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Informationen zur Geschichte der Insel Andros in Griechenland

Archäologische Funde, haben bewiesen, das die Insel Andros, schon seit der prähistorischer Zeit besiedelt war. Die ersten Bewohner waren Karianer, Pelasgianer, Phonizer, Kreter und etwa 1000 v.Chr. wurde Andros von den Ioniern belagert. Karischen Seeräubern besetzt, die Insel. Infolge der dorischen Wanderung der Ionier wurde sie bevölkert. Bald schon, um 650 v. Chr. sandten  sie mehrere Kolonien nach der Chalkidike aus. 

Wahrend der klassischen Epoche war Paleopoli die Hauptstadt der Insel Andros. Schon damals entstand eine rege Verbindung zu vielen anderen Handelszentren im Raum der Ägäis und die Insel wurde reich. Deren Wohlstand bis heute, zu bewundern ist. Zeugen der damaligen Zeit sind im Archäologischen Museum in Chora, ausgestellt. Dort sind neben sowohl an 60 silbernen und bronzefarbene Münzen auch Keramiken aus der Zeit, zu sehen. Diese Keramiken wurden bei Ausgrabungen westlichen der Hauptstadt gefunden. Dort befand sich ehemaligen Agora (Markt), von dem auch noch einige Überresten, zu erkennen sind.

Der ehemalige Name der Insel Andros war Gavrio. Poeten nannten sie auch Hydroussa, Epagris oder Lasia. Diese Namen hatte man ihr gegeben, aufgrund ihres Pflanzen- und Wasserreichtum. Wahrend des Persischen Krieges, während  dem sie auf der Seite der Perser stand,  kam Andros unter deren Herrschaft. Die Perser regierten sie bis zur Seeschlacht von Salamina  im Jahre 480 v.Chr.. Solange mussten sie Steuern an die Perser zahlen.  

Später kam sie unter die Athener Herrschaft und zahlte auch an diese Herrscher wieder Steuern. Außerdem schickte die Athener die Männer in den Peloponnesischen Krieg. Nach dem Krieg kam Andros unter der Herrschaft von Sparta, das als Sieger aus dem Krieg gekommen war.  Abermals eroberten die Athener die Insel. 393 v. Chr. Besiegten sie die Krieger Spartas und regierten wieder die Insel Andros. Im Jahre 338 v. Chr. Musste die Insel an der  Schlacht von Charonia, teilnehmen.

Nach der Schlacht von Charonia kam Andros unter die Herrschaft von Philipp dem Mazedonier, Vater von Alexander dem Großen, der später die Herrschaft übernahm. Andros blieb bis 315 v. Chr. unter der Regentschaft der  Mazedonier.

Wie in weiten Teilen Griechenlands,  sind die Kykladen von dem Phänomen der dark ages, was soviel heißt wie dunkles Zeitalter, betroffen. Aus der Zeit zwischen der Broncezeit,  der antiken Hochkultur bis zum Mittelalter, wurde aufgrund von fehlenden Schriften und nur spaerlicher archäologischer Funde nur sehr wenig über die Geschichte überliefert.

Im laufe der Zeit geriet die Insel in makedonische, in pergamenische, und 133 v. Chr. in römische Gewalt. Im  Jahre 129 v.Chr.  wurde die Insel Provinz von Asien. Überfälle von Seeräuber und Zivilkriege zwischen den römischen Gouverneuren führten dazu, dass die Bewohner von Andros unter Armut und Misshandlungen litten. In den Jahren von Adrian verbesserte sich die Situation für die Bewohner. Zum Beginn der byzantinischen Epoche stand die Insel immer noch unter der Herrschaft von Asien. Später regierten sie die Byzantiner. während der byzantinischen Epoche wurden zahlreiche Klöster und Kirchen gebaut. Viele der Gotteshäuser aus dieser Zeit sind noch intakt und können auch heute noch besichtigt werden. In der Epoche legte man besonders viel Wert auf Fresken und Wandmalereien.

Historisch bekannt  wurde die Insel in der Geometrischen Epoche im 9. bis 7. Jh. v. Chr.. Die zweite Hälfte des 8. Jh. v.Chr. war die Zeit des grossen Wohlstands. Im 7. Jh. v.Chr. nahm Andros mit den Halkidonern sowohl an der Kolonisierung von Chalkidiki sowie der Kuestenorte von Nordgriechenland teil. Die bedeutenden Siedlungen waren Palaeopoli und Zagora. Sie hatten sich an der Westküste der Insel angesiedelt. Im 6. Jh. v.Chr. wurde Andros ein unabhaengiger Stadtstaat und gehoerte zu Delos. Dionysos, der Gott des Weines und der Feierlichkeiten, wurde zum Patron der Insel. Die Einwohner sprachen den Ionischen Dialekt.

Viele Eroberer haben sich nach dieser Zeit auf Andros niedergelassen. Wegen seiner zentralen Lage, seiner Fruchtbarkeit, dem Wasserreichtum und der Schiffe, die man hier baute, war die Insel sehr beliebt. Andros folgte dem Schicksal der anderen Inseln in der Agais und Griechenlands. Im Anschluss kamen die Römer, Venezianer und die Osmanen. zunächst aber eroberten die Kreuzritter im Jahre 1204 Konstantinopel und Andros kam unter die Regierung von dem Edelmann Marino Dandolo, einem Venezianer.  Drei Jahre später erkannte Dandolo die größere Macht des Herzogs von Naxos, Marko Sanudo und seine Familie, die bis 1384 die Macht über die Insel hatten. Danach übernahm  Petro Zeno die  Herrschaft von Andros. Zeno schuf auf der Insel eine neue innere Sicherheit sowie eine finanzielle und demokratische Starke. Die venezianischen Führer gründeten eine Grundlage für den  Feudalismus, die Andros Gesellschaft eine Zeitlang beeinflusste. Waehernd der Zeit der Venezianer wurden auf der Insel einige Burgen und Befestigungsmauern erstellt, um sich vor Angriffen, vor allem von den Türken, zu schützen. Überreste dieser Baulichen Meisterwerke sind auf der Insel auch heute noch als stumme Zeugen, längst vergangener Tage, zu sehen.

