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Andros oder auch Chora

Beschreibung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und schönsten Strände, Wanderrouten auf Andros, Griechenland

Unbedingt sehenswert ist der Inselhauptort Andros-Chora (Hora). Die Ortschaft liegt auf der, von den Schifffahrtsrouten abgewandten, Ostseite der Insel,  ca. 34 km vom Haupthafen in Gavrion entfernt. Chora hat sich auf einer schmalen Landzunge, einem Felssporn, zwischen den langen Sandstranden von Niborio und Paraporti angesiedelt.

Chora, eine schöne Stadt, ein eher vornehmer anmutender Ort mit prächtigen Patrizierhäusern alter Reederfamilien, mit zahlreiche Villen im neoklassizistischen Stil, mit schlichten weiß getünchten Kykladenhäusern, mit gewundenen schmalen Gässchen und Arkadengängen, steingepflasterte Fußwege, mit stattlichen Kirchen und Museen. Hier ist auch heute noch die Heimat vieler wohlhabender Reederfamilien. Es gibt eine gemütliche Altstadt mit vielen Gassen zum Bummeln und eine lebhafte Platia mit einigen Lokalen, die vor allem am Wochenende gut besucht sind. Auch der Tourismus ist hier eingezogen und so rundet heute das Bild auch mit Hotels, Appartmentanlagen, Klubs und Souveniergeschaefte ab.  Die mittelalterliche Atmosphäre der Stadt ist harmonisch mit modernen Elementen, wie kleinen Geschäften, Cafés und Bars vereint. - Eine bemerkenswerte Stadt, die den Spagat zwischen Antike und Moderne geschafft hat. Denkmäler eines unerhörten Aufschwungs, Zeugen des Reichtums der Stadt sind die auf dem Hügel, über dem Meer stehen Villen, in neoklassizistischem Stil. Diese waren einst die Landsitze der andriotischen Seefahrer und Reeder, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine Vielzahl von Dampfern auf die Weltmeere schickten. Viele der große Häuser, mit einladenden Balkonen  sind heute verlassen, bei einigen blättert der Putz ab. Nur im August, wenn es auf dem Festland zu heiß wird, werden einige gelüftet und von den Eigentümern als Feriensitz genutzt.

Andros Stadt

Andros Stadt

Der Hafen der Ortschaft ist nur zum Anlegen von Fischer- und Privatbooten geeignet sind. Er ist ein beliebter Ankerplatz für Jachten, deren Besitzer man abends in den Tavernen am Meer wiederfindet. Wer sein Urlaubsdomizil in Chora wählt kann leicht sie wichtigsten Orte und Sehenswürdigleiten, zu Fuß oder dem Linienbus erreichen. Linienbusse fahren von Gavrion über Batsi etwa 5-7x täglich dorthin.

Die Hauptstadt verfügt über einige organisierte Strände entlang der Straße, in den kleinen Buchten werden Liegestühle und  Sonnenschirme sowie  Windfänge aus Bambus vermietet. In der Umgebung von Chora gibt es den Strand bei Niborio und die wunderschönen etwas abgelegenen Strände Achla, Vori, Platanos und Griasprung, mit feinem Sand und kristallklarem Wasser. Alle Buchten sind auf Fußwegen und manche auch mit kleinen Booten („kaiki“) ab Hora erreichbar.  Etwas weiter außerhalb befindet sich der lange Sandstrand von Paraporti. Von dort aus führt ein Fußweg zum einsamen Lidistrand.  Die schönen Stände Galia und Pisso Gialia kann man mit dem Auto erreichen.

Zweifellos ist Andros eine Stadt für Kulturbeflissene, mit seinen wunderschönen Plätzen, Museen und Kirchen. Die beiden bedeutendsten Plätze sind Platia Theophilo Kairi und der Platz des „ Unbekannten Seemann“.

Platia Theophilo Kairi: Ist der  Zentralplatz. Einst wurde er nach Theofilos Kairis, ein berühmter Kleriker und freigebiger Förderer von Andros, benannt. Der Platz  ist mit Steinen gepflastert und mit  Cafés, kleine Restaurants und Konditoreien gesäumt. Diese Platia ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen, vor allem in den heißen Sommermonaten, weil er mit Schatten spendenden Bäumen bepflanzt ist.

Der Platz des „ Unbekannten Seemann“ ist mit Marmor gepflastert. Hier steht  eine Statue von dem „verschollenen Matrosen“, die dem Platz seinen Namen gab. Dieser Platz auf der Spitze der Halbinsel gebaut. Von hier aus haben sie eine fantastische Aussicht auf das Meer und die gesamte Stadt. Es ist er der beste Punkt, um die steinerne Brücke im venezianischen Stil zu besichtigen, die Andos mit einer kleinen Insel verbindet.  Von dem Platz aus haben sie einen guten Blick auf die Ruinen des venezianischen Kastells.  

Wie die meisten griechischen Inseln, sind auch auf auf Andros Überreste gewaltiger Festungsmauern und Burgen, aus der Zeit der Ritter, stumme Zeugen einer bewegten Geschichte. Die so genannte Mittelalterliche Stadt, befindet sich an der Spitze der Halbinsel. Die alte Burg wurde wahrend der venezianischen Periode gebaut, um die Stadt zu schützen. Heute sind jedoch nur die Ruinen, einige Säulen und kleinere Überreste von dem eist so imposanten Gebäude übrig geblieben. Auf dem Burggelände befindet sich die byzantinische Palatiaikirche. Sie ist wesentlich besser erhalten. In ihrem Inneren kann man noch Reste von Kunstvollen Wandmalereien bewundern.  

