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Sehenswertes und Ortschaften auf der Insel Chalki im östlichen Mittelmeer, Dodekanes, Griechenland

Chalki, Emborio, Nimborio ((Εμποριό)

Die Insel Chalki ist sehr klein und verfügt nur über einen erwaehnenswerten Ort. Der ist jedoch einen Besuch absolut wert.  Der Ort Chalki, wie ihn die Insulaner nennen, bietet Postkarten-Idylle. Malerisch zieht sich die  Ortschaft , die offiziell Nimborio oder Emborio genannt wird,  hufeisenförmig um den Hafen herum , den Berghang hoch. Frueher wares es zwei Orte, Emborio, der Hafen und Chalki, das Dorf am Hang. Ueber die Jahre sind sie zu einem romantischen griechischen Staedtchen zusammengewachsen.

Heute zählt der gesamte Ort der Insel nur noch knapp über 300 Bewohner, Tendenz sinkend.  Das dörfliche Leben spielt sich den Kaffeehäusern oder hervorragenden Tavernen, mit Panoramablick auf den Hafen ab. Die Häuser von Chalki (am Berghang), wie auch die von Symi und Kastellorizo, weisen eine neoklassische Architektur auf, die sie von anderen Dörfern der griechischen Inseln deutlich unterscheidet. Die Häuser hier sind nicht schneeweiß sondern in zarten Pastellfarben, und ihre Vorderfassade gleicht einem Tempeleingang. Viele der Häuser Villen der Kapitäne und Schwammtaucher. Heute sind viele dieser einstigen Prachtbauten verlassen und drohen einzustürzen, dennoch sind sie Zeugen für der Reichtum der Insel vergangener Tage,

Tourismus gibt es, aber von einer regelrechten Touristischen Infrastruktur, zu reden wäre falsch. Es gibt in der Ortschaft  einige Tavernen, die Unterkünfte anbieten oder über Reiseagenturen vermitteln. Im Laufe der letzten Jahre haben sich einige Appartmentanlagen und ein Hotel angesiedelt. Doch fast alle Quartiere sind über eine britische Agentur vorbelegt.

Glanzstück ist, die Hafenstadt mit seinen weißen Häusern, die jedes Jahr vor Ostern frisch gekalkt werden. Emporio hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt, denn die alten Häuser dürfen nicht abgerissen werden. Direkt am Hafen, entlang der schönen Promenade,  reihen sich die Tavernen aneinander, nach Diskos und Touristenbars müssen Besucher lange suchen. Chalki zieht Touristen an, die Ruhe und Einsamkeit suchen. Vom Trubel vieler anderer griechischer Inseln ist nichts zu spüren. Der Hafen selber ist von Fischern dominiert. Die hier ihre Netze flicken, bevor es wieder auf See geht. Man sieht einige wenige Jachten. Trubel ist hier nur angesagt, wenn die groesseren Schiffe kommen, die Chalki mit dem Festland und den anderen Insel verbinden. Wenn das Schiff beginnt in die Hafenbucht einzufahren kommen sie aus allen Ecken. Die einen um Ihre Familie, die woanders lebt und arbeitet zu begrüßen, wieder andere warten auf ihre Touristen. Die meisten warten aber auf Ware, die sie bestellt haben. Schnell wird alles für den täglichen Bedarf ausgeladen, damit die Insel wieder einige Tage versorgt ist.

Insel Chalki Taverne Chalki

Zwei Denkmäler erinnern auf dem Hafengelände an den Kampf des griechischen Volkes gegen die italienischen und deutschen Besatzer, deren Vertreibung 1945 die Rückkehr der Inseln des Dodekanes zu Griechenland 1948 ermöglichte.

Überragt wird der Ort von einem alten Uhrturm, den man gerne für einen Kirchturm halten möchte, der aber tatsächlich niemals diese Funktion erfüllte. Dieser  Turm ist der mehr als 200 Jahre und sehr sehenswert. Man munkelt, es sei eines der meist fotografiertesten Gebäude der Insel.

Die zweite Sehenswürdigkeit im Hafen ist die Kirche Agios Nikolaos. Diese alte Kirche fällt viel weniger ins Auge, als der Uhrenturm. Sie ist äußerlich sehr unauffällig, doch ihr Inneres entpuppt sich als äußerst prunkvolles Bauwerk, das zudem erst in den letzten Jahren sorgfältig restauriert wurde. Wunderschöne Fresken und Wandmalereien, sowie einige wertvolle Ikonen, machen dies Kirche so reizvoll. Leider bislang noch nicht wiederhergestellt wurden,  die aus den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammenden und teilweise zerstörten Steinmosaike, die den Kirchenvorplatz dekorieren. Vor einige Jahren, als die Bauarbeiten an der Agios Nikolauskirche stattfanden wurden die Bauarbeiten an einer neuen Kirche außerhalb Nimborios eingestellt, denn beide Vorhaben ließen sich nicht gleichzeitig finanzieren.

