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Akklimatisation - klimatische Veränderungen im Urlaub

Akklimatisation, auch Akklimatisierung genannt, ist die Anpassung der menschlichen Organe an klimatische Veränderung. Das ist meist dann der Fall, wenn man sich als Urlaubsziel Orte sucht, die dem heimatlichen Klima nicht entsprechen oder gar extrem andere klimatische Bedingungen vorweisen.

 

An Hitze und feucht-warme Luft kann man sich nur sehr schwer gewöhnen und es gibt eigentliche keine Vorbereitung auf derartige Witterungsverhältnisse. Doch mit sportlicher Betätigung und auch Sauna-Besuchen kann man seinen Kreislauf und damit auch das Herz entsprechend stärken und auf Strapazen vorbereiten.

 

Viel mehr Probleme macht da schon der Urlaub in den Hochgebirgsregionen. Bei einem Aufenthalt in diesen Regionen muss der Körper an die mangelnde Sauerstoffversorgung angepasst werden. Das sollte bereits vor Reiseantritt geschehen, damit man schon ab dem ersten Urlaubstag seinen Körper nicht ungewohnt schweren Strapazen aussetzt.

 

Auf den Urlaubsort einstellen

Um sich auf die Höhe der Hochgebirgsregionen einzustellen, muss man sich gut vorbereiten. Das kann durch Höhentraining geschehen, indem man dem Körper durch das Einatmen eines sauerstoffreduzierten Luftgemisches vortäuscht, in hohen Regionen zu sein. Das Luftgemisch kann durch eine Atemmaske dem Körper zugeführt werden. Erreicht werden dadurch, eine Verbesserung der Kondition und der Konzentration sowie die Reduzierung der Symptome, die eine Höhenkrankheit ausmachen.

 

So wird der Körper langsam und Schritt für Schritt an die dünne Luft und den damit verbundenen Sauerstoffmangel gewöhnt. Da diese Methode für den Körper schonend ist, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

 

Am Urlaubsort zahlt sich Vorbereitung aus.

Dass sich Herz und Kreislauf bei übermäßiger Hitze und feucht-warmer Luft überanstrengen müssen, ist jedem bekannt. Beide klimatischen Bedingungen finden sich in tropischen Gebieten wie zum Beispiel dem Regenwald und der Wüste oder Savanne wieder. Hat man seinen Körper und damit auch den Kreislauf und das Herz entsprechend auf diese Wetterbedingungen eingestellt, sei es durch Sport oder Sauna-Besuche oder anderen Möglichkeiten, die zum Beispiel der Hausarzt empfohlen hat, kann man selbst in diesen, in Europa nicht üblichen, klimatischen Bedingungen seinen Urlaub so richtig genießen.

 

Führt die Urlaubsreise in die Berge, in das Hochgebirge, hat man sich sicherlich bereits auf die veränderten Sauerstoffverhältnisse eingestellt. Auch diejenigen, die "nur" 2.000Meter hochsteigen wollen, sind bereits durch die Höhenkrankheit gefährdet. Viele wissen das nicht und verbinden die Höhenkrankheit immer mit Höhen über 3.000 Meter. Bekommt der Urlauber während des Aufstiegs starke Kopfschmerzen, manchmal in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen, so sollte er entweder einen Ruhetag einlegen oder aber, auch, wenn es schwerfällt, mindestens 500 Meter nach unten gehen.

 

Auch im Hochgebirge kann der Urlaub problemlos sein

Schützen kann man sich vor der Höhenkrankheit, indem man bereits vor Urlaubsantritt Vorbereitungen trifft und seinen Körper, und hier vor allen Dingen Herz und Kreislauf, auf die extrem veränderten Bedingungen einstellt. Während des Urlaubs ist es sinnvoll, langsam den Berg zu besteigen. Auch die Ruhephasen, die man nach etwa 1.000 Meter einlegen muss, sollten eingeplant werden. Viel trinken ist eine weitere Maßnahme, die hilft, die Höhenkrankheit im Griff zu behalten. Die Flüssigkeitszuführung darf nicht unterschätzt werden und sollte je 1.000 Meter um mindestens 1½ Liter erhöht werden.

 

Sich am Urlaubsort akklimatisieren

Es ist eigentlich ganz egal, wohin man reist, ob in die Wüste, in die Tropen, ans Meer oder ins Hochgebirge; der erste Tag, den man am Urlaubsort verbringt, muss ein Ruhetag sein. Der Flug hat dem Körper bereits Kraft gekostet, auch wenn man es selbst nicht bemerkt. Die veränderten klimatischen Verhältnisse kamen beim Körper wie ein Faustschlag ins Gesicht an. Auch das wird selten bemerkt, weil man denkt, das kommt vom langen Flug. Doch meist ist es so, dass Herz und Kreislauf Schwerstarbeit leisten, damit die Organe im Gleichgewicht bleiben. Daher sollte man genügend Zeit einplanen, um einen, oder noch besser, zwei Ruhetage einzulegen.

 

In diesen beiden Tagen kann sich der Körper regenerieren und an die veränderten klimatischen Bedingungen gewöhnen. Jetzt kann man sich entweder in die Wüste oder Savanne begeben, den Regenwald erkunden oder hoch auf die Berge steigen. Man sollte aber immer nur so weit gehen, wie es die eigenen konditionellen Möglichkeiten erlauben. Unvernunft hat schon so manchen Todesfall nach sich gezogen.

 

Alle Unpässlichkeiten, die abhängig von den klimatischen Umständen am Urlaubsort sind, können durch Informationen und gute Vorbereitung vermieden oder zumindest in Grenzen gehalten werden. Geht man sensibel mit seinem Körper um und agiert nur so, wie es die eigene Kondition erlaubt, hat man überall auf der Welt einen schönen Urlaub.

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