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Sehenswürdigkeiten in Kos - Dodekanes - Griechenland

Das Archaeologisches Museum

Im Osten der antiken Agora auf dem Platz Elefterias, dem Freiheitsplatz, befinden sich das Archäologische Museum und die Städtische Markthalle. Das Gebäude des Archäologischen Museums, erinnert an die Architektur antiker römischer Villen. Die 4 Räume des Museums gruppieren sich um den geräumigen Innenhof, der mit einem Kunstvollen Mosaik aus dem 3 Jh. verziert ist. Das Mosaik wurde 1935 bei Ausgrabungen freigelegt. Es zeigt Szenen der Ankunft des Asklipios auf Kos. Der Gott der Heilkunst, steigt aus einem Schiff und wird an Land von Hippokrates und anderen Bewohnern der Insel, willkommen geheißen.  Im Innenhof kann man auch eine Gruppe von Skulpturen sehen, die den Stil römischer Plastiken aufweisen. In einem Raum des Museums ist die berühmte Statue des Hippokrates ausgestellt. Geht, man von diesem Raum im Uhrzeigersinn in den nächsten Ausstellungsraum, so sieht man dort 5 hellenistische Frauenstatuen, die von großer kulturhistorischen Interesse sind. Die wichtigste Skulptur im dritten Raum ist die Gruppe der Spieler. Sie zeigt einen Mann, der einen anderen auf seinen Schultern trägt, nach dem Vorbild, der Verlierer muss den Gewinner tragen. Im vierten und letzten Raum des Museums, sind  einige Möbelstücke aus der römischen Zeit ausgestellt. Die beiden Statuen der vierbrüstigen Artemis von Ephesos, ist historisch sehr wertvoll. Das Archäologische Museum, nicht nut für Kulturbeflissene eine interessante Ausstellung.

 

Die Platane des Hippokrates

Die Platane des Hippokrates befindet sich im Zentrum eines Platzes, gegenüber der Burg,  nahe der Hadji-Hassan-Moschee. Es handelt sich hierbei um einen der ältesten Bäume, Europas. Biologen schätzen, das  diese Platane,  ca. 2000 Jahre alt ist. Genau beweisen, kann man das jedoch nicht, denn es sind keine Jahresringe mehr zu sehen. Wegen ihres Alters, hat sich die Platane gespalten und ihr Innen wurde hohl. Um den Baum noch möglichst lange für die Nachwelt, zu erhalten, hat man vor einigen Jahren mit einem Eisengerüst versehen, welches den Baum stützt. Überlieferungen besagen, das Hippokrates selber diesen Baum gepflanzt haben soll. Im Schatten dieser Platane soll er später seine Schüler unterrichtet haben. Der Apostel Paulus, so steht es geschrieben, soll hier, während seiner Zeit auf Kos, die Lehren Christe verbreitet haben.

Ausgrabungsgelände

Die Gasse, wo das türkische Bad zu finden ist, endet an einem Ausgrabungsgelände, das für jedermann zugänglich ist. Einige Stufen führen zu den Überresten der Außenmauern eines Nymphaeums. Der Fund wird auf das 3 Jh. v. Chr. datiert.

Unterhalb dieses historischen Gebäudes, befinden sich 4 Säulengruppen. Die 17 stehenden, dorischen Säulen wurden rekonstruiert. Sie gehören, aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer, aus 81 Säulen gebildeten Wandelhalle, einer hellenistischen Schule. Diese Halle grenzt an eine 150 m lange Laufbahn. Wissenschaftler sind der Meinung, das sie ihrer Zeit Überdacht gewesen sein muss. In der Zeit baute man häufig überdachte Trainingsstätten, damit die jungen Athleten, bei jedem Wetter trainieren konnten. Wissenschaftler, haben herausgefunden, das die Römer wiederum, einen Teil dieser Schule, zu einer Therme umgebaut haben. Heute sind sowohl von den Thermen, als auch von der frühchristlichen Basilika, die hier gestanden haben soll, nur geringe Überreste, zu sehen.

Den nördlichen Teil des Ausgrabungsgeländes schmückt ein römisches Mosaik, den Boden. Es zeigt das Motiv des Paris-Urteils. Dieses Urteil geht auf eine Legende zurück. Einst soll es ein rauschendes Hochzeitsfest gegeben haben, an welchem auch die Götter des Olymps teilnahmen. Eris, die Göttin der Zwietracht warf einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „ die Schönste“ auf die Festtafel. Die Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite stritten sich um den Titel, denn jede glaubte die Schönste, zu sein. So beschloss man Paris, solle das Urteil fällen. Jede der drei Göttinnen versuchte Paris, zu bestechen. Athene bot ihm kriegerischen Ruhm, Hera versprach ihm unendliche Macht und Aphrodite versprach ihm die schönste Frau auf Erden. Darauf hin entschied sich Paris, das der Titel Aphrodite gehöre. Diese verhalf ihm später die schöne Helena nach Troja, zu entführen. Das soll der Grund gewesen sein, weshalb der Trojanische Krieg ausbrach.

Außergewöhnlich gut erhalten ist die Strasse, die am Nymphaeum vorbei, von Nord nach Süd, führende Strasse aus römischer Zeit. Aus Überlieferungen hat man herausgefunden, das die Strasse Via Cardo hieß. Sie muss an beiden Seiten Bürgersteige gehabt haben. Heute sieht man die tiefen Kerben, die von Pferdewagen herstammen. Diese Strasse führt in eine weitere, die Hauptstrasse, Via Decumana. Diese, davon geht man aus, war von Säulenhallen gesäumt. Von einigen Gebäuden, vermutlich Wohnhäusern sind noch Wandmalereien, sowie 3 Bodenmosaike, zu sehen. 

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