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Karditsa - griechisch: Καρδίτσα

Karditsa ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur in Thessalien. Sie bildet flächenmäßig die kleinste Präfektur in der Region. Die Stadt Karditsa selbst hat ungefähr 38.000 Einwohner. Sie liegt etwa 60 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Thessaliens, Larisa. Wegen des stark gegliederten Geländes erstreckt sich die Stadt auf einer Gesamtlänge von 20 Kilometern. Karditsa ist an das griechische Eisenbahnnetz angeschlossen, nämlich an einer Abzweigung der Hauptstrecke Athen-Thessaloniki, die bis Kalambaka führt. Die Landschaft rund um die Stadt ist abwechslungsreich und interessant, weil sie im Übergangsgebiet zwischen der thessalischen Ebene und den Ausläufern des Pindos-Gebirges an einem Nebenfluss des Pinios liegt.

 

Obwohl rund um Karditsa Siedlungsspuren gefunden wurden, die bereits aus dem 9. Jahrtausend v. Chr. stammen, ist die Stadt selbst noch relativ jung. Der Ort entstand während der Zeit der ottomanischen Herrschaft, wahrscheinlich im 18. Jahrhundert. Im Jahre 1821 fielen einer Pestepidemie zahlreiche Einwohner zum Opfer. Nach dem Ende der türkischen Zeit wurde Karditsa 1881 Bestandteil des neuzeitlichen griechischen Staates. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich vom slawischen Wort "graditsa" ab, das kleine befestigte Stadt bedeutet.

 

Die Stadt und ihre Umgebung sind reich an Sehenswürdigkeiten und touristischen Attraktionen. Im Zentrum der Stadt befindet sich der Park Pavsilypo. Er verfügt über schön gestaltete Grünanlagen und stellt die grüne Lunge der Stadt dar. Gleich daneben steht die Kirche Agiou Konstantinou, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Die Kirche ist mit Wandmalereien des bekannten Künstlers Dimitris Gioldassis ausgestaltet. Sehenswert sind auch einige neoklassizistische Gebäude aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sowie gut erhaltene Handwerker- und Geschäftshäuser. Historisch interessierte Besucher werden sich sicher die Zeit nehmen, die Exponate im christlichen und den zwei volkskundlichen Museen zu bewundern. Die Stadt besticht durch ihre moderne, großzügige Straßenführung und ihre weiträumigen Plätze.

 

Eines der wichtigsten Ausflugsziele in der Umgebung Karditsas ist der Stausee Plastira. Er liegt auf etwa 800 Metern Höhe über dem Meeresspiegel und bedeckt eine Fläche von ungefähr 22 Quadratkilometer. Der Stausee ist besonders wegen seiner herrlichen landschaftlichen Lage sehr populär. Die Höhenzüge des Agrafa-Gebirges bilden einen malerischen Hintergrund zum See. Am Stausee sind in jüngster Zeit auch Badestrände und ein Bootsverleih entstanden.

 

In der weiteren Umgebung von Karditsa warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele darauf, von neugierigen Touristen erkundet zu werden. Unweit des Dorfes Georgiko befindet sich ein mykenisches Kuppelgrab, das von Archäologen auf das 15. Jahrhundert v. Chr. datiert wurde und besichtigt werden kann. Eine andere interessante Sehenswürdigkeit in der Nähe von Karditsa ist das Heiligtum der Athena Itonia bei Filia. Aber nicht nur aus der Antike können Touristen Überreste bestaunen. Zu einem Besuch laden auch die historischen Dörfer Kastania, Bezoula, Messenikolas Neohori und Neraida ein. In einigen der Dörfer sind private Zimmer zu vermieten und in Neraida gibt es eine Herberge, wo man übernachten kann. Am Staudamm von Megdova in der benachbarten Präfektur entstanden in den letzten Jahren vier Freizeitparks, um die Gegend noch attraktiver zu machen, als sie ohnehin schon ist. Von den Straßen, die ins Gebirge führen, hat man wunderschöne Ausblicke in die naheliegende thessalische Ebene. Für Naturfreunde eignet sich das Pindos- und Agrafa-Gebirge ausgezeichnet für ausgedehnte Wanderungen. Die teilweise dichten Wälder aus Eichen, Kastanien, Tannen und Platanen werden von zahlreichen Quellen und Bächen durchzogen und bilden die Heimat seltener Tierarten.

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