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Chalkida - neugriechisch: Χαλκίδα

Chalkida ist die Hauptstadt der Insel Euböa. Sie ist sowohl auf der Insel selbst als auch mit zwei Außenbezirken auf dem Festland vertreten. Chalkida hat mehr als 90.000 Einwohner. Die Stadt liegt an der Meerenge von Euripos, die den Namen Meerenge wahrlich verdient, denn mit gerade einmal 40 Metern Breite an der schmalsten Stelle ist sie die schmalste Meeresstraße der Welt. Darum treten dort auch Gezeiten auf, ein Phänomen, das schon im Altertum auffiel und im Mittelmeer ungewöhnlich ist. Die Strömung in der Meerenge ändert alle sechs Stunden, den Gezeiten folgend, ihre Richtung. Seit den Zeiten der klassischen Antike ist Chalkida durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Heute besteht eine direkte Autobahnverbindung nach Athen, das gerade einmal 80 Kilometer entfernt liegt.

 

Der Name der Stadt leitet sich wahrscheinlich aus dem phönizischen Wort "kalchis" für Purpurschnecke ab. Sie kommen in der Gegend häufig vor und wurden in der Antike zur Herstellung des teuersten Farbstoffes der Welt, Purpur, genutzt. Lange vor Athen war Chalkida eine blühende Stadt mit florierender Wirtschaft und regen Handelsbeziehungen. Sie rang mit ihrer Rivalin Eretria um die Vorherrschaft auf der Insel und erlangte schließlich im 7. Jahrhundert v. Chr. die Oberhand. Im 5. Jahrhundert wurde Chalkida von Athen unterworfen, behielt aber durch die gesamte Antike und das Mittelalter, einschließlich der türkischen Zeit, eine herausragende Bedeutung als militärischer Stützpunkt und Handelszentrum.

 

Als eigenständiges touristisches Ziel hat Chalkida nur eine untergeordnete Bedeutung. Für die meisten Besucher ist es lediglich das Eingangstor zur Insel Euböa und ein Durchgangsziel. Trotzdem gibt es in Chalkida durchaus einige Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung lohnenswert ist. Dazu gehören beispielsweise die jüdische Synagoge von 1855 und der alte jüdische Friedhof (in Chalkida existiert die älteste jüdische Gemeinde Europas seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. bis heute), ein Aquädukt aus römischer Zeit, die Kirche Agia Paraskevi, die Emir Zade Moschee, die heute von archäologischen Forschern genutzt wird, ein kleines archäologisches Museum mit Ausstellungen zur Ortsgeschichte und die alte Festung Karababa auf dem Festland.

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