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Lamia - griechisch: Λαμία

Die Stadt Lamia ist die Hauptstadt der Region Mittelgriechenland und des Regionalbezirks Fthiotida. Sie liegt an der wichtigen Straßenverbindung von Athen nach Thessaloniki, etwas mehr als 200 Kilometer von Athen entfernt. Die Stadt hat heute ungefähr 75.000 Einwohner. Sie breitet sich am Südwesthang des Berges Othris aus, dicht beim Fluss Sperhios. Lamia liegt dicht am Meer, trotzdem kann man den Strand in unmittelbarer Nähe der Stadt nicht erreichen, da sich dort eine sumpfige Flussmündung befindet. Die Stadt ist in bedeutendes wirtschaftliches Zentrum der Nahrungsmittelindustrie. Das Stadtbild wird von zwei Hügeln beherrscht, die sich gegenüber liegen. Auf einem der Hügel erhebt sich eine Burg der Kreuzritter, die im Mittelalter für eine Weile die Stadt und die Umgebung beherrschten. Die Burg wurde genau auf der Stelle der antiken Akropolis errichtet. Auf dem gegenüberliegenden Hügel dagegen steht seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die Kirche des Heiligen Lukas, von der aus man eine wunderschöne Aussicht auf die Bucht von Maliakos hat. Bei klarem Wetter kann man sogar die Küste von Euböa erkennen.

 

Lamia ist uralt und existiert archäologischen Funden zufolge schon seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie aber erst im Jahre 424 v. Chr. Damals war sie ein bedeutender spartanischer Militärstandort und wurde durch ein Erdbeben zerstört, aber wieder aufgebaut. Im Laufe vieler kriegerischer Auseinandersetzungen wechselte die Stadt häufig den Besitzer und wurde von den Makedoniern, den Römern, Byzantinern, Franken (Kreuzrittern), Katalanen und Türken beherrscht, ehe sie im 19. Jahrhundert ein Teil des neuzeitlichen griechischen Staates wurde.

 

Touristisch gesehen ist Lamia eher ein Durchreiseziel als ein Bestimmungsort. Trotzdem hat Lamia einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dazu gehören das gut ausgestattete archäologische Museum der Stadt sowie die vier großen Plätze in Lamia, jeder von ihnen mit seinem eigenen unverwechselbaren Charakter. Die Plätze bilden die Zentren des öffentlichen Lebens der Stadt und sind mit zahlreichen Cafés und Tavernen gesäumt. Die Umgebung der Stadt ist touristisch sehr interessant. In nur 18 Kilometer Entfernung von Lamia befindet sich der Thermophylen-Pass, der aus dem Geschichtsunterricht gut bekannt ist. Dort erinnern die Statue des Leonidas und das Grabmal der 300 an die historische Schlacht gegen die Perser, die dort 480 v. Chr. stattfand. Kamena Vourla liegt südlich von Lamia und ist wegen seiner Heilquellen ein populärer Kurort. Im Sommer halten sich dort auch viele Touristen auf. Die Küstenstadt Agios Konstandinos dient als Ausgangspunkt für die Fähre nach Edipsos, den ältesten Kurort der Welt auf der Insel Euböa. Die naheliegenden Strände sind bestens zum Baden geeignet, da sie aus feinem Sand bestehen. Man sollte auf keinen Fall versäumen, die örtlichen Fischgerichte zu kosten, die fangfrisch zubereitet werden. Der delikate Mizithra-Käse ist gleichfalls eine Spezialität, die man unbedingt probieren sollte. Viele der kleinen Dörfer der Umgebung haben sich bis heute noch ihre alten Traditionen bewahren können. In beinahe jedem Ort findet man historische Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung lohnenswert ist. Im Grunde genommen ist die Gegend viel zu schön und interessant, um nur am Strand in der Sonne zu liegen. Westlich von Lamia liegt der historisch bedeutende Ort Ipatis. Von dort hat man einen herrlichen Rundblick bis hinunter zum Meer. Ganz in der Nähe liegt ein Naturschutzgebiet mit dichten Wäldern aus Eichen, Zypressen und Platanen.

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