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Die Geschichte der Insel Leros in Dodekanes - Griechenland

Erste Siedler, sollen hier in der Jungsteinzeit gelebt haben. Werkzeuge aus der Zeit werden im archäologischen Museum in Agia Marina gezeigt. Leros war von da an permanent bewohnt. Wissenschaftler haben bei Ausgrabungen und in antiken Schriften Hinweise darauf gefunden, dass Leros war im Laufe der Jahre nicht sehr bedeutend und wurde auf Grund dessen nur selten in Überlieferungen erwähnt.

Im Laufe der Jahre wurde die Insel, wegen ihrer günstigen geografischen Lage, wie auch die anderen Inseln der Dodekanes, häufig Ziel, kriegerischer Angriffe. In Folge dessen regierten  verschiedenen Besatzer Leros. Diesem geschichtlichen Umstand verdankt die Insel Ihre unterschiedlichen Baustile, die bis in die heutige Zeit deren archetektonische Bild beeinflussen. Zum Schutz vor Piraten und vor allem vor den kriegerischen Angriffen der Türken baute man es zu einer die Burg mit einer mächtigen Stadtmauer um. Dieser Schutz vermochte jedoch nicht zu verhindern, dass Leros in türkische Hände fiel und sie die Insel von nun an beherrschten. Die Türken versahen die Häuser mit Erkern und kleinen Türmen und Moscheen wurden gebaut. Nachdem die Italiener die Türken besiegt hatten, eroberten sie die Insel. Unmittelbar nach der Besetzung der Insel, im 11. Jahrhundert, baute der Kreuzritter Alexius Komninos, seine Burg, hoch über Platanos. Die Burg Panagia Kastrou ist das wichtigste Denkmal der Insel Leros. 

Die ockerfarbenen Villen, mit Ziegeldächern, die zwischen weiß getünchten Häuser, im Ortskern von Platanos stehen, wurden zwischen 1880 und 1935, von reichen, im Ausland lebenden Leriern, gebaut. Ende des 19 Jh. bis Anfang 20.Jh., wanderten viele Lerier nach Ägypten aus. Um sich der Besatzung, zu entziehen und Geld, zu verdienen. In Kairo hatte sie 1873 eine Bruderschaft gegründet, diese förderte die Heimatinsel um Schulen, zu bauen und Kranke zu unterstützen.

Im Jahr 1912 wurden Leros und die anderen Dodekanes-Inseln, nach einem Sieg über die Türken von Italienern eingenommen. Die Besatzungszeit der Italiener, dauerte bis 1943. Während diesen 32 Jahren entwickelten sie Städte auf dem Reisbrett (Lakki) und drückten den Städten den italienischen Stempel auf, indes sie zahlreiche Gebäude, in das Ortsbild integrierten. Die Griechen blieben immer noch unterdrückt, ihre Sprache nicht anerkannt.

Leros wurde im Herbst 1943, schwer von deutschen Bomben zerstört. In der Nachkriegszeit, erwarb sich Leros erstmals einen schlechten Ruf. Die royalistische Regierung gründete,  während des Bürgerkrieges (1945 – 1949), in den italienischen Kasernen, die königlich Technische Schule. Dort wurden die Kinder von linken Partisanen und einiger Politiker, streng antikommunistisch erzogen. Viele dieser Kinder haben Ihre Familien nie wieder gesehen. 1958 gründete man die psychiaterische Klinik auf Leros. Zunächst, wurde sie in verschiedenen Gebäuden von Lakki und Lepida, angesiedelt. Während der Zeit der Juntaherrschaft (1967 – 1974), richtete man auf der Insel ein Internierungslager ein. Mehr als 3000 politische Gegner, hielt man hier gefangen und folterte sie. Bis heute hat man ihnen noch keine Gedenktafel gesetzt. Über die Zeit der Junta wird nicht gerne geredet. Nur die Wandmalereien in der Kapelle Agia Matrona Kioura, erinnern an diese schlimmen Jahre.

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