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Kavala - die zweitgrößte Stadt Makedoniens

Kavala ist die zweitgrößte Stadt Makedoniens, ja sogar ganz Nordgriechenlands. Die Stadt verfügt über einen bedeutenden Fährhafen mit Verbindungen zu den Ferieninseln Thassos und Limnos und vielen anderen Inseln der nördlichen Ägäis. Unweit der Stadt liegt der internationale Flughafen Megas Alexandros. Von dort bestehen regelmäßige Verbindungen nach Athen. Der Flughafen wird auch von vielen Charterflügen aus Deutschland angeflogen. Obwohl Kavala eine Drehscheibe des Tourismus für die gesamte Region darstellt, ist die Stadt selbst ebenfalls ein bedeutender Ferienort.

 

Kavala hat etwa 70.000 Einwohner. Die Stadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und wurde bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus Thasos gegründet. Damals trug es den Namen Neapolis (Neustadt), eine im griechischen Sprachraum häufige Bezeichnung, den die Stadt bis zum Ende der römischen Herrschaft beibehielt. Während der byzantinischen Ära trug die Stadt den Namen Christopolis. Während der mehr als 500-jährigen Herrschaft der Osmanen gedieh die Stadt weiter. Die Festung aus byzantinischer Zeit wurde erweitert und ein Aquädukt zur Wasserversorgung gebaut. In der Neuzeit wuchs Kavala weiter, weil es Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche griechische Flüchtlinge aus Kleinasien aufnahm, die ihre Heimat als Ergebnis der griechischen Niederlage im griechisch-türkischen Krieg verlassen mussten. Die Flüchtlinge trugen durch ihren Fleiß und ihre Fertigkeiten wesentlich zum Wachstum von Industrie und Landwirtschaft der Stadt bei. Kavala ist heute ein Zentrum des Tabakhandels und der Tabakverarbeitung.

 

Kavala wurde von der Natur und der Geschichte begünstigt. Durch seine Lage an den Hängen einer schönen Bucht verfügt es nicht nur über einen ausgezeichneten natürlichen Hafen, von den meisten Teilen der Stadt hat man einen herrlichen Ausblick über den Hafen und die Bucht. Ganz in der Nähe, etwa 2 bis 5 Kilometer entfernt, liegen gute Badestrände. Ein Strand, der wegen der guten Wasserqualität sogar die "Blaue Flagge" trägt, grenzt praktisch an das Zentrum der Stadt an. An den meisten Stränden wird kein Eintritt erhoben. Sie sind mit öffentlichen Bussen und selbst zu Fuß gut erreichbar. An allen Stränden befinden sich Cafeterias, Tavernen und Restaurants, in denen man sich stärken kann.

 

Die wechselnden Herren der Stadt hinterließen viele Spuren ihrer Anwesenheit in Form von Baudenkmälern und historischen Sehenswürdigkeiten. Das alte Aquädukt, das bereits aus römischer Zeit stammt, führt Quellwasser aus den nahegelegenen Bergen in die Altstadt. Es ist fast 300 Meter lang. Während der osmanischen Herrschaft wurde die Kamares erneuert und erweitert. Bis heute bildet das vor Kurzem restaurierte Aquädukt ein Wahrzeichen der Stadt. Die Burg von Kavala dominiert bis heute die Halbinsel, auf der die Altstadt von Kavala liegt. Sie stammt aus der byzantinischen Zeit und wurde von den Türken erweitert und ausgebaut. Eine andere bedeutende Sehenswürdigkeit der Stadt ist das Imaret. Es war eine frühere wohltätige Einrichtung, die von Mehmet Ali, dem Gründer der letzten ägyptischen Dynastie für seine Geburtsstadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestiftet wurde. Einst befanden sich dort Altenheime, Bildungseinrichtungen und Studentenwohnheime, eine Moschee, türkisches Bad und eine Armenküche. Die Einrichtungen standen allen Bedürftigen offen. Nachdem es lange Zeit als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt wurde und dann leer stand, wurde dort 2001 durch einen einheimischen Investor ein Luxushotel eröffnet, das etwas von der alten Atmosphäre zurückbringt. In Kavala existieren mehrere Museen, von den das archäologische und das Tabakmuseum die bekanntesten sind.

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