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Informationen zur Flora und Fauna auf der Insel Andros in Griechenland

Landschaft und Geografie

Andros ist anders. Schon der Hafen, in dem die Fähre nach zwei Stunden auf See einläuft, wirkt  viel zu grün für eine griechische Insel. Die Insel liegt 89 Seemeilen von Piräus entfernt. Die nördlichste Kykladeninsel  ist als Urlaubsziel sehr empfehlenswert für alle, die die Natur lieben, oder im Urlaub gerne wandern. Ihr wichtigster Pluspunkt ist die abwechslungsreiche Landschaft, die vor allem im Frühjahr für kykladische Verhältnisse erstaunlich viel Grün und Wildblumen bietet, außerdem beeindruckende Felsformationen und Wasserfället. Die Insel hat eine Fläche von ca. 390 qkm, bei einer Länge von ca. 39,5 km. Die breiteste Stelle ist etwa 16 km qkm breit. Auf Andros wohnen ca. 10.000 Einwohner.  Ihre längliche Form richtet sich von Nord-Nordwest nach Süd-Südost. 

Die gesamte Insel ist bergig, mit dem zentralen Gebirge, dessen höchste Berge Petalo und Kouvara sind. Der höchste Berg ist Petalo und Kouvara mit 997 m. Auf dem Berg Petalo hat man  viele Steine zusammen getragen und zu einem Hügel aufgeschichtet. Stellt man sich auf diesen Steinberg, so zeigt das GPS- Geräte genau 1000 Meter an. Teile des Bergmassivs besteht aus Schiefer. Die Insel besitzt aber auch Marmor. Einen Steinbruch gibt es bei bei der Kreuzung Stavropeda.

Wie fast überall auf den griechischen Inseln sind auch auf Andros die Felder zum Festhalten der Erdkrume terrassenförmig angelegt worden. Die großen aufrecht stehenden, oft bizarr geformter Steinplatten aus Schiefer, bilden waagerecht verlaufenden Steinmauern. Diese Mauern nennt  man Emasies. Sie sehen aus, wie von harter Arbeit angeschwollene Adern. Diese  Mauern überziehen die Insel bis hinauf zu ihren Gipfeln. Sie unterteilen die Natur in einzelne Parzellen, in Weiden für Schafe und Ziegen und Äcker für Getreide. Es sind die Grenzmauern der Andrioten, akribisch aus flachen Steinen aufgeschichtet. Die langen Reihen scheinen einem exakten Rhythmus, zu unterliegen. Unterbrochen nur durch alle paar  Meter eine senkrecht stehende Schieferplatte. Diese sehen von der Ferne betrachtet, wenn die Sonne im richtigen Winkel auf sie fällt, wie gigantische Zinnen aus.

Der erste Eindruck, den man hat wenn man in Gavrio mit dem Schiff einläuft, ist das die Insel rau und  felsig ist. Man sieht die hohen wuchtigen Gesteinsmassen gefärbt in allen Rot-, Grau- und Brauntönen. Die Küstenlinien sind bizarr, häufig sehr steil und manchmal unzugänglich. Dennoch gibt es hier ca 70 schönen  Stränden und Buchten. Erst wenn man die Insel erkundet. Stellt man fest, das sie alles anderes als eine öde Steinwüste ist. Das Gegenteil ist der Fall. sie ist eine der fruchtbarsten Inseln der gesamten Kykladen.  Die weiten, lang gezogenen Täler bilden üppig-grüne fruchtbare Enklaven, zahllose hohe Zypressen bedecken die Hänge, die Talböden und Uferebenen. Eine fruchtbare Talregionen, ist auch um der Ortschaft Andros zu finden. 

Andros hat fünf Täler und viele Wasserquellen, die in den Bergen entspringen und dann in beiden Richtungen fließen - das gibt der Insel den Wasserreichtum, so das auch heute noch in allen Tälern Landwirtschaft betrieben wird. Die Landwirtschaft erzeugt auch heute noch Seide, Oliven, verschiedene Zitrusfrüchte, Tomaten. Die Viehzucht, vor allem Schafe und Ziegen aber auch Geflügel, Schweine und Rinder ist sehr beliebt und die Tiere gedeihen auf den saftigen Weiden gut. Im Laufe der Jahre sind einige kleinere Mischwälder entstanden, die Fußgängern auch in den heißen Sommermonaten kühlen Schatten spenden. In den Wäldern finden sie verschiedene Nadelbäume aber auch Eichen, Platanen, Wallnussbäume und andere Laubbäume. Hier haben sich einige Vogelarten angesiedelt. Man findet hier Rebhühner, Fasane, Falken oder sogar seltene Raubvogelarten, wie Adler und an den steilen Küsten nisten wilde Tauben und Schwalben.  Eine besondere Naturschönheit sind die  Schluchten mit ihrer reichen Vegetation.

