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Mausoleum

Der Begriff Mausoleum leitet sich vom Namen des persischen Satrapen (Statthalters) Maussolos von Karien in Kleinasien ab. Maussolos regierte zwar im Namen des persischen Großkönigs, war aber ein Grieche und weitgehend frei in seinen Entscheidungen, da zu seiner Zeit die persische Herrschaft nur locker war. Er gab ein prächtiges Grabmal für sich selbst in Auftrag, das aber erst nach seinem Tod durch seine Witwe Artemisia fertiggestellt wurde. Der Name des Maussolos übertrug sich auf sein Grabmal. Seitdem werden solche Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten Mausoleen genannt. Wegen seiner Größe und künstlerischen Gestaltung zählte das Grabmal des Maussolos in der Antike zu den 7 Weltwundern.

 

Aussehen und Bedeutung

Das genaue Aussehen des Mausoleums ist nicht mehr bekannt, da das Bauwerk im Laufe der Jahre durch Erdbeben beschädigt wurde und einstürzte. Die Überreste dienten danach als Steinbruch für die Errichtung neuer Bauwerke. In der heutigen Zeit sind nur einige Teile des Frieses und der Fundamente erhalten geblieben. Das frühere Aussehen kennt man nur aus den Beschreibungen antiker Autoren. Das Gebäude war etwa 50 Meter hoch und stand auf einem hohen quadratischen Sockel als Fundament. Darauf stand eine Säulenhalle mit pyramidenförmigem Dach mit einer Figurengruppe an der Spitze. Das Gebäude war mit Reliefs geschmückt, an deren Gestaltung bedeutende zeitgenössische Bildhauer mitwirkten. Das bekannteste Beispiel eines noch existierenden Mausoleums ist der Taj Mahal in Indien.

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