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Flora und Fauna auf der Insel Kreta - Griechenland

Kreta hat eine einzigartige Flora und Fauna. Unendlich viele Kräuter, Gemüse und Früchte wachsen rund um die Insel. 130 Arten wilder Blumen und Kräuter gibt es ausschließlich auf Kreta. Dazu gehört unter anderem auch der Diktamon (Organium dictamus), aus dem man einen Tee zubereitet. Dieser war bereits von Aristoteles, wegen seines medizinischen Wertes gepriesen worden. Heute schreibt man diesem Tee aphroditische Wirkungen zu. Einzigartig ist auch die immergrüne Platanenart Varietus cretica. Der Geruch von Rosmarin, Oregano, Minze und anderen Kräutern liegt überall in der Luft. Die Kräuter, zusammen mit dem hiesigen, kalt gepressten Olivenöl sind auch der größte Bestandteil der gesunden, mediterranen Küche.

Der Frühling (April und Mai) ist, nach den starken Regenfällen der Wintermonate, die beste Jahreszeit, um die Blumenpracht Kretas zu bewundern. Die Felder leuchten vom roten Mohn, und die Luft duftet nach Orangen- und Zitronenblüten. Im Sommer (Juli und August) beherrscht das trockene Gebüsch die Landschaft, aber auch Korbweide und Oleander, Hibiskus und Boukavillia blühen. Der Winter (Januar und Februar) ist die Zeit der Anemonen. Die seltensten Pflanzen Kretas gedeihen vor allem in den Schluchten oder auf den steilen Berghängen, so wie in der Faragi Imbrou (Imbros-Schlucht), in der Nähe der Kalergis-Berghütte, und auf der Oropedio Spiliou (Spiliou-Hochebene). Es sind vor allem die Arten Ebenus cretica, Linum arboreum (Flachs), die Glockenblume Campanula pelviformis, Staechelina arborea und Petromarcula arboreum. Auf den Ebenen und auf den Berggipfeln findet man die beiden Tulpenarten, Tulipa bakeri, Tulipa saxalitis, Anchusa caespitosa (Ochsenblume), Scabiosa alborincta und Scabiosa minoana (Skabiosen). Die Kretische Palme (Phoenix Theophrastii) am Strand von Vai ist einzigartig auf der ganzen Welt. Zu den seltenen Pflanzen der Küsten zählen u.a. Pancratium maritime eine Meerlilie, Centaurea pumilio eine Flockenblume und die Kamillepflanzen Anthemis tomentell und Anthemis filicaulis.

Auf der Insel Kreta, ist in den letzten Jahren die Achtung vor der Landschaft und deren Bewahrung, der großen Vielfalt von Pflanzen und Tieren, stark gewachsen. Genauso reich wie die Pflanzenwelt Kretas ist auch das Tierreich. Die einzigartige Kretische Wildziege oder "kri-kri" (Capra aegagrus - cretica) ist schon vom Aussehen her ein besonderes Tier. Es steht unter Naturschutz und lebt nur in den Weißen Bergen, im Samaria-Nationalpark und auf den Inseln Dia, Theodorou und Agii Pandes. An den Hängen des Berges Idi, leben zahlreiche wilde Tiere, wilde Schweine,  Ziegen und  die berühmte kretische Wildkatze ( Felix silvestris agirus). Die Kretische "Stachelratte" (Acomus Mimus) ist noch ein Tier, das nur auf Kreta existiert. Andere nennenswerte Säuger sind der Kretische Marder (Martes foina-bunites), der Kretische Dachs (Meles-arcalus) mehrere Eidechsenarten, die auf der Insel leben. Die Balkaneidechse  kann über einen Meter lang werden. Es gibt auch eine giftige Schlange, obwohl die Einwohner behaupten, daß der Heilige Titus die Schlangen von der Insel verjagt habe.

Auch Vögel sind auf Kreta zahlreich vertreten. Besonders zu erwähnen ist auch der Kretische Goldadler (Aquila chrysaetus) und der Lämmergeier (Gypaetus barbatus), dieser kommt sonst in der ganzen Welt sonst nirgends vor. In den Schluchten und an den Hängen der Berge lebt der Griffton-Geier. Darüber hinaus ist Kreta für viele Wandervögel eine Zwischenstation auf dem Weg von Europa nach Afrika und zurück.

Bekannt ist die Insel auch für seine weltweit einzigartige Pferderasse, das sogenannte Giorgalidiko oder kretisches Pferd. Hierbei handelt es sich um eine Rasse, mit folgenden Merkmalen:

  • ca. 1,40 m hohe, schlanke Beine
  • enge Brust
  • eindrucksvolle Mähne
  • außergewöhnlich Lebendig
  • sehr Leistungsfähig
  • Wiederstandsfähig bei extremen Wetterlagen.

Alle diesen hervorragenden Merkmale haben dieses Pferd schon seit der minoischen Zeit, als Haustier, als Transportmittel, in der Landwirtschaft, bei Pferderennen und als Reitpferd beliebt gemacht. Trotz vieler Kreuzungen ist die Art dennoch fast unverändert geblieben. Während der Zeit der türkischen Besatzung, haben die Türken einen Exportstop, für diese bei ihnen sehr beliebte Pferderasse veranlasst, denn sie fürchten das dieses leistungsstarke Pferd vor dem Aussterben bedroht sei. Heute zählt die Population dieser Pferde nur noch 150 Stück. Vor einigen Jahren wurde ein Verein gegründet, der das Aussterben dieser Pferde verhindern soll.

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