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Kalambaka - Kalampaka - griechisch: Καλαμπάκα

Kalambaka oder auch Kalampaka ist eine kleine Stadt in Thessalien. Sie liegt etwa 20 Kilometer von Trikala entfernt. Ganz in der Nähe von Kalambaka befinden sich die weltberühmten Meteora-Klöster. Die Stadt hat heute ungefähr 7.000 Einwohner. Sie verfügt über einen Bahnhof, keine Selbstverständlichkeit in Griechenland. Kalambaka ist die Endstation einer Eisenbahnlinie nach Volos an der Ägäis. Täglich besteht eine ICE-Verbindung in die Hauptstadt Athen.

 

Das Gebiet von Kalambaka ist ein uraltes Siedlungsgebiet. In der Antike soll an der Stelle der modernen Siedlung die Stadt Aiginion gestanden haben. Es wird vermutet, dass sich seine Überreste unter dem Stadtteil Kastraki befinden. Kalambaki wurde seit dem 10. Jahrhundert nachgewiesen. Damals war die byzantinische Stadt unter dem Namen Stagoi bekannt. Sie war eine Festung und ein Bischofssitz. Die Stadt erhielt ihren modernen Namen vor einigen Jahrhunderten unter ottomanischer Herrschaft. "Kalambala" oder "Kalabaka" bedeutet auf Deutsch "starke Festung", ein Name, der die einstige strategische Bedeutung der Stadt wiederspiegelt. Nach dem Ende der osmanischen Herrschaft wurde Kalambaka 1881 ein Bestandteil des neuzeitlichen griechischen Staates.

 

Das Wahrzeichen von Kalambaka ist der hohe Felsen namens Agia, der zwischen der eigentlichen Stadt und dem Stadtteil Kastraki aufragt. Kalambaka ist ein ganzjähriges Tourismusziel. Die meisten Besucher, die in das Städtchen kommen, das übrigens von Kennern als eines der schönsten Plätze Griechenlands bezeichnet wird, wählen die Stadt als Ausgangspunkt für einen Besuch der weltberühmten Felsenklöster von Meteora, die sich im Norden der Stadt als eindrucksvolle Kulisse am Horizont erstrecken. Von der ruhmreichen Vergangenheit der Stadt zeugen nur wenige erhaltene Bauten. Das Bedeutendste unter ihnen ist die Kirche Maria Himmelfahrt. Die Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert renoviert. Beim Bau der Kirche wurden Teile aus früheren antiken Tempeln verwendet, eine Verfahrensweise, die damals weit verbreitet war. Die Kirche wurde auf den Ruinen einer frühchristlichen Basilika erbaut, von der einige Teile noch erhalten sind. Die Stadt selbst ist ruhig und sauber. Sie wird durch eine Hauptstraße geprägt, die sie der Länge nach durchzieht. Ab und an wird die Straße durch kleine Plätze unterbrochen, die mit plätschernden Fontänen dekoriert sind. In den heißen Sommermonaten bilden sie beliebte Treffpunkte für Jung und Alt bis weit in den Abend hinein. Die meisten der Cafés und Tavernen des Ortes befinden sich ebenfalls an der Hauptstraße oder an einer der wenigen Nebenstraßen. Für künstlerisch begabte Gäste lohnt sich der Besuch des örtlichen Museums der zeitgenössischen Kunst. Auch die Holzbildhauerschule im Ort kann besichtigt werden.

 

Eine lokale Spezialität aus Kalambaka sind Süßigkeiten, die "halvas" genannt werden. Sie werden aus viel Zucker und Mandeln hergestellt. Am besten probiert man sie frisch in einem der Cafés. Eine interessante Sehenswürdigkeit etwas außerhalb der Stadt ist die Sarakina Brücke über den Fluss Pinios. Die Bogenbrücke wurde bereits im 16. Jahrhundert erbaut. Von den ursprünglichen sechs Bögen existieren heute noch vier. Ein lohnendes Ausflugsziel in etwas weiterer Entfernung sind die Höhen des Pindos-Gebirges westlich von Kalambaka. Sie bieten in der warmen Jahreszeit gute Möglichkeiten zum Wandern und Klettern, während sie im Winter ein beliebtes Skigebiet darstellen, das bis jetzt aber fast nur bei den Einheimischen bekannt und populär ist.

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