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Sporaden

Der Name der sporadischen Inseln leitet sich vom griechischen Wort "sporos" ab, das Korn oder Samen bedeutet, und heißt auf Deutsch etwa "die Verstreuten". Es handelt sich um eine Gruppe von mehr als 300 Inseln. Die nördlichen Sporaden liegen in der Ägäis, während die südliche Inselgruppe vor der kleinasiatischen Küste zu finden ist. Die bekanntesten sporadischen Inseln sind Samos, Kos und Rhodos, die sämtlich zu den südlichen Sporaden gehören. Die vier größten Inseln der nördlichen Sporaden sind Skiathos, Skopelos, Alonnisos und Skyros. Die Gesamtfläche aller Inseln dieser Gruppe beträgt knapp 500 Quadratkilometer. Auf ihnen leben rund 16.000 Einwohner. Die Mehrzahl der Inseln ist unbewohnt, da sie zu klein und wasserarm sind.

 

Die Inseln sind uraltes Siedlungsgebiet und können auf eine lange und interessante Geschichte zurückblicken. Erste Siedlungsspuren finden sich schon aus der Steinzeit. Auch aus der mykenischen und homerischen Epoche sind bis heute Besiedlungsspuren erhalten geblieben. Während der Zeit des klassischen Altertums waren die Inseln heiß umkämpft und wechselten zwischen Athen und Sparta hin und her. Nach dem Ende des Hellenismus wurden die Inseln im 1. Jahrhundert v. Chr. ein Teil des Römischen Reiches. Nach der Reichsteilung im 4. Jahrhundert n. Chr. fielen sie an Ostrom (Byzanz). Immer wieder wurden die nördlichen Sporaden durch Piraten und Eroberer wie Araber oder Venetianer heimgesucht. Im 16. Jahrhundert kamen die Sporaden, wie ganz Griechenland, unter osmanische Herrschaft, die bis zur Erringung der griechischen Unabhängigkeit im 19. Jahrhundert währte.

 

Aus touristischer Sicht sind die nördlichen Sporaden für alle interessant, die das typische griechische Leben außerhalb der Zentren des Massentourismus kennenlernen möchten. Die Inseln sind keine Hochburgen des Tourismus. Den Reisenden erwarten Unterkünfte in kleinen Hotels und Pensionen mit Familienanschluss. Die Orte bestehen aus den typischen weißen Häusern mit steilen, verwinkelten Gassen. Bis zum Meer und zum Strand ist es nie weit. Die Bewohner der nördlichen Sporaden sind bekannt für ihre Gastfreundlichkeit und Lebensfreude. Sie feiern bis heute noch ihre traditionellen Feste, von denen viele ihre Wurzeln im Altertum haben. Zu diesen Festen sind auch Besucher herzlich willkommen. Zu den größeren Inseln bestehen sowohl Flug- als auch Fährverbindungen, die zumindest während der Hauptsaison regelmäßig bedient werden.

 

Die südlichen Sporaden liegen dicht vor der Küste Kleinasiens, der heutigen Türkei. Einige kleinere Inseln gehören sogar zur Türkei, bei anderen ist das Hoheitsrecht umstritten. Die größten und bekanntesten Inseln dieser Gruppe sind Samos, Rhodos und Kos. Die Mehrzahl der Inseln sind nur spärlich bewachsen, mit Ausnahme des stark bewaldeten Samos, und recht gebirgig. Die Küste fällt im Allgemeinen steil zum Meer ab, mit etwas Ausdauer und Glück kann man aber auch versteckte Badebuchten finden. Insgesamt zählt man in den südlichen Sporaden mehr als 1.000 Inseln, von denen viele aber nur winzige Felssplitter sind. Die Inseln liegen auf dem Knotenpunkt zwischen Europa, Asien und Afrika und spielten seit prähistorischer Zeit eine wichtige Rolle als Siedlungsgebiet. Sie teilten die wechselvolle Geschichte Griechenlands und sahen im Laufe der Zeit viele Herrscher kommen und gehen, von den Persern über die Römer, Byzantiner und Kreuzritter bis zu den Türken.

 

Erst seit 1948 gehören die südlichen Sporaden zum griechischen Staatsgebiet. Historisch sind die Inseln besonders bekannt durch den Arzt Hippokrates, der einst auf Kos eine Schule für Ärzte gründete, sowie den berühmten Koloss von Rhodos, eines der 7 Weltwunder der Antike, der leider nur wenige Jahrzehnte nach seiner Errichtung durch ein Erdbeben zerstört wurde. Dank der Vielfalt der sporadischen Inselwelt gibt es für jeden Geschmack die passende Insel. Menschen, die sich für Kultur und Geschichte interessieren, werden sich auf Rhodos wohlfühlen. Junge Leute und Liebhaber der Partyszene dagegen wählen gerne Kos als Urlaubsort, während Reisende, die gutes Essen und Trinken schätzen, sich auf Samos wie im Paradies fühlen werden. Die Insel Ikaria wird gerne zu einem Wellnessurlaub genutzt und auf Karpathos tummeln sich die Windsurfer. Einige Inseln erlauben den Besuchern, das authentische griechische Leben zu erfahren. Sie können nicht nur an den örtlichen Festlichkeiten teilnehmen, sondern werden als Freunde und nicht als Touristen behandelt.

 

Nicht alle Inseln sind Zentren des Massentourismus. Auf vielen findet man stille verträumte Buchten, die zum Baden oder Schnorcheln im kristallklaren Wasser einladen. Auch zum Wandern und Klettern laden einige der Inseln ein. Der höchste Berg von Samos ist mehr als 1.400 Meter hoch und auch für geübte Kletterer eine Herausforderung. Ein Anziehungspunkt, den alle Sporadische Inseln gemeinsam haben, ist das milde und sonnige Klima, das Baden und Wassersport bis weit in den Herbst hinein zum Vergnügen macht.

Griechisch: Periferiaki Enotita Sporadon Περιφερειακή Ενότητα Σποράδων

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