Das wohl bedeutendste Museum der Insel ist das Archäologischen Museum, an der Platia Theophilo Kairi, vor dem Museum der Modernen Kunst. Einst wurde es mit der Unterstützung von Vassilios und Elisa Goulandri gegründet. Dieses Museum auf zwei Ebenen, stellt bedeutende archäologische Funde der Insel aus. Hier können sie Keramiken aus der alten Agora und eine umfangreiche Sammlung von Ausgrabungsfunden, die bis in die Antike zurückgehen, aus sowie Funde der archäologischen Stätte in Paleopoli und Zagora bewundern. Zu einem der imposantesten Ausstellungsstücken, gehört zweifellos die Statue des Hermes von Ándros, ein Werk von Praxiteles, das im 1. Jh. n. Chr. entstand und in Palaopoli 1832 gefunden wurde. 

Nicht weniger Interessant ist das Nautisches Museeum.  Das Museum wurde 1972 , in der Innenstadt von Andros gegründet und präsentiert die umfangreiche Geschichte des Handels von Andros wie seinen Seefahrer und Reeder, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine Vielzahl von Dampfern auf die Weltmeere schickten. Der dadurch entstandene Reichtum der Insel wird hier eindrucksvoll demonstriert. Hier werden nautische Handelsbucher aus der Antike bis heute, Lithografien von Schiffen aus Andros und hölzernen Schiffsmodellen sowie Sextanten, Kapitänsmützen und dem blauen, kindshohen Weltatlas ausgestellt.  

Die Verbindung zwischen Geschichte und der heutigen Zeit bildet das  „Modern Art“ Museum. Fachleute sagen es sei das interessanteste Museum seiner Art Griechenlands. Es befindet sich im Herzen von Andros-Stadt, Es wurde  gegründet und gestiftet von Vassilios und Elisa Goulandri. 1979 wurde es mit einer Ausstellung der Skulptur aus Andros von Michalis Tobeos  eröffnet. Der große Erfolg des Museums,  kam einige Jahre später, 1986 nach der Vergrößerung der Ausstellung. Der neue Teil des Museums, der vom Architekten Kontovounisios gestaltet wurde, nahm später an einem internationalen Wettbewerb teil. Auf den vier Ebenen kann man zum einen eine Sammlung, mit zahlreiche Werke von berühmten griechischen Künstlern wie Tsarouhis, Gounaropoulos, Fassianos, Bouzianis, Nikolaidis und anderen, sowie internationalen Kunstwerken der 20. Jahrhunderts, u.a. wie Picasso, Matisse, Kadinsky, Paul Klee, Chagall, Rodin, Miro oder Braque besichtigen. In den Sommermonaten erwacht das Museum zum Kunstmekka Griechenlands. Die  Vasilis und Elisa Goulandris-Stiftung organisiert, wechselnd Ausstellung mit Werken weltberühmter griechische und internationale Künstler, die tausende Kunstliebhaber anzieht. Ein weiteres Highlight sind die Kunst- und Musikveranstaltung „Ploes“, welche von der Petros und Marika Kydonieos-Stiftung organisiert werden. Aufgrund dieser Events wird die Insel häufig die kulturelle Hauptstadt der Kykladen genannt. 

Das Kydonieos-Institut wurde 1994 von Petros und Marika Kydonieos gegründet. Ziel war es Kunstgegenstände aus den Bereichen der Musik, des Theaters und der Literatur  auszustellen, und die einem breiten Publikum zugängig, zu machen. 1995 verwirklichten sie ihre Idee und stellten von nun an Gegenstände, griechischer und internationaler Künstler aus. Bekannt wurde das Institut auch mit seinen jeden Sommer  im Museum für moderne Kunst stattfindenden Kunst- und Musikveranstaltung „Ploes“. 

Gegenstände des Leben längst vergangener Zeiten können sie im Volks- und Christliche Museum anschauen. Es befindet sich in einem ehemaligen Geschäft der Stadt und stellt Gegenstände des typischen und traditionellen Lebens der Bewohner von Andros aus. Dort gibt es neben Gegenständen des häuslichen Gebrauchst auch Werkzeuge der Landwirtschaft, sowie traditionelle Trachten.   

Die Kairis-Bibliothek leistet einen großen Beitrag zur Förderung der geistigen Bildung der Inselbewohner und deren kulturellen Tradition. Insel. Sie ist in einem imposanten neoklassischen Gebäude der Stadt untergebracht. Die Bibliothek beherbergt ca. 3000 Bände aus der Kollektion von Theofilos Kairis, einem Gelehrter und Priester der Insel (1784-1852). Sie hat eine umfangreiche Sammlung seltener Publikationen und Manuskripten. Es gibt ein  Archiv historische Akten und künstlerische Werke. Das Bild der Bücherei wird abgerundet von einer kleinen archäologische Sammlung sowie einigerwertvolle Gemälde. Im Sommer gibt es eine Ausstellung im neuen Bereich der Bibliothek. Heute beschränkt sich die Bibliothek nicht mehr nur auf die Archivierung wertvoller Literarischer Werke, sondern ist auch aktiv im Umweltschutz. 