Mitte des 15. Jh. eroberte die Familie Somaripa von Paros die Insel. Die Einwohner Andros’ vertrieben sie jedoch, weil sie Die Androsianer unterdrückten.

Im Jahre 1579 übernahmen die Türken die Insel, nachdem sie die Venezianer in einigen hatten Kämpfen besiegt hatten.  Der Sultan ließ Moscheen bauen, verzierte Häuser mit kleinen Erkern. So brachte er einen ganz eigenen Baustil in das Puzzle der historischen Bauten. Anders wie auf einigen anderen Inseln ging es den Bewohnern von Andros nach der türkischen Machtübernahme nicht so schlecht. Nachdem es auf den meisten anderen Griechischen Inseln eine Schreckensherrschaft war, ging es den Menschen hier relativ gut. Die türkischen Behörden untersagten die Misshandlung der Bewohner und Gewalt. Sie wurden nicht gezwungen  zum Islam überzutreten. Sie schafften sogar einige Steuern ab. Eigentumsrechte und Vertrage wurden von den Herrschern anerkannt. Die Einwohner konnten sogar weiterhin ihre Trachten tragen, ihrer Religionsnachgehen und frei in ihren Kirchen und Kloster beten. Es hatte sich hier eine eigenartige Symbiose zwischen  den Herrschern und den Beherrschten aufgebaut. Die Türken brauchten die Schiffe, die hier gebaut wurden, die Seefahrer, die Landwirtschaft, kurz eine funktionierende Insel und dafür hatten sie Bewohner von Andros mehr Freiheiten.
Das 16. und 17. Jahrhundert waren in gewisser Weise ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Griechen. Sie hatten immer wieder mit Aufstand gegen die osmanische Herrschaft versucht um ihre Unabhängigkeit wieder zurück zu gewinnen. Doch es gab keine Hoffnung, dass sie durch eigene Anstrengung ihre Befreiung vorantreiben könnten. - Die Türken blieben Herren der Insel bis mitte des 19. Jahrhunderts, als das Reich ökonomisch und vor allem militärisch sehr geschwächt, befreit wurde.

Vor der Revolution von 1821 gehorten 37 Leute aus Andros der “Philiki Etairia“ an, einer geheimen Gesellschaft, die gegen die osmanische Regierung arbeitete, deren meisten Mitglieder von griechischen Inseln stammten
Theofilos Kairis erklärte am 10. Mai 1821 offiziell den Unabhängigkeitskrieg und hisste die Flagge der Revolution an der Kirche von Agios Georgios in Hora. In der Kirche Agia Triada wurde 1813, vor dem griechischen Unabhängigkeitskrieg, eine Schule von dem Mönch Samuel Plasimis erbaut.

Die Zeit, die nach der Revolution folgte, führte Andros zum Wohlstand und die Insel besaß viele Schiffe. Die Einwohner lebten in Reichtum und Wohlstand. 1923 und 1930 war Andros die zweitgrößte Schiffskraft nach Piräus und der zweite Hafen Griechenlands. Der unabhängige griechische Staat wurde letztendlich am 3. Februar 1830 mit dem Londonabkommen anerkannt.  Der neue Staat umfasste den Peloponnes, die Süd-Rumeli (Sterea Ellas) und die Inseln, die in der Nähe des Festlands lagen (Sporaden, Kykladen, Evia, Inseln des Saronischen Golfes).

Der zweite Weltkrieg, in dem man einen großen Verlust an Menschen und Schiffen zu beklagen hatte und die italienischen und deutschen Belagerer Hora bombardierten, zerstörten viele der schonten Villen und Gebäude. während dieser Periode verließen viele Bewohner die Insel Andros. Im 19. Jh. gingen viele Einwohner in moderne Zentren, wie z. B. Istanbul, Izmir, Alexandria und Orte wie Piräus und Hermioupolis auf Syros. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde ganz Griechenland endlich wieder vereint.

Andros in der Ägäis war die Insel der Kapitäne und Matrosen. Während sie die Welt umschifften, blieben ihre Frauen allein, manchmal für immer  

Die Frauen von Andros blieben oft monatelang allein, während ihre Männer Ruhm und Reichtum einfuhren! So wie dieser Embiricos mit seinen 30 Schiffen, auf dessen Namen man an jeder Straßenecke stößt, der Andros eine Schule, ein Altersheim und ein Krankenhaus schenkte und dessen monumentales Grabmal auf dem marmornen Friedhof alles überragt. Die Seefahrer brachten die große, weite Welt auf ihre kleine Heimatinsel, bauten ein Theater, Kinderspielplätze, die Kairische Bibliothek, das Museum für Moderne Kunst, das den Andrioten der Gegenwart Bilder von Picasso, Matisse, Klee und Chagall zeigt. Zuletzt brachten die Reisenden Schwäne und eine Horde strahlend weißer Enten, die nun im kleinen Teich von Andros umherschwimmen, als befänden sie sich im Englischen Garten von München.

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