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Euböa - altgriechisch: Εὔβοια, Eúboia

Obwohl Euböa zur geografischen Landschaft Zentralgriechenland gezählt wird, ist es eine Insel. Mit einer Fläche von mehr als 3.600 Quadratkilometern ist es etwa so groß wie Mallorca und nach Kreta die zweitgrößte griechische Insel. Auf Euböa leben heute ungefähr 200.000 Menschen. Die Insel ist sehr vielgestaltig. Es gibt belebte touristische Zentren und nicht weit davon entfernt einsame Orte, an denen man sich entspannen und erholen kann. Auf der Insel wechseln sich weite Ebenen mit hohen Bergen ab. Belebte Sandstrände wechseln mit versteckten Buchten. Euböa ist eine grüne Insel und stellenweise dicht bewaldet. Der höchste Berg heißt Dirphys und ist mehr als 1.700 Meter hoch. Euböa erinnert mit seinem äußeren Umriss an ein Seepferdchen. Die Insel ist etwa 150 Kilometer lang und zwischen 50 und 6 Kilometer breit. Sie liegt nahe am griechischen Festland, von dem sie durch die Straße von Euripos und den Golf von Euböa getrennt ist. Die Meerenge von Euripos ist an ihrer schmalsten Stelle gerade einmal 40 Meter breit und stellt damit die schmalste Meerenge der Welt dar. Dort herrschen starke Gezeitenströmungen mit ständig wechselnder Richtung. Euböa ist mit dem Festland durch zwei Brücken und mehrere Fähren verbunden. Die Inselhauptstadt heißt Chalkida und hat ungefähr 90.000 Einwohner.

 

Die Geschichte der Insel war über lange Zeit eine Geschichte der beiden rivalisierenden Städte Chalkida und Eretria. Im Laufe der Zeit gelang es Chalkida, sich durchzusetzen und Eretria versank in Bedeutungslosigkeit. Euböa war lange vor dem Aufstieg von Athen einer der Orte, an denen die griechische Zivilisation ihren Anfang nahm und dem Land und der Welt ihren Stempel aufdrückte. Auf Euböa entstanden beispielsweise die Vorläufer des griechischen Alphabets, der ersten europäischen Schriftsprache. Die Insel teilte das Schicksal des übrigen Griechenlands und wurde im Laufe der Geschichte von wechselnden Gruppen beherrscht. Als Ergebnis des griechischen Unabhängigkeitskampfes wurde Euböa 1830 ein Teil des neu gegründeten griechischen Staates.

 

Wegen der Nähe zur Hauptstadt Athen und der guten Verkehrsanbindung ist Euböa ein populäres Urlaubsziel. Ein weiterer Beitrag zur Popularität der Insel als Ferienziel wird durch die reizvolle, abwechslungsreiche Landschaft geleistet. Euböa eignet sich für fast jede Art von Urlaub. Die breiten, flach abfallenden Sandstrände sind ideal für einen Badeurlaub mit Kindern. Die felsigen Küstenabschnitte dagegen sind wegen des klaren Wassers und der reichen maritimen Tierwelt bei Tauchsportlern beliebt. Die starke Brandung an diesen Stellen macht die Strände auch für Surfer interessant. Das bewaldete und bergige Innere der Insel dagegen wird gerne durch Aktivurlauber zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet. Auch Klettertouren in der mannigfaltigen Bergwelt der Insel sind möglich. In vielen abgelegenen Dörfern kann man noch unverfälschte griechische Kultur erleben. Der Tourismus in Euböa kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Schon zu Zeiten des Römischen Reiches wurden die Heilquellen von Ädipsos von Badegästen besucht, die dort Linderung ihrer Beschwerden suchten. Damit ist Euböa das älteste Tourismusziel der Welt. Über die Jahrtausende hat die Insel nichts von ihrer Popularität eingebüßt. Heute allerdings kommen die Besucher nicht mehr hauptsächlich, um Linderung von körperlichen Leiden zu erfahren, sondern um sich in der herrlichen Landschaft zu entspannen. Weitere Anziehungspunkte der Insel sind ihr reiches Brauchtum und die vielen Feste, die bis heute noch von den Einwohnern zelebriert werden und bei denen Besucher herzlich willkommen sind.

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