Paleiopoli

An der Westküste zwischen Kalamaki und Kolimbos liegt Paleopoli, die antike Hauptstadt der Insel Andros. Heute ist es  ein grünes Dorf das am steilen Berghang des Berges „Petalo“ gebaut wurde. Etwas außerhalb des Ortes befinden sich die vermutlich einzigen Wasserfälle der Kykladen.  Die Bewohner des Ortes, leben fast ausschließlich vom Tourismus. dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist  die antike Stadt zu besichtigen für Besucher der Insel ein Muss. Kulturbeflissene werden sich das archäologische Museum nicht entgehen lassen und Naturliebhaber sollten es nicht verpassen die Wasserfälle zu sehen. Innerhalb der Ortschaft haben sich einige Tavernen und Cafés niedergelassen, die sie mit allerlei typisch griechischen Leckereien oder auch nur einem erfrischenden Getränk verwöhnen.  Inmitten des Ortes befindet sich das archäologische Museum, in dem  wichtige Entdeckungen von den Ausgrabungen der Umgebung ausgestellt sind.

Die alte Stadt hat viel tiefer gelegen, in der Nähe des Hafens, wo die fast versunkene Mole noch zu sehen ist. Die Straße erreicht den niedrigsten Punkt des Dorfes und von dort führt ein Weg zum Meer. Am Eindrucksvollsten, aber ein wenig anstrengend, ist es, wenn man von der Asphaltstraße aus die Treppe, die zum Dorf führt nimmt und danach über einen gut erhaltenen Weg der zum Meer führt, hinunter geht. Es ist wie eine Reise durch die Zeit, vorbei an einer malerischen Quelle, in der die Steinbänke aus den alten Steinen gebaut sind. Unten angekommen sehen sie die Überreste der  700 v Chr gegründeten Stadt  Bis ca 500 n Chr verlor sie nicht an Bedeutung. Ihre absolute Blütezeit erlebte die einstige Hauptstadt von der klassischen bis zur römischen Epoche. Die Überreste zeigen frühchristliche Kirchen und die  Reste der alten Stadtmauern, dem Theater und dem Stadion.  Wer es ganz ausgefallen will, kann im im antiken Hafen schwimmen. Danach sollten sie sich etwas Entspannung gönnen, denn wenn sie den Fußmarsch wählen, warten 1039 Stufen auf Ihren Rückweg. 

Batsi

An der südwestlichen Küste von Andros, ca 8 km südlich vom Hafen in Gavrio, befindet sich das ehemalige Fischerdörfchen Batsi. Der Ort hat sich seit den 80-zigern zu einem beachtlichen Fremdenverkehrsort entwickelt, dem einzigen der Insel. Eine gut entwickelte Infrastruktur bieten eine große Facette von Hotels aller Klassen, Pensionen und  Appartmentanlagen. Mit jedem Jahr entstehen bessere Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten. Kosmopolitisch, aber ganz traditionell, ist Batsi das Hauptreiseziel der Urlaubsgäste und besitzt alle benötigten und wichtigen Einrichtungen fur angenehme Ferien wie gemütliche Tavernen und  Ouzolokale, ein aufregendes Nachtleben für jung und alt, Touristenbüros, Auto- und Mopedvermietungen, eine Post, eine Bank, eine Tankstelle sowie viele Geschäfte.

Trotz seines touristischen Charakters macht Batsi einen traditionellen und schonen Eindruck. Das Dorf hat trotz zunehmenden Tourismus, dennoch die Atmosphäre eines typischen griechischen Inseldorfes bewahrt.  Das Bild dieser kleine attraktive Stadt ist geprägt von  den typischen weiß-blauen Kykladenhäusern und malerischen Gassen. Einem kleinen pittoresken Fischerhafen findet man im Süden des Ortes. Dort kann man tagsüber den Fischern bei der Arbeit zusehen, wie sie ihre Netze flicken um abends wieder in See zu stechen.

Zwischen dem Städtchen Gavrio, und dem in den Sommermonaten recht quirligen aber nicht überfüllten Touristenort, locken sie ein schöne und saubere Kiesstrände bzw. Sandstrände nach dem anderen. In Batsi selber können Sie zwischen dem „goldenen Strand“ und dem großen gut organisieren Strand der Ortschaft oder die außergewöhnlichen Strände wie Stivari, Agia Marina und Agios Kyprianos wählen. Hier können Sonnenschirme und Liegen gemietet, an einigen Strandabschnitten wird Wassersport aufgeboten. Für Sonnenhungrige ist es hier, an der dem Westwind weniger ausgesetzten Westküste am geeignetsten. Am Agios Kyprianos Strand, befindet sich eine gleichnamige, sehr sehenswerte Kirche. Jedem Batsibesucher empfehlen wir das Kloster Zoodochou Pigis und die archäologische Stätte von Ipsili zu besuchen. Beeindruckend sind auch die  kleinen Landdörfer Katakilos, Aprovatou, Arni und Ateni Diese liegen in einer Gebirgslandschaft, die bis zu den schönen abgelegenen Stränden reicht. Eine Treppe fuhrt zu einer grünen Landschaft mit vielen Pflanzen.

Gavrio

An der südwestlichen Küste von Andros, ca 8 km nördlich von Batsi, befindet sich das ehemalige Fischerdorf, der heutige Sitz des Fährhafens,  Gavrio. Die Ortschaft ist zentral gelegen, die Entfernung nach  Chora betraegt ca 35 km und nach Ormos Korthiou sind es ca 40 km. Gut ausgebaute, asphaltierte Straßen führen von Gavrion nach Andros, nach Batsi und nach Gavrion Ormos Korthiou. Von hier aus starten die Buslinien, die den Hafenort mit den meisten Dörfern der Insel verbinden. Gavrio der Hafenort wo die Fähren ankommen und abfahren. Der Hafen ist der ideale Ausgangspunkt für einige  Wanderungen in die Umgebung. Vom Haupthafen der Insel gibt es  regelmäßig Verbindungen nach Rafina, nahe Athen und den Kykladeninseln Tinos, Mykonos, Siros und Paros. Auf Grund seiner Fährnutzung hat der Hafen, an Idylle gewonnen und ist heute mehr ein quirliger Umschlagplatz, von Waren und  Fährbetrieb geworden. Wenn der Trubel am Hafen nachlässt, erscheint Gavrio malerisch.

