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Alonissos Alonnisos - die drittgrößte Insel der nördlichen Sporaden

Alonissos, auch Alonnisos genannt, ist die drittgrößte Insel der nördlichen Sporaden. Sie hat eine Fläche von etwa 65 Quadratkilometern. Die Insel ist rund 20 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 4,5 Kilometer breit. Der höchste Berg der Insel ist knapp 500 Meter hoch. Der Hauptort der Insel trägt ebenfalls den Namen Alonissos, während der Fährhafen Patitiri heißt. Auf Alonissos leben ungefähr 2.800 ständige Einwohner.

 

Die Insel ist seit prähistorischen Zeiten besiedelt. Überreste erster primitiver Werkzeuge sowie Knochenreste ausgestorbener Tiere werden von Wissenschaftlern auf ein Alter von 100.000 Jahren geschätzt. In einer langen Geschichte wechselten sich Kreter, Mykener, Athener, Römer, Byzantiner, Venetianer und Türken in der Herrschaft über Alonissos ab. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Insel Teil des modernen griechischen Staates.

 

Für den Tourismus ist Alonissos nur wenig erschlossen. Der Hauptort Alonissos wurde 1965 durch ein schweres Erdbeben zerstört und durch die Einwohner verlassen, die zum größten Teil in den Hafenort Patitiri zogen. In den letzten Jahren wurde der verlassene Ort aber allmählich wieder aufgebaut. Dort entstanden einige Ferienhäuser, die an Touristen vermietet werden. Die Insel ist sehr bergig und die Küste reich gegliedert. Die Gewässer rings um Alonissos zählen zu den saubersten in der gesamten Ägäis. Im Norden der Insel wurde 1992 der Alinissos Marine Park gegründet, ein maritimes Schutzgebiet, das besonders der Erhaltung der Mönchsrobbe dient, einer Robbenart, die einst im Mittelmeer weit verbreitet war, heute aber vom Aussterben bedroht ist.

 

Die Kernzone des Schutzgebiets ist für Touristen gesperrt und steht lediglich Wissenschaftlern mit Sondergenehmigung offen. Dafür ist der Südteil der Insel einer der besten Plätze zum Tauchen und Schnorcheln in der Ägäis. Der felsige Untergrund mit vielen Steinen sorgt für Versteckmöglichkeiten und ermöglicht eine große Artenvielfalt der maritimen Fauna und Flora. Durch das kristallklare Wasser herrschen ausgezeichnete Sichtbedingungen. Sandstrände sucht man auf Alonissos vergeblich. Stattdessen herrscht dort grober Kies vor. Die meisten der Strände können nur zu Fuß oder vom Meer her mit einem Boot erreicht werden. Wenn das auch ab und zu etwas unbequem sein mag, findet man dort Ruhe und ungestörte Erholung. Die wenigen Einwohner der Insel leben überwiegend vom Tourismus. Daneben wird noch etwas Landwirtschaft in Form von Weinbau und dem Anbau von Oliven und Feigen betrieben. Die Fischerei spielt nur eine untergeordnete Rolle.

 

Auf der Insel existiert nur eine Hauptstraße, die nur wenig befahren ist. Viele der kleineren Ortschaften sind heute von ihren Einwohnern verlassen. Die Hafenstadt Patitiri entwickelte sich zur inoffiziellen Hauptstadt. Dort befinden sich die meisten der Hotels auf der Insel, Bars und Night Clubs. Auch Geldautomaten, die Post, Polizei und eine ärztliche Versorgungseinrichtung befinden sich dort. Während der Saison bestehen Fährverbindungen nach Thessaloniki auf dem Festland und zu anderen griechischen Inseln. Patitiri ist auch der Ausgangspunkt einer Busverbindung nach Alonissos (auch Chora genannt), der ehemaligen Inselhauptstadt, die weiter nach Steni Vala verläuft. Von dort starten auch Ausflugsboote, die Besucher die Küste entlang zum Alonissos Marine Park und zurück bringen. Insgesamt ist Alonissos eine ruhige Insel, die nur wenig frequentiert wird. Es gibt zwar Hotels und Pensionen, jedoch keine größeren Hotelanlagen wie auf anderen Inseln oder auf dem Festland.

Griechisch: Αλόννησος

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