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Larisa ist die Hauptstadt der Region Thessalien. altgriechisch: Λάρισσα

Larisa ist die Hauptstadt und größte Stadt der Region Thessalien. Die Stadt liegt am Fluss Pinios und hat heute offiziell etwa 140.000 Einwohner. Sie beherbergt nicht nur eine Universität, sondern auch einen Stützpunkt der NATO. In der Stadt lebt eine nennenswerte deutsche Gemeinde. Larisa liegt in einem Talkessel und ist ringsum von Bergen umgeben. Dadurch ist das Klima wesentlich rauer als in anderen Teilen des Landes. Die Sommer sind heißer und die Winter kälter als im übrigen Griechenland. Es kommt öfter vor, dass in Larisa im Sommer die heißeste und im Winter die kälteste Temperatur in Griechenland erreicht wird. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt an der Autobahn A 1 von Athen nach Thessaloniki. Auch die Bahnstrecke, welche die zwei größten griechischen Städte miteinander verbindet, führt durch Larisa, mit einer Abzweigung zur Hafenstadt Volos an der Ägäis.

 

Da die Gegend um Larisa sehr fruchtbar ist, wurde sie schon in der Altsteinzeit besiedelt. In der Mythologie spielt Larisa als Geburtsstadt des Sagenhelden Achilles eine Rolle. Außerdem soll der berühmte Arzt Hippokrates in Larisa gestorben sein. Schon in der Antike war Larisa für seine gute Landwirtschaft bekannt. Die dort gezüchteten Pferde waren weit und breit berühmt. Die Stadt erhielt ihren Namen wahrscheinlich nach einer örtlichen Quellnymphe. Münzen aus der frühen Zeit zeigen ein Abbild der Nymphe auf dem Avers und das eines Pferdes auf dem Revers. Die Stadt teilte das wechselvolle Schicksal des übrigen Griechenlands und wurde nach dem Ende des klassischen Griechenlands zuerst von den Makedoniern beherrscht, dann Teil des Römischen und des Byzantinischen Reiches. Im Mittelalter litt es mehrfach unter Einfällen slawischer Völker aus dem Norden. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts begann die Periode der osmanischen Herrschaft, die mehr als 400 Jahre währte und erst 1881 mit der Bildung des neuzeitlichen griechischen Staates endete.

 

Obwohl Larisa eine altehrwürdige Stadt ist, wurde sie erst in den letzten Jahren für den Tourismus entdeckt. Dazu trägt wesentlich die malerische Lage der Stadt in einem Talkessel bei, durch den der Fluss Pinios fließt. Die Uferpromenade am Fluss entlang wird von Einheimischen und Gästen gerne für ausgiebige Spaziergänge genutzt. Direkt am Fluss liegt auch der Park Alkasar. Dort finden in der warmen Jahreszeit häufig Freiluftveranstaltungen wie Theater oder Konzerte statt. Bis heute wird das Stadtbild durch viele schöne Villen aus dem 18. Jahrhundert geprägt, die vom Wohlstand der früheren Bewohner zeugen. Ein anderer Anziehungspunkt für Touristen ist die malerische Altstadt, in der sich Baudenkmäler aus vielen Epochen finden. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und spitzwinkligen Häusern wird von einer mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen, die gut erhalten ist. Inmitten des Häusergewirrs erstrecken sich die gut erhaltenen Überreste des antiken Theaters. Unzählige kleine Cafés und Tavernen laden zum Verweilen ein. Besonders der große Hauptplatz im Stadtzentrum ist damit dicht umsäumt. Vom Berg Frurio, der sich unweit der Stadt erhebt, hat man einen guten Ausblick über Larisa. Beim Anstieg kann man etwas verschnaufen und einige antike Gebäude aus der Zeit der Römer bewundern. Auf dem Gipfel des Berges befindet sich ein kleiner, aber liebevoll gepflegter, Park. Unten, direkt am Fuß des Berges, erhebt sich die Kirche der heiligen Panagia. In deren Keller entspringt eine Quelle, der manche Einheimischen heilende Kräfte zuschreiben. Viele kommen deshalb mit Flaschen und Behältern, um das Wasser abzufüllen und mit nach Hause zu nehmen.

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