Der Ort  war bis vor 20 Jahren ein touristisch nicht entwickelt.  Während der letzten Jahre hat sich aber doch etwas Tourismus in Gavrio ausgebreitet. Mit jedem Jahr entstehen bessere Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten. Restaurants, Tavernen, Bars, Cafes, Hotels, Appartments Pensionen, Campingplatz, Motorrad- und Autovermietungen, einer Tankstelle sowie viele Geschäfte erwarten heute die Feriengäste und lassen die Zeit auf der Insel zu einem Erlebnis werden.

Früher war Gavrio der Hafen des alten Dorfes Gavrio, heute Pano Gavrio genannt. Pano Gavrio wurde einst etwas im Landesinneren auf einem kleinen Hügel errichtet. Früher legte man Städte gerne so an, damit sie vom Meer nicht einsehbar waren und von Piraten nicht so leicht entdeckt wurden. Heute spielt sich das Leben unten nahe des Hafens ab. Hier oben erinnern nur einige alte Häuser daran, das hier einst das Zentrum des Lebens war.

In der Nähe von Gavrion entlang der Straße am Meer, befinden sich wunderschöne organisiert Strände.  Hier können Sonnenschirme und Liegestühle gemietet werden. An einigen Strandabschnitten werden Wasseersportmoeglichkeiten angeboten. Der 5 Kilometer lange Sandstrand Fellos ist nicht weit von Gavrio entfernt, genauso wie die einsamen Strände Zorkos, Vitali und Ateni. Weiter entfernt befindet sich der organisierte Sandstrand Kipri. Alle aufgeführten Strände haben feinen Sand und kristallklares Wasser. Für Sonnenhungrige sind die Orte an der Westküste, mit geringeren Westwind am geeignetsten.

Gavrio ist der ideale Ausgangspunkt um die Insel, sei es zu Fuß, mit dem Bus oder einem Mietfahrzeug, zu erkunden. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind über das ausgebaute Straßennetz, zu erreichen. Sehr Lohnenswert ist ein Besuch  des Mönchsklosters Agios Nikolas. Hier entspringt die Mineralquelle Sariza. Es ist nicht weit zu den Resten der antiken Stadt Andros bei Paleopoli und der geometrische Siedlung bei Zagora, die  südlich von Paleopoli liegt. Südlich von Gavrio befindet sich das Heiligtum Agios Petros, das man auch nicht missen sollte. Interessant ist auch die Ortschaft Amolochos, welche während der türkischen Herrschaft, die Hauptstadt der Insel war. Ein Muss ist natürlich das Kloster Zoodochos Pigi. Uebrigens Pig bedeutet Quelle. Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, in Gavrio ist der Agios (Heiliger) Petros Turm, aus der hellenistische Epoche (4. - 3. Jh. v. Chr). Den finden sie an der Straße von Gavrion nach Vitali und Gides. Der zylinderförmige Rundturm hat eine Höhe von 20m, und ist einer der besterhaltenen der Kykladen. Einst diente er  offensichtlich zur Kontrolle über Land und Meer. Das Fundament des Turmes, hat einen Durchmesser von ca. 9.40 m und wurde mit Schiefersteinen, die auf der Insel abgetragen wurden gebaut. Im Inneren des antiken „ Leuchtturms“ gibt es eine Wendeltreppe, die in der Vergangenheit zu mindestens fünf Etagen, so schätzt man nach Auswertung diverser Schriften,  führte. Der Turm wurde an einem optimalen Ort errichtet, da man von von hier aus sowohl den Ort Gavrio als auch die nahen Seewege übersieht. Nahe des Turms, befinden sich ein Kupfer- Bergwerk, das bis Anfang des 20. Jh. noch in Betrieb war.

Ormos Korthiou

Das Dorf Ormos ist das Zentrum der Stadt Korthi und liegt in der Mitte der Region an der Meerseite im südlichen Teil der Insel, ca 40 km von Gavron und 20 km von Chora entfernt. Ormos Korthiou ( Ortszusammenschluss) ist eine ruhige Gemeinte die sehr viele Sehenswürdigkeiten zu  bieten hat. Dieser attraktive kleine Ort ist ideal zum Relaxen. Dennoch bietet sie ihren Urlaubsgästen  viele Unterhaltungsmoglichkeiten und ist der touristische Ort und Handelszentrum der Region, wobei die touristische Infrastuktur bei weitem nicht mit den Orten Batsi und Gavron verglichen werden kann. Hier findet man Restaurants, Bars, Cafés, Post, Arzte, Apotheken, Banken, einige Pensionen und Appartmentanlagen, einer Tankstelle und ein Volksmuseum.

Ormos ist ein ruhiges malerisches Dorf mit einem großen Strand. Die Ortschaft ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen in die Umgebung. Es gibt Wanderwege, die zu Wassermühlen, Windmühlen, Taubenhäuser wie die auf Tinos, alten Klöstern, durch eine  sehr schönen Schlucht oder nach Dhipotamata mit 25 Wassermühlen, führen. Etwas südlicher als Ormos liegt das malerische Dorf Korthi liegt nahe der Kleinstadt Korthion, oder Korthi-Bucht, im sudlichen Teil von Andros. Es entwickelt sich langsam zu einem touristischen Ort. Korthi wird durch eine hohe Brücke von der Insel getrennt und ist eine kleine Oase zum Entspannen. Trotz zunehmenden Tourismus ist die Ortschaft ländlich und urtypisch geblieben, so das auch heute noch viel Landwirtschaft und Fischerei betrieben wird. Der kleine aber gemütliche Hafen des Ortes wird  von Fischern und Jachten genutzt.

