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Weinanbaugebiete in Zentralgriechenland - Griechenland

Griechenland, das Weinland

Griechenland wird oft als Land des Weins bezeichnet, und das nicht zu unrecht. Das Land kann nämlich auf eine Wein-Vergangenheit zurückblicken, die 4.000 Jahre alt ist. Es gab Zeiten, in denen der Weinanbau in einigen Regionen Griechenlands durch schwere Zeiten ging, welche durch Schädlingsbefall, kriegsähnliche Situationen und den Mangel an Nachfrage bedingt waren. Heute werden auf dem griechischen Festland sowie auf mehreren griechischen Inseln zahlreiche Landweine und international gefragte Weine produziert.

Zentralgriechenland spielt eine zentrale Rolle

Beinahe ein Drittel der Weinproduktion Griechenlands findet in Zentralgriechenland statt. Die meisten Weine, die dort angebaut und gekeltert werden, sind jedoch nicht für den internationalen Premium-Weinmarkt gedacht. Anders als in anderen Regionen des Landes wird nämlich in Zentralgriechenland kein Wein mit AOC-Status hergestellt.

Genau genommen setzt sich Zentralgriechenland – ein Begriff, welcher hauptsächlich geografisch verwendet wird – aus zwei verschiedenen Regionen zusammen: Mittelgriechenland und Attika. Das Klima in beiden Gebieten ist nicht ganz ideal für den Anbau von Weintrauben. Selbst einheimische Sorten haben oft mit der Hitze und der Trockenheit zu kämpfen. So werden nur bestimmte Rebsorten angebaut, die hauptsächlich trockene Weißweine ergeben.

Rebsorten und Weine in Mittelgriechenland

Der Weinanbau in Mittelgriechenland, der finanziell und wirtschaftlich am besten situierten Region Griechenlands, wird vor allem durch den Retsina geprägt. Dieser urtypische Wein wird hergestellt, indem man dem Jungwein Harz aus in der Region wachsenden Kiefern beimengt. Mit den Jahren wurden die Produktionsverfahren ausgeklügelter und der Harzanteil konnte auf circa 5 % gesenkt werden. Vor allem innerhalb von Griechenland war der Retsina sehr beliebt. Jede Bar in Athen verkaufte ihn, was dazu führte, dass auch Touristen auf den Geschmack kamen. In den 80er-Jahren durchlebte der Retsina jedoch eine Krise und seitdem hat er sich nicht mehr vollkommen erholen können. Der Charakter des Weins hat sich verändert, denn statt des Harzanteils spürt man jetzt eher mehr Säure und mehr Alkohol. Es wird inzwischen bei Weitem nicht mehr so viele Retsina verkauft wie damals.

Auch alle anderen Rebsorten und die daraus resultierenden Weine waren von der Krise betroffen, welche größtenteils mit Schädlingsbefall zu tun hatte. So kommt es, dass in fast allen Präfekturen Mittelgriechenlands nur noch wenig Wein angebaut wird. Die Rebsorten, die in klimatisch günstigen Gebieten wie Arma angebaut werden, dienen nur zur Gewinnung von mittelmäßigen Landweinen.

Auf der großen Insel Euböa hingegen floriert der Weinanbau immer noch. Vor allem der griechische Savatiano wird dort sehr erfolgreich angebaut. Er macht 80 % der Rebsorten aus und wird zu hervorragenden Landweinen wie Karystos, Ritsona Avlidos und Lilantio Pedio verarbeitet. Seit etwa 25 Jahren werden auch französische Rebsorten sowie einige bekanntere griechische Rebsorten angebaut.

Attika und der Weinanbau

In der zentralgriechischen Region Attika wird sehr großflächig Weinanbau betrieben, denn rund 11.500 Hektar sind mit einheimischen und französischen Rebsorten bepflanzt. Zwar ist auch dort das Klima sehr trocken und heiß, aber die vielen Gebirgsketten schützen die Reben vor den kalten Winden aus dem Norden.

Die Hauptrebsorte ist, wie auch in den übrigen Regionen, der Savatiano, der beinahe 90 % der Gesamtproduktion ausmacht. Er wird zu vorzüglichen wie auch preiswerteren Weißweinen verarbeitet. Im Westen von Attika werden Rebsorten angebaut, die vor allem zur Herstellung von Massenweinen dienen. Aus Attika stammen etwa 14 Landweine, die oft einen relativ niedrigen Alkoholgehalt und einen sehr feinen, harmonischen Geschmack haben.

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