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Die Geschichte der Insel Amorgos

Archäologische Funde, haben bewiesen, das die Insel Amorgos, schon seit der prähistorischer Zeit besiedelt war.  Zeugen der Vergangenheit, reichen zurück bis 3300 v. Chr. Während der Broncezeit,  in die Epoche der sogenannten  Kykladenkultur, die von ca. 3000 v. Chr. bis 1100 v. Chr. dauerte, hatte die Insel eine Blütezeit. Ruinen, Bruchstücke und Bauten, Überreste der bewegten Vergangenheit sind über die ganze Insel verstreut. Die bedeutendsten Fundstücke der Insel, sind im Archaeologischen Museum in Athen ausgestellt.

Von den drei antiken, hellenistischen  Städten Minoa, Arkesine und Aigiale sind noch Spuren zu sehen. Auf dem Gipfel eines Hügels in Katapola, dem südlichen Hafen der Insel, fand man die Spuren der antiken Stadt Minoa, einer minoischen Siedlung. Historiker nehmen an, dass dort sich der Sommerpalast des Königs von Kreta, Minos, befand. Auf Amorgos gibt es ebenfalls die Ruinen von noch zwei Städten des Altertums, nämlich von Arkesine und Egiali. Die Insel fiel in späteren Zeiten in die Hände der Athener. Später kam es an die Ptolemäer, dann an die Römer.  Man kann noch die Ruinen der Häuser und Überreste der Stadtmauer aus minoischer sowie des Tempels aus römischer Zeit sehen. Hoch oben auf dem Gipfel, dort wo einst das Stadtgebiet war, befindet sich das einstige, mehr als 5000 Jahre alte Heiligtum. Von diesem sind leider nur noch die Grundmauern eines ca 2,5 mal 4 m großen Gebäudes zu erkennen. Von hier aus hat man einen guten Ausblick über den Hafen, die Küste.

Reste von Arkesini hat man beim heutigen Arkessini gefunden, einem typischen Kykladendorf mit weissen Würfelhäusern. Auch der Name des antiken Aigiale, dessen Stadtmauer noch oberhalb von Tholaria zu erkennen ist, lebt bis heute weiter im nahegelegenen Egiali, dem zweiten Hafen der Insel, der eigentlich aus drei kleinen weissen Dörfchen besteht.

Der wohl bekannteste Künstler den die Insel beherbergt hat, war Simonides von Amorgos, der im 7. Jahrhundert v.Chr. lebte. Er, war ein  bekannter Jambograph seiner Zeit. Der in Samos geborene Dichter erhielt seinem Beinamen von Amorgos,  so wird vermutet, weil er massgeblich an der Gründung der Kolonie Minoa auf der Insel Amorgos beteiligt war. Er führte um 650 v. Chr. eine samische Kolonie nach Amorgos. Der Kolonie zu ehren ward auf Amorgos, die berühmte, fast durchsichtige amorgische Leinwand verfertigt. Reste der antiken Städte Minoa, Arkesine und Ägiale sind erhalten. Diese zeigt ihn und seine Männer.

Sein künstlerisches Werk soll zwei Bücher mit Jamben, sowie Elegien umfasst haben. Von seinen Jamben sind zwei längere Bruchstücke von 24 und 118 Versen erhalten; in letztern schildert er weibliche Charaktere, indem er die verschiedenen schlechten Eigenschaften der Weiber aus den charakteristischen Eigenheiten der Tiere herleitet, von denen er sie abstammen läßt.

Die Kykladen waren aktiv an dem mitrhidatischen Krieg, beteiligt. Einige der Kykladeninseln wurden von Mitrhidates erobert und in folge dessen unter römisches Protektorat gestellt. In der Zeit begann es, das die Kykladeninseln Ihre Vormachtstellung einbüssen mussten. Diese hatten sie in den Jahrhunderten zuvor wegen des milden Klimas Klimas und der Fruchtbarkeit der Inseln erreicht. Wobei Amorgos auch schon in antiken Tagen keine fruchtbare Insel war.

Das Chosoviotissa-Kloster ist nicht nur die größte Sehenswürdigkeit der Insel, sondern gehört auch zu den schönsten Klöstern Griechenlands. Es wurde 1017 erbaut und 1088 von dem byzantinischen Kaiser Alexios Komninos umgebaut. Es enthält eine wunderschöne Ikonensammlung und sehr bedeutende Reliquien.

Viele Eroberer haben sich auf Amorgos niedergelassen. 1209 gliederte der Venezianer Marco Sanudo die Insel dem Herzogtum von Naxos an. Im 12 Jh. n. Chr. wurde eine venezianische Festung durch Ieremias Gizis gebaut. In Chora können Sie auch heute noch Reste dieser Zeit bewundern. Die Venezianer bauten Burgen, Stadtmauern und Festungen, um die Insel zunaechst vor Piraten und später auch vor den Angriffen der Türken, zu retten. Doch alle baulichen Mühen halfen nichts und so eroberten die Türken Anfang des 16. Jahrhunderts die Insel und Amorgos wurde Teil des Osmanischen Reiches.  

Wie in weiten Teilen Griechenlands,  sind die Kykladen von dem Phänomen der dark ages, was soviel heisst wie dunkles Zeitalter, betroffen. Aus der Zeit zwischen der Broncezeit,  der antiken Hochkultur bis zum Mittelalter, Wurde aufgrund von fehlenden Schriften und nur spaerlicher archäologischer Funde nur sehr wenig über die Geschichte überliefert. Das 16. und 17. Jahrhundert waren in gewisser Weise ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Griechen. Sie hatten immer wieder mit Aufstand gegen die osmanische Herrschaft versucht um ihre Unabhängigkeit wieder zurück zu gewinnen. Doch es gab keine Hoffnung, dass sie durch eigene Anstrengung ihre Befreiung vorantreiben könnten. - Die Türken blieben Herren der Insel bis 1832, als das Reich ökonomisch und vor allem militärisch sehr geschwächt, befreit wurde. Der unabhängige griechische Staat wurde letztendlich am 3. Februar 1830 mit dem London-Abkommen anerkannt..  

Der neue Staat umfasste den Peloponnes, die Süd-Rumeli (Sterea Ellas) und die Inseln, die in der Nähe des Festlands lagen (Sporaden, Kykladen, Evia, Inseln des Saronischen Golfes).Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde ganz Griechenland wieder vereint.

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