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Galaxidi - griechisch: Γαλαξίδι

Galaxidi ist eine kleine Stadt im Regionalbezirk Mittelgriechenland. Sie liegt in der Präfektur Fokis am Golf von Korinth. Bis 2010 war Galaxidi selbstständig, seit der Gemeindereform 2011 ist es ein Gemeindebezirk von Delfi. In Galaxidi leben heute ungefähr 3.000 Menschen. Galaxidi verfügt über einen Naturhafen, der aus zwei Hafenbecken besteht. Das tiefere Hafenbecken bietet Ankerplätze für Jachten und kleinere Fischerboote, während das kleinere Becken von Wohnhäusern und einem Park umgeben ist. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Orte Itea und Delfi sowie auf den westlichen Teil des Parnass-Gebirges.

 

Die Wurzeln des Ortes reichen bis weit in die Antike zurück. Damals war das Städtchen unter dem Namen Oiantheia bekannt und für seine Schönheit weit und breit berühmt. Wegen seines geschützten Hafens war Galaxidi bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts ein bedeutendes Zentrum der Schifffahrt. Während des griechischen Unabhängigkeitskriegs wurde der Ort zerstört, später aber wieder aufgebaut.

 

Von der ruhmreichen Vergangenheit des Ortes zeugen noch heute viele gut erhaltene Herrenhäuser, sogenannte Kapitänshäuser, die von den Nachfahren ihrer einstigen Erbauer liebevoll gepflegt und instand gehalten werden. Ein Rundgang durch das malerische Städtchen ist ein Genuss für die Sinne. Neben den prächtigen Häusern trifft man allenthalben auf kleine Tavernen, in denen man die örtlichen Köstlichkeiten probieren kann. Interessant ist auch ein Besuch im archäologischen und nautischen Museum von Galaxidi. Dort kann man mithilfe von Schiffsmodellen, alten Seekarten, Waffen und Bildern die ruhmreiche Geschichte des Ortes nachempfinden. Besonders bekannt ist der Karneval in Galaxidi. Dort herrscht am Rosenmontag bis heute noch der Brauch, sich gegenseitig mit Mehl zu bestäuben, eine örtliche Sitte, die noch bis auf die Zeit der Antike und die dionysischen Feste zurückgeht. Empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind auch die Kirche des Heiligen Nikolaus mit einem Holzaltar und die Kirche der Heiligen Paraskevi. Dort kann man Sternzeichen im Fußboden, eine Seltenheit in Kirchen, und eine Sonnenuhr im Vorhof betrachten.

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