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Die Insel Chalki

Chalki (oder auch Halki, Khalki, Χάλκι) ist eine kleine Insel westlich von Rhodos und gehört zu der Inselgruppe der Dodekanes. Die Entfernung zum Kap Monolithos auf Rhodos ist nur ca 9 Kilometer, bis zur Küste der Nachbarinsel Alimia sind es in Richtung Osten etwa 6 km.. Chalki hat eine Gesamtfläche von  28 km². Ihre Küstenlinie misst ca  34 km. Auf der Ägäis-Insel wohnen ca 500 Menschen. In den Sommermonaten kommen bis zu 700 Touristen dazu.  Es gibt 20 Lehrer für weniger als 50 Schüler, 15 Autos und ein Taxi.

Früher wurde die Insel als „mittlere der Prinzeninseln“ bezeichnet. Der Inselname Chalki ist abgeleitet von griechischen Wort für Kupfer. In der Antike wurde selbiges hier abgebaut. In dieser Zeit lebten hier ca 8.000 Menschen. Damals war Chalki noch bewaldeten und auf der niederschlagsreichen Insel wurde vor allem Weizen angebaut.

Chalki war in der Ägäis zusammen mit den beiden Inseln Symi und Kalymnos lange Zeit das Zentrum der Schwammtaucherei,  die einen  großen Teil der Bevölkerung ernährte. Damals soll es ein reiches Eiland gewesen sein.  In letzten Jahrhundert mit zunehmender Industrialisierung wurde das Schwammfischen  hier aufgegeben, weil sie sich nicht mehr lohnt. Mit dem aufkommenden Ende dieses Wirtschaftszweigs verließen viele Einwohner die Insel und wanderten in die USA aus, vor allem nach Florida. Dort gründeten sie den Ort Tarpon Springs, den Ort der Schwammfischer.

Seit 1983 hat die Insel noch einen offiziellen Beinamen, den seit dem darf sie sich auch  die "Insel des Friedens und der Freundschaft",nennen.

Hafenfront von Halki

Nach den damaligen glanzvollen Zeiten ist die Insel heute von Verfall gekennzeichnet. Die Einwohner leben heute von Tourismus und einige vom Fischfang. Den Hauptteil ihres Fanges liefern die Fischer nach Rhodos-Stadt, doch es herrscht auf Chalki immer noch eine ausreichende Auswahl. Billig ist Fisch allerdings nicht gerade, zumal die Fischer ihre Monopolstellung weidlich ausnutzen. Seit einigen Jahren gibt es an der Küste der Insel Chalkis eine Fischfarm. Die hat einige Arbeitsplätze geschafft. Diese Fische werden auf die benachbarten Inseln, vor allen nach Rhodos verkauft. Seit den frühen 90-ziger hat der Tourismus Einzug auf der Insel gehalten. Der größte Teil der Bevölkerung lebt heute davon. Dennoch von einer touristischen Infrastruktur zu sprechen, wäre zu viel. Es gibt ein Hotel, einige Appartmentanlagen  und kleine Pensionen, Restaurants, Cafés, Bars und einige Geschäfte. Es gibt auf Chalki jedoch keine Bank. Nahezu alle Appartements sind von britischen Pauschalveranstaltern gebucht. Somit ist der Tourismus der kleinen Insel vom Englischen Leben geprägt worden ( Restaurants, Bars und Café). Den zweiten Teil der Urlauber sind Griechen, die auf dem Festland arbeiten und in den Sommermonaten in ihren eigenen Häusern Urlaub machen. für Urlauber anderer Nationalitäten ist  Chalki fast immer nur eine Durchgangsstation. Diese Insel liebt oder Hasst man, dazwischen gibt es nichts. Spätestens nach zwei oder drei Tagen kehren die meisten Touristen der Insel regelmäßig den Rücken. Die Gründe dafür sind einfach zum einen gibt es nach 2 Tagen nichts wirklich neues, zu sehen, zum anderen ist hier nicht viel los, und besonders aktive Urlauber langweilen sich. Die Ausnahmen lassen sich im Verlauf einer Saison leicht an beiden Händen abzählen.. Wer allerdings ausharrt, will sich bald am liebsten gar nicht mehr von Chalki trennen, so sehr hat die Insel und ihre recht gastfreundlichen Bewohner sie in ihren Bann gezogen.

Wenn sie jedoch Ruhe pur suchen und die  unendlich scheinende Bergwelt der Insel zu Fuß erleben möchten, dann können sie hier einige traumhaft schöne Tage verbringen. Chalki ist insgesamt recht bergig; die höchsten Berge sind Maistros (593 m), Profitis Ilias (578 m), Elias (518 m) und der Kapnikari (501 m). Also schon eine Herausforderung an Wanderfreunde.

Chalki besteht aus einer Ortschaft, die den gleichen Namen trägt. Der Ort hat etwa 300 Einwohner. Der Hafen heißt Emborio. Interessant ist die eigentümliche Architektur der Insel, in dem Gegensatz zu den üblichen weißen Häusern der Dodekanes Inseln findet man auf Chalki Häuser in Pastellfarben und mit einem tempelartigen Vorderfassaden.

Auf den ersten Blick gleicht die Insel einem kargen Steinhaufen. Doch genau darin liegt der Charme Chalki. Die Insel ist sehr wasserarm. In den heißen Sommermonaten muss das kostbare Nass aus Rhodos kostspielig herangeschafft werden. Weil kaum Landwirtschaft auf der Insel betrieben wird, muss nahezu alles auf die Inselgebracht werden. Einzig geblieben ist nur und die Schaf- und Ziegenzucht. Selbst der Olivenanbau lohnt, wegen der Wasserarmut nicht mehr und sind viele Olivenhaine verwildert. Nur Stümpfe verfallener Ölmühlen künden noch von alten Zeiten. Diese schlechten Versorgungslage ist der Grund dafür, das es auf Chalki ein deutlich höheres Preisniveau als auf Rhodos gibt. In den Wintermonaten, wenn es mehrere Tage stürmt, kann es durchaus sein, dass hin und wieder bestimmte Waren nicht erhältlich sind und somit der Speisezettel spürbar schmaler wird.

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