Die imposanteste Sehenswürdigkeit der Gegend ist zweifelsohne die Überreste der Ritterburg Pano Kastro  oder Faneromeni-Burg oder Burg der „alten Dame“ genannt. Diese Siedlung war  die stärkste und größte Stadt auf der Insel während des Mittelalters. Die Burg wurde von Venezianern auf einem Hochplateau nördlich von Ormos auf einer Höhe von 600m gebaut. Seinerzeit konnten hier ca. 1.000 Menschen Schutz finden. Wegen ihrer Lage auf dem hohen Felsen und der starken Festungsmauer, galt als uneinnehmbar. Ihre Geschichte ist unbekannt. Wahrscheinlich ist das der Grund für die zahlreichen Mythen, die mit ihr verbunden werden. Die bekannteste und auf Andros beliebteste Geschichte ist, dass die türkischen Besetzer, die die Burg nicht erobern konnten. So baten sie eine alte Dame mit ihrer schwangeren Tochter um Hilfe bei der Öffnung der Toren. In der Nacht soll die alte Dame das Tor geöffnet haben und die türkischen Eroberer konnten so in die  Burg eindringen. Alle Bewohner wurden daraufhin von den Türken niedergemetzelt und das Innere der Burg zerstört. Das schlechte Gewissen plagte die alte Dame fürchterlich und stürzte sich vor Schande von einer hohen Felsspitze ins Meer, dort versteinert ihr Körper augenblicklich. Das erklärt den großen stehenden Stein im Meer. Von da an nannte man die Burg auch die Burg der „alten Dame“. Der wunderschöne Sandstrand  „Tis Grias to Pidima“ mit kristallklaren Wasser,  der unterhalb des Burgfelsen liegt,  bekam den Beinamen „der Sprung der alten Dame“ Die Burg erreicht man über eine Straße bei Kochilou. Heute kann man noch Ruinen der Häuser, Kirchen und Zisternen besichtigen, sowie die später neu gebaute Faneromeni-Kirche sehen. Vom Felsen hat man einen fantastischen Ausblick auf das ägäische Meer. Nahe der alten Festungsanlage ist ein sehr interessantes Folklore Museum.

Während des 17. und 18. Jh. erbauten Adligen hier in der Gegend ihre Häuser, die ein gutes Beispiel für die Architektur in dieser Zeit sind. Korthi war Sitz der griechischen Berufsschule, der „Schule der Heiligen Dreifaltigkeit“. Diese ist bis heute erhalten und besitzt eine große Sammlung an wertvollen Büchern und Ikonen. Die byzantinische Kirche Agios Nikolaos und die Kirchen Theoskepasti und Agios Ioannis sind ebenfalls einen Besuch wert.

Es gibt zahlreiche Wanderungen und Spatziergänge in die Umgebung, wie z B über einen  traditionellen Fußwege in das Dorf Kaparia  mit seinen reich verzierten, künstlerischen Taubenschlägen.  Interessant ist auch das Tal von Dipomata, welches eine einmalige Wassermühle hat und von einer wunderbaren grünen Landschaft umgeben ist. Heute ist diese Mühle die ein ökologisches Museum für Wasserkraft.

Eine Wanderung, die sich auf jeden Fall lohnt geht in das Dorf Sineti, das sich in einer wunderschönen Schlucht befindet. In der Nähe befindet sich die Ortschaft Aidonia mit den turmähnlich gebauten Häusern, die auch einen Fußmarsch wert ist.

Neben dem  feine Sandstrande  „Tis Grias to Pidima“ befinden sich in Ormos auch der Milos-Strand. An diesem organisierten Sandstrand befindet sich eine Surfstation. Die Ostküste mit ihren Westwinden ist ein optimales Surfrevier, auch für Könner.  Ein weiterer schöner Sandstrand ist der weniger frequentierte Vidgi-Agia-Ekaterinis-Strand. Diese drei zusammenhängenden Strände bilden den längsten Sandstrand der Region

 

Kapania - Taubentürme

Wer mit offenen Augen über die Insel wandert, erspäht allerlei architektonische Kleinode, wie etwa die venezianischen Taubentürme in der Nähe des Dorfes Kaparia. Die wohl größte Konzentration von reich mit Schmuckbändern verzierten Taubentürmen  befindet sich auf der griechischen Kykladeninsel Tinos.  Kapania liegt im Süden der Insel und ist eine derer Ortschaften, in die der Tourismus noch nicht eingezogen ist.

Es waren früher überwiegend Adlige bzw. Großgrundbesitzer, denen die Taubenhaltung vorbehalten war. Erst  in jüngerer Zeit durften auch weniger begüterte Bürger Tauben halten und züchten. Im Mittelalter hatte die Taube eine  besondere Bedeutung und galt auf dem Speiseplan der Wohlhabenden als Delikatesse. Das Recht zur Taubenhaltung hatten nach dem  fränkischen Gesetz - dem Droit de Columbier - lediglich die Lehnsherren.  Auf der Kykladeninseln  herrschten die  Venezianer über 500 Jahre hier wurde dieses Recht angewandt. Nach dieser Zeit, also nach dem Niedergang der venezianischen Macht, während der  Türkenzeit, durfte dann jeder Landbesitzer Tauben halten und verwerten. Vermutlich entstanden die meisten Taubentürme daher erst nach 1715. 

