geschmack

Den Geschmack von Ouzo beeinflussen hauptsächlich die beiden Zutaten Anis und Fenchelsamen. Der Anisgeschmack ist sehr frisch, er ist sehr belebend und wird von Fenchel harmonisch begleitet. Gut gekühlt kommen die Aromen sehr gut zum Tragen, ganz besonders das Aroma von Anis stellt sich am Gaumen sehr imposant ein.

Genuss

Der Genuss eines Ouzos in Griechenland unterscheidet sich von dem in Deutschland sehr. Hierzulande wird der Ouzo fast immer pur getrunken oder findet seinen Weg in Cocktails. In Griechenland hingegen ist der pure Genuss von Ouzo nicht üblich. Er wird meist mit extra Wasser und Eis gereicht. Die Mischung mit Wasser ergibt eine leicht milchige Färbung des Ouzos, welche auch Lounche-Effekt genannt wird oder in Fachkreisen als Opaleszieren bezeichnet wird.

Tipps

Wer einen guten, hochwertigen und echten Ouzo genießen möchte, der sollte darauf Wert legen, dass dieser wirklich in Griechenland oder Zypern hergestellt wurde. Auch der Alkoholgehalt sollte stimmen, ein mit 35 % angebotener Ouzo ist kein echter Ouzo. Als Aperitif ist der Ouzo in Deutschland sehr bekannt und der pure Genuss ist sehr weit verbreitet. Der typisch griechische Genuss von Ouzo sollte dennoch einmal ausprobiert werden. Zwar ändert sich die Farbe und aus dem klaren Ouzo wird durch die Mischung mit Wasser ein leicht milchiger Ouzo, dafür können sich die Aromen wesentlich intensiver entfalten. In griechischen Lokalen kann man den Mischvorgang sehr oft beobachten und diese Art des Genusses sollte auch hierzulande zumindest einmal ausprobiert werden.

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