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Makedonien

Der Begriff Makedonien ist auf der Balkanhalbinsel heiß umstritten. Im Zusammenhang dieses Artikels bezeichnet es eine geographische Region Griechenlands und den Teil des historischen Makedoniens, der heute auf griechischem Staatsgebiet liegt. Nördlich davon gibt es noch die Republik Mazedonien, eine ehemalige Teilrepublik des früheren Jugoslawiens. Ein kleiner Teil des historischen Makedoniens liegt in Bulgarien. Die griechische Region liegt im Norden des Landes. Nördlich davon grenzt Makedonien an Albanien, die Republik Mazedonien und Bulgarien. Im Süden bildet die Ägäis mit der Halbinsel Chalkidiki und der Insel Thasos die natürliche Grenze Makedoniens. In Bezug auf die Gesamtfläche ist Makedonien die größte Region Griechenlands.

 

Die Hauptstadt Makedoniens ist Thessaloniki. Die Großstadt liegt am Thermaischen Golf, einer Bucht der Ägäis. Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den gesamten Norden des Landes. Der internationale Flughafen von Thessaloniki wird u. a. von mehreren deutschen Fluggesellschaften angeflogen. Thessaloniki dient als Tor zum gesamten Norden Griechenlands. Von dort verkehren zum Beispiel Buslinien bis in viele entlegene Gebiete des Landes. Andere bedeutende Städte in Makedonien sind u. a. Kalamaria unweit von Thessaloniki und Kavala in Ostmakedonien.

 

Genauso vielfältig wie das Land Makedonien sind auch die touristischen Möglichkeiten, die es bietet. Auf dem Gebiet Makedoniens liegt zum Beispiel der Olymp. Zumindest dem Namen nach ist der mit fast 3.000 Metern Gipfelhöhe höchste Berg Griechenlands in der ganzen Welt bekannt. Nur wenige wissen aber, dass der Berg ein UNESCO-Biosphärenreservat bildet und wegen seiner einzigartigen Landschaft, der Fauna und Flora, die man nirgendwo sonst findet, ein wahrer Besuchermagnet ist. Ein anderer Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt ist die Halbinsel Chalkidiki, die wegen ihrer drei "Finger", die Halbinseln Kassandra, Sithonia und Athos auch der "Dreizack des Poseidons" genannt wird. Auf Athos liegt die ebenfalls weltberühmte gleichnamige autonome Mönchsrepublik. An der makedonischen Küste laden das kristallklare Wasser und die herrlichen Strände zu einem klassischen Badeurlaub ein.

 

An der Geschichte interessierte Besucher finden in Makedonien historische Bauwerke und Sehenswürdigkeiten aus beinahe allen Epochen der langen und wechselvollen griechischen Geschichte. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören die Ausgrabungen von Vergina. Die Grabungen in der antiken Stadt Aigai, bis 410 v. Chr. Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Makedonien und Begräbnisstätte seiner Könige, begannen bereits 1866 und dauern bis heute an.

 

Selbst das Klima Makedoniens kommt dem Tourismus entgegen. Die Sommer sind heiß und im Allgemeinen niederschlagsarm, die Winter dagegen relativ kalt und niederschlagsreich. In den höheren Berglagen fällt regelmäßig Schnee. In Makedonien befinden sich etliche Wintersportgebiete, die aber außerhalb Griechenlands kaum bekannt sind. Bekannter dagegen ist die gute makedonische Küche, die noch allenthalben serviert wird. Dazu gehören zum Beispiel scharf gewürzte, köstlich schmeckende Grillspezialitäten. Einige der besten griechischen Weine kommen ebenfalls aus Makedonien. Besonders außerhalb der großen touristischen Zentren haben sich die makedonischen Menschen bis heute ihre natürliche Gastfreundschaft und Herzlichkeit bewahren können. In Makedonien lernt man schnell, dass Griechenland weit mehr zu bieten hat als Meer und Strand. Ein großer Teil von Makedonien ist touristisch noch nicht so erschlossen wie die Urlaubszentren auf den griechischen Inseln. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, da in vielen Fällen das Preis-Leistungs-Verhältnis viel besser ist als in den erschlossenen Regionen.

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