Die Taubenhäuser sind reich verziert. Es sind meistens einfache, schlichte Motive. Die Einflugöffnungen sind immer so angelegt, dass der kalte Nordwind (Meltemi) nicht ins Innere gelangen kann. Die Bauten ähneln den kubischen Wohnungsbauten, der Kykladen. Große Taubentürme können durchaus mehrere Geschosse hoch sein.  Wie man unschwer an deren Ruinen erkennen kann, sind die Brutnischen durch Aussparungen in den Innenwänden entstanden. Das Dach bestand meist ais naturbelassene Baumstämmen, über die dann große Steinplatten verlegt wurden. Um an die  Brutnischen zu gelangen, wird man vorwiegend Leitern benutzt haben.  An den meisten  Taubentürmen beginnen die Einflugöffnungen erst in einer Höhe von etwa zwei  Metern. Das war unbedingt einzuhalten, damit zum Beispiel Schlangen und Katzen nicht in das Innere gelangen konnten. Im Untergeschoss  waren meist landwirtschaftliche Geräte untergebracht, oder der Stall für Vieh.

Stavropeda

Stavropeda als Ortschaft ist nicht spektakulär. Innerhalb der Ortschaft gibt es nichts außergewöhnliches zu sehen. Der Tourismus hat hier bis auf einige Wanderer, oder Reisende auf Erkundungstour, die hier einkehren, noch fast keinen Einzug genommen. Was den Ort aber dennoch Erwähnungswert macht ist der Umstand, das hier der Ideale Ausgangspunkt für eine Wanderung zu der vom 10. Jh. v. Chr. bis Ende des 8. Jh. v. Chr. bewohnten alten Stadt Zagora. Die Zagora Halbinsel ist nach einer Wanderung von ca. 45 Minuten zu erreichen. Der Wanderweg, beginnt in Stavropeda. Der Weg ist gekennzeichnet nicht schwer aber sehr interessant. Die alte Siedlung befindet sich auf der steilen Hochebene, in einer  Höhe von ca. 160 m, auf der Halbinsel. Bei Ausgrabungen, die 1960 bis 1972 stattfanden, legte man einen großen Teil der alten Siedlung frei. Heute gilt es als bewiesen, das sie ca.  vom 10. Jh. v. Chr. bis ungefähr Ende des 8. Jh. v. Chr. Bewohnt wurde. Die Siedlung hatte eine starke Schutzmauer, die ca 110m lang,  2m bis 4.80m breit und 3m hoch, war. Den Eingang bildete ein großes Tor. Innerhalb der Siedlung, so vermutet man gab es ein Heiligtum, das im 8. Jh. v. Chr. hergestellt wurde. Diese soll bis  ins klassische Zeitalter bestanden haben. Obwohl die Siedlung schon drei Jahrhunderte vorher verlassen worden war. Die Überreste der Häuser zeigen, das sie mit Schieferplatten gebaut und ihre Dächer mit Schlamm bedeckt waren. Sie bestanden normalerweise aus einem großen rechteckigen Raum mit einer Feuerstelle. In der Mitte gab es einem separaten Lagerraum aus steinernen Stützen für die Aufbewahrung der großen Tongefäße, einem Stall und einem Hof. Besonders interessant hierbei ist, dass die gleiche Techniken  beim Bau von der Bauernhäuser noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts angewandt wurde. Wichtige Funde der Grabung,  sowie eine Darstellung eines Hauses und des Heiligtums werden im Archäologischen Museum in Andros (Chora) ausgestellt.

Apoikia

7,5 km nördlich von Chora, liegt Apoikia, an einer Asphaltstraßen von Andros nach Stenies und Apikia führt. Der Ort befindet sich etwas im Inselinneren. Bekannt wurde der Ort vor allem dank der natürlichen Quellen Sariza und Pithara, ein Ökosystem von natürlicher Schönheit mit kleinen Seen und Wasserfällen, von wo Sie einen wunderschönen Ausblick auf die ganze Landschaft von Andros haben. Apoika ist bei weitem kein touristischer Ort, doch in den vergangenen Jahren haben sich einige kleine Hotels, Pensionen und Appartmentanlagen hier angesiedelt. Die Tavernen des Ortes verwöhnen sie mit Spezialitäten der Insel und um sie herum die fast ungeheurer Natur, Mineralquellen und ein Strand in der Nähe. Der  "Jalia" Strand von Apoika ist ideal zum  entspannen. Die Bewohner des Ortes arbeiten zum kleinen Teil im Tourismus, aber die meisten sind in der Landwirtschaft beschäftigt.

Eine sehr eindrucksvolle, nicht zu anspruchsvolle Wanderung hat ihren Ausgangspunkt in der Ortschaft. Von Apikia aus führt sie zunächst nach Stenies. Ihr Weg geht  vorbei an dem Festungshaus, dem Waschhaus und der Nudel Fabrik weiter nach Andros. Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind zum einen das Kloster Agios Nikolaos Neos.  Das byzantinischer Kloster gründete man im 11. Jh. und wurde 1760 renoviert. Es ist dekoriert mit wunderschönen Fresken und Wandmalereien. Das Innere des Gebäudes besteht aus einem Bogen und einer heiligen Glocke, es hat klare Linien und durch die Restaurierung erstrahlte es wieder im neuen Glanz. Die wunderbar duftende Ikone „Die Wurzeln der Jungfrau Jesse“ befindet sich seit dem 15. Jh. im Kloster. Von hier aus haben sie einen wunderschönen Ausblick bis weit auf das Meer. Sie finden das Kloster oberhalb der Straße Andros-Stadt – Vourchoti , 3km von Apikia.  

