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Die Stadt Pella

Die moderne Stadt Pella ist nur eine von 5 Gemeinden im gleichnamigen Gemeindeverband in Zentralmakedonien. Die Kleinstadt hat knapp 2.500 Einwohner. Die historische Bedeutung des Städtchens ist aber viel größer. Einst, in der Zeit der Antike, war Pella die Hauptstadt des Makedonischen Reiches. Vielen ist der Name noch aus dem Geschichtsunterricht als Geburtsort von Alexander dem Großen bekannt. Der berühmte antike Tragödiendichter Euripides starb dort. Während die Stadt zur Zeit Alexander des Großen ihre Blütezeit hatte, wurde sie nach der Eroberung durch die Römer ein unbedeutendes Landstädtchen. Das antike Pella wurde um das 1. Jahrhundert v. Chr. durch ein Erdbeben zerstört.

 

Die moderne Stadt Pella lebt im Wesentlichen durch ihre geschichtliche Bedeutung. Die Ausgrabungsstätte des antiken Pella liegt außerhalb der heutigen Stadt an einer vielbefahrenen Straße nach Thessaloniki. Die Ausgrabungen begannen schon in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und dauern bis zur Gegenwart an. Das freigelegte Areal ist riesig. Bis jetzt wurden die Agora (Marktplatz) und die angrenzenden Gebäude ausgegraben, desgleichen die ehemalige Akropolis. Die Freilegung der eigentlichen Wohnviertel dagegen steht noch aus. Die bisher freigelegten Überreste sind zumindest für den Laien wenig eindrucksvoll.

 

Für die Touristen interessanter ist ein Museum, das 2009 am Rande des Ausgrabungsgeländes eröffnet wurde. Dort werden die in Pella gemachten Funde wirkungsvoll zur Schau gestellt und für den Nichtfachmann verständlich erklärt. Zu den bedeutendsten Ausstellungsobjekten zählen wunderschöne Mosaikfußböden aus dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr., eine Büste Alexander des Großen, ein Hund aus Marmor und verschiedene kleinere Gegenstände aus Ton. Übrigens wurde durch einen Bauern in der Nähe von Pella das bisher größte bekannte Grab Griechenlands aus der Antike entdeckt. Es stammt aus der Zeit nach Alexanders des Großen.

 

Obwohl das moderne Pella kein touristisches Ziel für einen längeren Aufenthalt ist, lohnt sich ein Ausflug dahin für den geschichtlich interessierten Besucher auf jeden Fall. Es ist ein ganz eigenartiges Gefühl, an einem Ort zu weilen, an dem einst eine so berühmte Persönlichkeit wie Alexander der Große weilte. In Pella kann man Geschichte hautnah erleben.

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