Dieser Wasserreichtum von Andros ist durchaus einzigartig. Die andern Inseln der Kykladen sind bei weitem nicht mir soviel Wasser gesegnet. Andros hat auch einige Mineralquellen, diese  sprudeln im berühmten Apikia. Im Inselinneren findet man die Ruinen von Windmühlen, einst sollen es über 100 Stück gewesen sein,  von Wassermühlen zum Getreidemahlen. Das ist einmalig im Raum der Ägäis.  Diese Windmühlen unterstützten einst die intensive Landwirtschaft mit  der praktischen Ausnützung der vorhandenen  Wasserkraft. Auch architektonisch hebt sich  Andros von den restlichen Kykladen ab. Häuser in der  typische, kubische Form mit weiß gekalktem Flachdach sind hier kaum zu finden, dafür umsomehr ziegelgedeckte Giebeldächer so wie auf dem nahen Festland. Auffallend die zahlreichen "Taubentürme" , die sie auch auf der Insel Tinos finden.

Im westlichen Teil der Insel, befinden sich die großen Sandstrände, die leicht erreichbar und touristisch nutzbar sind. Wer ruhige Strände und wilde und noch fast unberührte Landschaft sucht, findet diese an der nordöstlichen und südöstlichen Küste  der Insel.

Flora und Fauna

Andros wird auf der Westseite von einem Gebirge durchzogen, in dessen östliche Abhänge reich mit Fruchtbäumen und Weinreben bedeckte Täler eingeschnitten sind. Die Landwirtschaft erzeugt besonders Seide, Wein, Oliven, Zitrusfrüchte und andere Obst, Tomaten, Gurken und anderes Gemüse. Die Viehzucht ist sehr populär. Man findet unter den Nutztieren Schafe, Ziegen, Esel, Geflügel aller Art, Schweine und Rinder. Wie auf allen griechischen Insel werden auch zahlreiche Hunde und Katzen gehalten. Manche leider wild, so das auch viele streunende Tiere herumlaufen. Die sich aus den Mülltonnen und in den Sommermonaten vom Mitleid der Touristen ernähren.  Die Einheimischen lieben die Vogeljagd. Hauptsächlich im nordwestliche Teil der Insel, der vorwiegend mit  Büschen bewachsen ist leben Rebhühner, Fasanen, Falken, Adler und an den steilen Küsten nisten wilde Tauben und Schwalben.

Der wichtigster Pluspunkt der Insel,  ist die abwechslungsreiche Landschaft, die vor allem im Frühjahr für kykladische Verhältnisse erstaunlich viel Grün und Wildblumen hervorbringt. Die Wiesen sind über und über voll mit bunten Blumen.

Charakteristisch für Andros, jedoch sehr außergewöhnlich für eine Kykladeninsel, ist der Reichtum an frischem Quellwasser. Aus dem Grund hat die Insel eine üppige Vegetation. überall auf der  Insel gibt es Flüsse, kleine Bäche und sprudelnde Quellen. Hier leben verschiedene Echsenarten, Frösche und in den Bächen und Flüssen kleine Fische. Früher soll es hier viele Forellen gegeben haben, doch heute sieht man davon kaum noch welche. In den Schluchten,  gibt es eine reiche Vegetation, hauptsächlich Platanen und Wallnussbäume. Besonders Reizvoll in den Schluchten sind einige Orchideenarten, zu finden. Die beste Zeit dafür Ende März Anfang April. An den Berghängen, besonders im Süden, gedeihen viele Eichen. Im Laufe der Jahre haben sich hier Mischwälder gebildet.

Wie auf allen Inseln am Mittelmeer gibt es auch auf  Andros einige wenige Schlangen, einige Insekten, Mäuse und Ratten und Skorpione. Jedoch weder die Schlangen, die Skorpione oder die Insekten stellen eine Gefahr für die Menschen dar. Die Meere, die einst etliche Fischer der Insel ernährten, sind heute nahezu leer gefischt.

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