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Die Geschichte der Insel Kos - Dodekanes - Griechenland

Im Laufe der Jahre wurde die Insel, wegen ihrer günstigen geografischen Lage, wie auch die anderen Inseln der Dodekanes, häufig Ziel kriegerischer Angriffe. In Folge dessen regierten  verschiedenen Besatzer Kos. Diesem geschichtlichen Umstand verdankt die Insel Ihre unterschiedlichen Baustile, die bis in die heutige Zeit deren archetektonische Bild beeinflussen.

Ausgraben und Überlieferungen haben bewiesen, das Kos, genau wie die anderen Inseln der Dodekanese, schon seit der Antike besiedelt war und es bis heute geblieben ist. Historiker gehen davon aus, das es schon um 1500 v. Chr. Siedlungen der Mykener gegeben haben soll. Ausgrabungen, die dies beweisen, hat man jedoch bis heute nicht gemacht.

700 v. Chr. Während die meisten Städte an der kleinasiatischen Küste von ionischen Griechen bewohnt waren, gründeten die Städte Kos, Knidos, Halikarnassos, Lindos, Ialyssos und Kamiros, den Städtebund Hexapolis. Der Bund erlangte jedoch nie eine wichtige politische Bedeutung.

Älter als alle Ausgrabungen, die man auf  Kos gemacht hat, ist die Zeit des heute berühmtesten griechischen Arztes der Antike und Vater aller Medizin. Hippokrates soll unter einer Platane sein Wissen an seine Studenten weitergegeben haben. Seinerzeit vertraute das Volk  hauptsächlich auf, die Genesung mit Hilfe des Gottes der Heilkunst "Asklipios" und die seiner Tochter "Hygeia" Diese glaubten an Genesung durch Krankheitsheilung. Zum Unterschied dazu, Hippokrates und seine Schüler denn die glaubten an die Selbstheilungskräfte des Menschen, und an die Heilung durch gesunde Umwelt und Ernährung. Den berühmten ärztlichen Eid des Hippokrates, der damals vom gleichnamigem Vater der Medizin eingeführt wurde, leisten moderne Mediziner noch heute. Hippokrates verfasste zahlreicher Schriften. Er starb 377 v.Chr. in der mittelgriechischen Stadt Larissa. 366 v. Chr. . Die Städte der Insel Kos, taten sich zusammen und beschlossen eine neue Hauptstadt, zu gründen. Die neue Stadt war exakt da, wo auch heute noch immer Kos-Stadt ist. Im selben Jahr fing man an das Asklipion Heiligtum, zu bauen.

308 v. Chr. wird Ptolemaios II Phiadephos geboren. Dieser wird später der König des Ptolemäischen Reiches in Ägypten, zu dem auch Kos und die Nachbarinseln gehören.

146 v. Chr. Griechenland wird der römische Provinzial  unterstellt. Kos und die Nachbarinseln bleiben jedoch frei.

82 v. Chr. Kos und die anderen Insel werden in der römischen Provinz namens Asia zusammengefasst.

Um 50 nach Chr. reist der Apostel Paulus, durch Griechenland, um die Lehren Christi, zu verbreiten. Er fand direkt viele Anhänger. Die Christen hatten aber kein gutes Leben. Die Christenverfolgung stoppt aber erst im Jahre 313, als Kaiser Konstantin ein Gesetz erließ, welches die Christenverfolgung untersagte.

In dieser Zeit entstanden zahlreiche Meisterwerke historischer Baukunst, Einige sind heute noch zu besichtigen oder zumindest ihre Ruinen. Das Odeon. Aus dem 2. Jahrhundert ist mit abstand das älteste Bauwerk in Kos-Stadt.

395 wird das römische Reich geteilt. Griechenland wird ein Teil des Oströmischen Reiches, das im Byzanz seine Fortsetzung findet. In dieser Zeit wurden  zahlreiche Kirchen gebaut und ein eigenständiger Bau und Kunststil entwickelt.

554 erschüttert ein schweres Erdbeben die Insel. Viele Gebäude halten den Erdstößen nicht stand. Auch das Asklipion wurde zerstört.

1204 pilgern Venezianer Kreuzritter pilgern, aus ökonomischen Gründen nach Konstantinopel. Nachdem sie die Stadt geplündert haben, teilen sie das byzantinische Reich in Fürstentümer auf. Von nun an wurde Kos von den Venezier regiert.

Nach erbitterten Kämpen erobert, 1262 der byzantinische Kaiser Michael Palaiogos die Insel zurück.

1307 muss der Kaiser,  Kos an die Genueser abtreten. Sie hatten ihm im Krieg gegen Venedig und die fränkische Ritter geholfen.

Die Ritter des Johanniterordens, eroberten 1309 die Insel Rhodos. Im Folgejahr verkauften die Genueser Kos an die Kreuzritter, die innerhalb weniger Jahre, alle anderen Inseln der Dodekanese außer Patmos eroberten. Gleich nach der Machtübernahme das byzantinische Kastell, renoviert, restauriert und erweitert. Zahlreiche Burgen und Festungen wurden rund um die Insel gebaut. Das Ziel war sich vor Piraten und vor allem vor den Türken, zu schützen.  Die  Osmanen, stellten eine große Gefahr für die Inseln dar, so gab der Großmeister 1495 den Befehl die Burg mit einem zweiten Mauerring, zu umgeben, um den modernen Geschützen, stand zuhalten. 1514 waren die arbeiten beendet. Doch alle Mühe hatte nicht gelohnt, denn schon 9 Jahre später mussten sich die Ritter den Türken ergeben.

Die Festung fiel 1523 in türkische Hände. Der Sultan regierte von nun an die Insel. Während der Türkenherrschaft, wurden Moscheen gebaut und Häuser mit Erkern verziert. Die Moscheen sind heute leider alle nicht mehr betretbar. Einige türkische Brunnen sind im Stadtbild noch vorhanden.

1830, wurde die Insel von einer schweren Cholera-Epidemie heimgesucht. Viele Bewohner der Insel starben und manche Orte, sowie Paleo Pili wurden komplett zu Geisterstädten.

Im Jahr 1912 wurde Kos, genauso wie andere Dodekanes-Inseln auch, von den Italienern besetzt. Diese errichteten neue Gebäude im Stil Ihrer Zeit,, und ergänzten die Ortschaften durch Brunnen. Sie hatten phantastische Archäologen, so rekonstruierten sie einige bedeutende Antike Stätten, so wie das Asklipion.

Ein starkes Erdbeben zerstört viel historische Gebäude der Insel 1933. Zahlreiche Gebäude werden zerstört. Man beschloss, da die Stadt sowieso einem Trümmerhaufen ähnlich sah Ausgrabungen im gesamten Stadtgebiet, zu machen.

Während des 2. Weltkrieges wurden viele Gebäude, durch britische und deutsch Luftangriffe,  zerstört und danach durch Neubauten ersetzt. So kommt das heutige Bild der Ortschaften zustande. Die Bewohner der Insel hungern und hoffen auf ein rasches Kriegsende. Nach dessen Beendigung,  im Jahre 1947 besetzen die Briten die Inseln der Dodekanese, bis zum Bürgerkrieg 1949.  Kos. erlangte endlich die Freiheit, und wird am 7. März 1948, zusammen mit den anderen Insel der Dodekanese, endlich auch politisch mit dem  griechischen Staat vereint.

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