Sie sind hier: Griechenland - Epirus

Epirus

Obwohl Griechenland schon seit Jahrzehnten zu den touristischen Hauptreisezielen gehört, gibt es in dem wunderschönen Land der Hellenen immer noch Gebiete, die, zumindest was den Tourismus betrifft, weiße Flecken auf der Landkarte darstellen. Zu diesen weißen Flecken auf der griechischen Landkarte gehört die Region Epirus. Während die meisten Besucher Griechenlands entweder zum Badeurlaub auf eine der zahllosen Inseln fahren oder die weltberühmten Sehenswürdigkeiten aus der Antike besichtigen, finden nur wenige ihren Weg nach Epirus.

 

Die Region befindet sich im äußersten Nordwesten Griechenlands. Im Norden bildet die Provinzgrenze gleichzeitig die Staatsgrenze zu Albanien. Im Westen verläuft die Küste des Ionischen Meeres. Durch ihre Abgeschiedenheit und Nachbarschaft zur ehemaligen stalinistischen Volksrepublik Albanien schlummerte Epirus lange Jahre einen tiefen Dornröschenschlaf. Jetzt aber beginnt es, aufzuwachen. Die Zeiten haben sich zum Vorteil von Epirus geändert. Nicht nur beschreitet der ehemalige feindliche Nachbar im Norden nun den Weg zur Demokratie, die Einstellung der Menschen zum Tourismus insgesamt hat sich geändert. Immer mehr wollen den Weg des sanften und nachhaltigen Tourismus gehen. In ihren wohlverdienten Ferien suchen sie Erholung und Entspannung in naturbelassener Umgebung und nicht Massenbelustigungen in übervollen Diskotheken.

 

Alle Naturliebhaber sind in Epirus genau richtig. Die Region ist deutlich grüner als die anderen Gegenden Griechenlands. Das liegt daran, dass ein großer Teil von Epirus durch dichte Mischwälder bedeckt ist. Die Region ist nur spärlich besiedelt und gehört zu den ärmsten Gebieten Griechenlands. Epirus ist gebirgig. An der Küste erreichen die Gebirgsketten Höhen von über 2.000 Meter und fallen steil zum Meer ab. Der Berg Pindos ist mit fast 2.200 Metern der höchste Berg von Epirus und liegt im Osten der Region. Im Landesinneren sind die Berge weniger hoch. Die meisten Gipfel dort erreichen etwa 1.500 Meter Höhe. Epirus ist gegensätzlich zu anderen Gebieten Griechenlands, die unter Trockenheit zu leiden haben, recht wasserreich. In dem relativ kleinen Gebiet existieren 5 größere Flüsse, die, bis auf einen, in Nord-Südrichtung fließen. Allein der Aoos fließt von Südosten nach Nordwesten und mündet im benachbarten Albanien in die Adria.

 

Schon die kurze Beschreibung im vorangehenden Text unterstreicht die Behauptung, dass Epirus ein verborgenes Juwel ist. Der Tourismus konzentriert sich im Wesentlichen auf die Küstenregion und auf einige kleine Bergdörfer im Landesinneren. Die moderne Zeit und die Globalisierung machen aber auch um Epirus keinen Bogen. Die Hafenstadt Igoumenitsa war einst nur ein verschlafenes Fischerdorf. Heute ist es der größte Fährhafen Nordgriechenlands mit täglichen Verbindungen nach Italien (Ancona, Venedig, Brindisi, Bari) und innergriechisch nach Patras. Dort beginnt auch die neue Autobahn, die Igoumenitsa mit der Hauptstadt der Region, Ioannina verbindet und weiter bis in die Türkei führt. Die Autobahn wurde erst 2009 fertiggestellt.

 

Touristen brauchen aber keine Angst zu haben, dass mit diesen Bauvorhaben die herrliche Natur von Epirus gefährdet wird. So wünschenswert die Entwicklung auch für die Ökonomie der Gegend ist, beschränkt sie sich auf die Hafenstadt und ihre unmittelbare Umgebung. Nur wenige Kilometer davon entfernt, kann man auf der Terrasse seines kleinen Hotels sitzen und gemütlich einen Cocktail schlürfen, während am Strand Kinder spielen und in den Wellen planschen. Bei einem Sundowner kann man geruhsam zusehen, wie die Sonne im Ionischen Meer versinkt. Für aktive Urlauber gibt es in Epirus viel zu unternehmen, von Wandern und Radfahren bis hin zu verschiedenen Arten von Wassersport. Die Region eignet sich großartig für Individualtouristen, die es lieben, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen.

  Teilen

Anzeigen

Tipps und Reiseinformationen
Urlaubsorte werden meist nach dem Wunschdenken ausgewählt und weniger nach dem, was die Gesundheit ausmacht. Das ist nun einmal so. Dass sich der Körper mit seinen Organen schon bei extremen...
Akklimatisation, auch Akklimatisierung genannt, ist die Anpassung der menschlichen Organe an klimatische Veränderung. Das ist meist dann der Fall, wenn man sich als Urlaubsziel Orte sucht, die de...