Kapsohari, Zoodochos Pigi Kloster

Kapsohari ist eine eher unbedeutende Ortschaft an der Westküste nahe von Batsi. Dennoch ist hier in den Sommermonaten der eine oder andere Tourist, zu sehen, denn nahe des Dorfes befindet sich das bedeutendste Kloster der Insel, das die meisten Besucher der Insel besuchen. Mit zunehmenden Tourismus das heißt mit größer Anzahl an Touristen, die das Kloster besuchen, wurde der Ort mehr und mehr frequentiert. In folge dessen haben sich einige Tavernen, Cafés, Pensionen und Geschäfte niedergelassen. Dennoch ist die Landwirtschaft in dem Ort wichtig geblieben.

Das Kloster Zoodochou Pigis ( Lebenserweckende Quelle) auch Agias-Kloster von den Insulanern genannt, liegt oberhalb der Straße von Batsi nach Gavrion. Folgen sie den Hinweisschildern die beim Strand von Kypri beginnen. Das Kloster war einst das größte auf der Insel. Es beeinflusste maßgeblich die Wirtschaft des Ortes, der im Mittelalter sehr viel bedeutender war. Während der türkischen Besatzung, fand man hier Ruhe, Kinder wurden von Mönchen unterrichtet, Babys getauft – kurz das Kloster war ein Stückchen Freiheit. Wann das Kloster gebaut wurde, weiß man nicht genau. Es gibt darüber keine Überlieferungen. Nach unbestätigten Quellen, sollte hier zu byzantinischer Zeit eine Schule gewesen sein und erst im Jahre 842 machte Kaiserin Theodora ein Kloster daraus. Es wird auch berichtet, dass viele adlige Leute dort zur Schule gingen, die viele Priester, Bischöfe und sogar Patriarchen hervorbrachte. Das Kloster wird zum ersten Mal in einem Dokument erwähnt, das bis 1400 zurückgeht. Doch bei der Analyse der Ikonen, Fresken und Wandmalereien, stellte man fest das es hier einige Ikonen vor 1325 gibt. Seit dem geht man davon aus, das das Kloster etwa in dem Zeitraum um 1325 errichtet wurde. Die Kirche des Klosters gebaut im byzantinischen Stil mit einem holzgeschnitzten Ikonenwand und Malereien, die in der spätbyzantinischen Zeit zu datieren sind. Es gibt auch Ikonen aus dem 14. und 16. Jahrhundert, die zT bis heute noch gut erhalten geblieben sind. Im 16. Jh. Wurde der komplette Komplex restauriert. Im 20. Jh.,  wurde seine ursprüngliche byzantinische Form geändert. 1928 nach einer erneuten Renovierung,  wurde es zu einem Nonnenkloster und ist es bis heute geblieben, auch wenn heute nur wenige alte Nonnen dort leben. Das Kloster beherbergt eine große Bibliothek mit Büchern und Manuskripten, ein Museum mit heilige Gewänder und eine kleine Kollektion aus prähistorischen Werkzeugen. Das Kloster feiert jedes Jahr, am ersten Freitag nach Ostersonntag seinen Namenstag. Wenn sie zufällig an diesem Tag auf Andros sind sollten sie dieses Fest nicht verpassen..

Menites

Mentis liegt etwas im Inselinneren, der Ostküste, südwestlich von der Inselhauptstadt. Menites ist ein sehr grünes, wasserreiches Dorf mit diverse Quellen, vielen Gärten und großen Platanen, landschaftlich gesehen eine Augenweide für jeden Naturfan. Aufgrund seiner Nähe zu Chora haben sich hier einige kleine Pensionen und Appartmentanlagen, Cafés, Tavernen und Geschäfte angesiedelt. Doch von einem touristischen Ort zu reden, währe falsch. Dennoch ist der Ort genau das richtige Domizil für Naturliebhaber, die das typisch griechische Leben genießen wollen und den Strand nicht direkt vor der Türe benötigen. Mentis ist der Ideale Ausgangspunkt für Wanderungen und Spatziergänge in die fast unberührte Natur. Wenn sie hier Residieren oder durch Mentis fahren sollten sie es nicht verpassen einen Blick in die Kirche Taxiarchis Melidas in Ortskern von Menites zu werfen. Wunderschöne Fresken, Wandmalereien und Ikonen zieren die Wände des Gotteshauses.

Die Quellen von Menites, deren frisches Trinkwasser aus steinernen Löwenköpfen fließt, gehören denn auch zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel Die Löwenköpfe wurden einst von den Venezianern gebaut, die Mentis als Naherholungsgebiet nutzten. Der Legende nach soll Dionysos in Paleopolis, der früheren Hauptstadt der Insel, zu einem Fest gekommen ist, und dort das Wasser zu Wein gewandelt hat. Die einen Sagen er solle das Wasser von Mentis geholt haben. Andere behaupten, das er vermutlich nicht in Mentis war, weil er reiste grundsätzlich nur mit dem Schiff reiste. Wenn man jedoch diese Quellen sieht, könnte man sich Vorstellen, das Dionysos, der Schutzpatron von Ándros, hier war. Wegen der sauberen Quellen haben sich hier einige Nachtigallen niedergelassen, deshalb spricht man auch von den Quellen der Nachtigallen.

