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Kerkini See - Stausee im Norden Makedoniens

Der Kerkini-See liegt im Norden Makedoniens, nicht weit von der Grenze zu Bulgarien. Es handelt sich dabei nicht um ein natürliches Gewässer, sondern um Griechenlands drittgrößten Stausee. Dort wird der Fluss Strymonas (Struma) aufgestaut. Der Stausee, mit dessen Bau bereits 1932 begonnen wurde, der aber erst 1982 vollendet wurde, diente in erster Linie dem Hochwasserschutz der flussabwärts gelegenen Anlieger des Strymonas-Flusses. Gleichzeitig dient er auch zur Bereitstellung von Trinkwasser für die Großstadt Thessaloniki. Die Wasserfläche des Stausees verändert sich stark je nach Wasserführung der einmündenden Flüsse. Bei Vollstau ist der künstliche See etwa 37 Quadratkilometer groß und bis zu 35 Meter tief. Während das Westufer gebirgig ist, verlaufen die anderen Ufer größtenteils flach.

 

Da der Wasserstand des Stausees bedingt durch die jahreszeitliche Verteilung der Niederschläge (wenig Regen im Sommer) stark schwankt, bilden sich beim Fallen des Wasserstandes ausgedehnte Schlammgebiete. Diese Flächen bilden einen idealen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Insgesamt wurden bis jetzt mehr als 300 Vogelarten am Kerkini-See nachgewiesen, darunter 6 Reiherarten, Löffler, Pelikane, Braune Sichler und viele andere. Der Stausee ist ein wichtiges Rastgebiet für unzählige Zugvögel. Zudem wurden im Kerkini-See 30 Fischarten nachgewiesen. Im See bildeten sich ausgedehnte Bestände von Seerosen, die Fischen und Wasservögeln Lebensraum und Nahrung geben. Eine besondere Attraktion für Touristen bilden größere Bestände von Wasserbüffeln, die dort unter halbwilden Verhältnissen leben.

 

Vom Kerkini See aus kann man zahlreiche Ausflüge in die benachbarten Ausläufer der Rhodopen machen. Der europäische Wanderpfad E6 führt mitten durch das Dorf Rhodopolis, das gleichzeitig der Hauptort der Gemeinde von Kerkini ist. Die Gebirgsdörfer der Umgebung sind vom Tourismus bis jetzt noch so gut wie unberührt. Dort kann man das unverfälschte Landleben der Bewohner erfahren. In den umliegenden Bergen nisten seltene Greifvögel und am Stausee sollen sogar noch Wölfe vorkommen. In der Nähe der bulgarischen Grenze liegt das sogenannte "Roupel Fort", die größte griechische Gebirgsbefestigung während des Zweiten Weltkriegs. Das Fort mit seinen unterirdischen Gängen und einem kleinen Museum kann besichtigt werden.

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