Chorio

Wer bei seinem Chalkiurlaub etwas Kulturelles sehen möchte, der sollte etwas weiter zum verlassenen Dorf Chorio laufen, denn das ist außer dem Hauptort der Insel, der einzige erwähnenswerte Ort, auch wenn er heute nahezu  unbewohnt ist. Dieses mittelalterliche Dorf befindet sich ca 35 Min Fußweg westlich von Chalki. Das Dorf erreichen sie über den  Tarpon Springs Boulevard, eine befestigte Straße, die direkt von Emporio ins Landesinnere und zu den Ruinen der verlassenen ehemaligen Hauptstadt der Insel führt.  Die Siedlung hatte sich einst etwas landeinwärts auf einem leichten Hügel niedergelassen. Im Mittelalter geschah das häufig, denn so waren die Dorfbewohner sicherer vor den plündernden Piraten. Chorio war bis ins frühen 19. JH hie Hauptstadt der Insel. Heute sind es fast nur Ruinen, die es zu sehen gibt. Nur einmal im Jahr erstrahlt der Ort wieder im alten Glanz. Am 14 August, fiebert man das Kirchweihfest der  Jungfrau Maria. Dafür wird die prunkvoll geschmückte Kirche geöffnet und im Ort wird gefeiert und getanzt.

Chorio ist unterhalb der Ruine einer Johanniterburg, gelegen. Vom ehemaligen Dorfplatz aus schlängelt sich ein Pfad durch die Ruinen hoch zur mittelalterlichen Johanniterburg. Felsklumpen flankieren den Weg. Hier zeigen sich  die kleinen Schönheiten der Insel, zwischen einiger  Felsritzen sprießt wilder wohl riechender Oregano und auch andere Kräuter oder kleine Blumen, zwängen sich zwischen den Steinen hervor. Am Ende des etwas mühsamen Weges,  wartet die Belohnung auf den Besucher. Die Wehrmauern und Zinnen sind teilweise gut erhalten. Ein Torbogen führt auf die andere Seite der Festung - und gibt den Blick frei auf das Meer. Ein unbeschreiblich schöner Ausblick erwartet sie Schauen sie weit auf das Meer, bis hin zu den Konturen Insel Rhodos

Innerhalb der Burgmauern befinden noch sich noch sehenswerte Überreste einer byzantinischen Burgkapelle. Einige der kunstvollen  Fresken kann man noch erkennen. Einst müssen sie eindrucksvoll gewesen sein, denn noch heute strahlen die Reste der menschlichen Gesichter, die auf den Wandmalereien, zu sehen sind dehr viel Wärme aus. Rechtzeitig gerettet wurde dagegen eine Jahrhunderte alte Ikone, die heute in der Agios Nikolaos Kirche am Hafen bewundert werden kann.

Noch immer scheint das Kastell über Horio, zu wachen. Heute stehen zwar nur noch einige Ruinen, dennoch kann man die Macht der Johanniterburg, die mehr als  600 Jahre hier thront erahnen. Heute weiden leider nur noch einige  Schafe und Maultiere dort, wo einstmals die Menschen zu Füßen des Kastells und verborgen hinter einer Bergkette Schutz vor Seeräubern und feindlichen Kriegsflotten suchten, die über Jahrtausende Chalki bedrohten.

Kloster Agios Ioánnis.

Weiter im Landesinneren liegt das Kloster Ágios Im kargen Braun der Hügel blenden die weißen Wände fast. Das Kloster wird noch immer bewohnt, Gäste können hier ein Glas Wasser trinken oder die kleine Kapelle besuchen, oder sogar übernachten. Eine gewaltige Platane streckt ihre Äste über den Innenhof und spendet Schatten - eine Seltenheit auf der Insel. Die Klosterkapelle ist geschmückt mit Fresken, Wandmalereien und einigen Ionen. Hier weit weg des normalen Insellebens hören sic nichts, was sie an die heutige Zivilisation erinnert. für jemand, der die Natur liebt, gut zu Fuß ist, Festes Schuhwerk dabei hat und es gerne unglaublich still mag ein erholsamer Trip ins Hinterland der Insel. Um zu dem Kloster, zu gelangen sollten sie jedoch gut zu Fuß sein. Vom Hafen aus laufen sie ca 2.5 Stunden her. Auf dem Weg gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

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