Stenies

Die kleine Ortschaft Stenies liegt ca 6 km nördlich von Chora, etwas im Inselinneren. . Eine gute asphaltiert Straße verbindet die beiden Orte. Einst nannte man den Ort, mit seinen großen Platanen und der Quelle, deren Wasser in kleinen Kanälen zwischen den Häusern fließt, auch „Dorf der Kapitäne“ Viele der Bewohner waren Seefahrer, einige sogar in Amerika. Viel von Ihnen, sind wieder in das liebenswerte Dorf zurück gekommen. Aufzeichnungen haben gezeigt, das die ersten Bewohner des Ortes um 1880 herum Stenies verlassen haben die, um das Kapitänspatent zu machen. Das wurde zur Tradition, plötzlich wollten alle Kapitäne werden. Bis heute noch sind die Bewohner des kleinen Bergdorfes stolz auf ihre ruhmreichen Seefahrer, denn die Männer auf See verdienten viel Geld, welches sie nach Stenies brachten und so wuchs das  heimatliche Dorf unverhältnismäßig schnell.  Irgendwann gab es fünf Kafeneions in Stenies,  vier Bäcker, einen Friseur, einen Zahnarzt, mehrere Läden, einen Tischler, und unten am Fluss drehte sich die größte Wassermühle des Balkans und mahlte das Getreide. Von einem armen Dorf konnte jetzt keiner mehr sprechen. Die Kapitäne,  die viel mit den Engländern zu tun hatten brachten ihren Frauen englische Stoffe, englischen Tee, englische Schuhe, englische Bücher filigrane Ohrringe, große Broschen aus Gold, Ringe mit leuchtenden Steinen von ihren Reisen mit.

Stenies ist eines der schönsten Dörfer der Insel. Stenies verlockt Sie bestimmt mit ihren reizenden und zahlreichen Villen. Deshalb nennt man das Dorf auch Millionaersort – Villen Reicher Griechen - zurückgesetzte, von Bäumen umgebene, in ihrer Farbe der Umgebung angepasste Steinhäuser, wechselten sich mit freistehenden, weiß getünchten, die Täler oder den Berghang dominierenden Villen ab. Die Griechen haben sich hier ihre Sommerresidenzen gebaut. Wegen seiner nähe zu Chora ist auch der internationale Tourismus ein wenig in den Ort eingezogen. Einige Pensionen, Apartmentanlagen, Cafes, Tavernen und Geschäfte haben sich niedergelassen. Stenies ist der Ideale Ausgangspunkt für einige schöne Wanderungen und Spatziergaenge, zB. Zu der berühmte Quelle von Sarisa. Wenn sie hier sind sollten sie es auf keinen Fall verpassen sich die Löwen Brücke und den Bisti-Mouvela Turm in Stenies anzuschauen. 

Flaika, Panagrantou-Kloster

Das Bergdorf  Flaika befindet sich an den nördlichen Hangen des Berges „Gerakones“. Das Dorf wäre gänzlich unbekannt, gäbe es etwas außerhalb nicht das Panachrantou Kloster. In und um das Dorf gibt es einige Tavernen und Cafés zur. Übernachtungsmöglichkeiten

Das Kloster stammt aus dem 9. Jh. Der Schutzheiliger des Klosters ist der Heilige Panteleimon und der zweite Namengeber der Insel. Seinen  Namentag feiert man hier jedes Jahr am 27. Juli, mit Zeremonien, viel Wein, Tanz und Souvlakis in rauen Mengen. Von der ganzen Insel und vom Festland kommen  Griechen um das eindrucksvolle Kirchenfest, zu feiern. Unser Tipp, wenn sie an diesem Datum auf der Insel verweilen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und auch nicht orthodoxe sind hier sehr willkommen.

Das Kloster wurde im 10. Jahrhundert vom byzantinischen Kaiser Nikiforos Fokas errichtet, so steht es in Überlieferungen.  Das Gebäude, ist von einer starken Schiefermauer umgebenen.  Im Inneren des Klosters werden einige wertvolle Relikte aus vergangener Zeit ausgestellt. Zwei schone Wandmalereien des 18. Jh. gibt es in der kleinen Kirche aus der byzantinischen Zeit zu sehen. Die Ikone von Panachrantos befindet sich an der südlichen Tür des Heiligtums, ist versilbert und von vielen Spenden der Gläubigen umgeben. Links von davon befindet sich  die Ikone vom Heiligen St. Panteleimon, der  Stolz des Klosters.  Aufgrund seiner Lage kann man von dort oben eine einmalige Aussicht auf Hora genießen. Heute leben nur noch wenige Mönche in dem wunderschönen Kloster. Das Kloster Panachrantou können Sie aber auch per Auto über Sineti und Mesa Vouni erreichen. Sehr sehenswert, sind auch die Überreste der  Burg Apano Kastro bei Falika aus der Ritterzeit.

Messaria

Südwestlich von Chora, im Inselinneren befindet sich das typische mittelalterliche Dorf Messaria. Hier gibt es in den schmalen Gassen, einige Pensionen und Appartementanlagen. Für das leibliche wohl einige Tavernen und Cafés. Einige Geschäfte, eine Tankstelle runden das Bild ab. In diesem Dorf sind alle diejenigen gut aufgehoben, die gerne Wandern, das griechische dörfliche Leben lieben und den Strand nicht direkt vor der Haustüre brauchen. Wenn sie die Ruhe leiben und auf Massentourismus verzichten können, ist das ihre perfekte Urlaubsresidenz. Einst war Messaria das mittelalterliche Zentrum der Insel. Deren Zentrum bildete die byzantinische Kirche Taxiarchis Michail, aus dem Jahre 1158.

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