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Sehenswertes auf der Insel Nisiros - Dodekanes - Griechenland

Mandraki

Hauptstadt der Insel ist Mandraki. Eine außergewöhnlich romantische Ortschaft mit weiß getünchten Häusern mit kleinen Innenhöfen und schmale Gassen. Der eigentliche Mittelpunkt des Ortes ist der Dorfplatz namens Platia Ilikiomeni (Platz der Bejahrte). Der Dorfplatz ist umsäumt von schattenspendenden Bäumen. Hier ist immer was los.  Die Cafes sind Sommer wie Winter beliebter Treffpunkt von Insulanern und Touristen. Nicht weit entfernt von der Platia befindet sich das 1931 erbaute Rathaus (Dimarchio). Sein Eingang besteht noch aus der Ritterzeit. Hinter dem Rathaus werden einige Funde aus längst vergangenen Zeiten ausgestellt. Geht man von der Platia in Richtung Hafen, passiert man eine byzantinische Kapelle. Diese ist teilweise in den Boden eingelassen.

In den Sommermonaten wendet sich Mandraki buchstäblich dem Meer zu. An der, ca. 1 km langen Uferpromenade (Paralia), die einst von den Italienern angelegt wurde, reihen sich Cafes, Restaurants, Geschäfte und Mopedverleihs aneinander. Aber nicht nur touristische Gebäude sind an der Uferpromenade, zu finden. Da ist z.B. das im typisch italienischen Stil erbaute Hafengebäude, das heute Post, Polizei, Zoll und Hafenamt beherbergt. In den Wintermonaten ist die Paralia fast ausgestorben und das dörfliche Leben spielt sich in den kleinen Seitenstrassen ab.

Die Hauptkirche des Ortes ist die Kirche Panagia Potamitissas. Sie befindet sich auf dem Weg von der Platia in Richtung Castro. Die Kirche ist kunstvoll mit Wandmalereien geschmückt. Das Vorbild für die selten zu findenden Szenen aus dem Marienleben entsprechen dem Marienzyklus aus dem 14. Jahrhundert, zu finden in der Chorakirchre im ehemaligen Konstantinopel (Istanbul).

Hoch oben über der Stadt, 135m thronen das Castros und des Klosters Spiliani Kirche der Mutter Gottes in der Höhle). Ein Aufstieg über die 130 Stufen zu den Überresten der Johanniter  Festung und dem Kloster lohnt sich. Nach 81 Stufen erreichen sie zunächst das Tor des Castros aus dem 14. Jahrhundert. Das Tor ist aber aus Sicherheitsgründen meistens unzugänglich. Oben angekommen erreichen sie zunächst das Kloster Spiliani. Aufzeichnungen besagen, das es 1401 gegründet wurde. Jedes Jahr kommen an den 9 Tagen vor dem Marienfest (15.08.) tausende von Pilgern her und beleben das Kloster für mehrere Tage. Ziel der Pilgerer, ist die kostbare Marienikone, in der Klosterkirche. Die Kirche selbst  ist wesentlich älter als die anderen Gebäude des Klosters. Unter einem antiken Türsturz hindurch, kommt man in frühchristliche Höhlenkirche.

Mandraki selber hat 2 Strände. Der Agios Savvas Strand an der Paralia, mitten im Geschehen.  Kein sonderlich  geeigneter Badestrand, wenn man womöglich auch noch seine Ruhe sucht. Geht am hinter dem Castro den Weg herunter zur Küste, vorbei an dem kleinen Hafen, um den Fels herum, so kommt man zum Chochlaki Strand. An dem Kieselstrand ist es wesentlich ruhiger als in der Ortsmitte.

In Mandraki befindet sich ein Volksmuseum mit einer bemerkenswerten Ausstellung. Der wichtigste Hafen mit gleichem Namen wie die Ortschaft ist der Namensgeber des Städtchens.

Etwas außerhalb des Ortes ( ca. 15 Fußminuten) befindet sich   die besterhaltenste antike Stadtmauer Griechenlands. Ein Abschnitt der Mauer ist bis zu 6m Höhe und 4m dicke erhalten. Die Mauer wurde einst aus vulkanischem Gestein gebaut. Die genau ineinander eingepassten Steinblöcke sind bis zu 2 m lang und bis zu 0,8m hoch. Über eine Treppe neben dem Stadttor, gelangt man auf die Mauer.  Innerhalb dieser Mauern haben noch keine Ausgrabungen Stattgefunden. So weiß man nicht, ob sich hier eine Akropolis oder eine Siedlung befunden hat. Die Einheimischen nennen den Ort Palekastro ( alte Festung).

Pali

Das gemütliche Fischerdorf Pali hat sich direkt an der Küste angesiedelt. Einige kleine Hotels, Appartementanlagen und Pensionen haben sich mit zunehmendem Tourismus niedergelassen. Für ihr leibliches Wohl gibt es einige kleine Tavernen und Cafes. Viele Geschäfte gibt es nicht, aber alles was sie für den täglichen Gebrauch benötigen finden sie hier.

Während der Italienischen Besatzungszeit wollte man die Ortschaft, ähnlich wie Lakki auf Leros, zu einer auf dem Zeichenbrett geplanten Mustersiedlung kreieren. Der 2 Weltkrieg verhinderte das Vorhaben aber. Der lange Kiesel-Sand-Strand ist ein sehr beliebter  Strand. Etwas außerhalb von Pali befindet sich die Kirche Panagia Thermiani und die Überreste eines römischen Thermengebäudes. 3 km außerhalb des Dorfes endet die Uferstrasse an einem einsamen Strand (Lies) - hier werden Sonnenschirme vermietet und kalte Getränke verkauft. Von hier aus nach ca. 10 Gehminuten kommt man zum schönsten Strand der Insel (Pachia Ammos). In die andere Richtung außerhalb (ca. 2 km) der Ortschaft, befindet sich in Loutra, ein stark heruntergekommenes  Gebäude, aus dem Jahre 1872. Es ist das Kurhaus der Insel. Bis zu Beginn der italienischen Besatzungszeit, war es sehr berühmt und zog sogar in Ägypten lebende Griechen als Kurgäste an. Heute nehmen nur noch sehr wenige Griechen hier heilsame Thermalbäder, gegen Rheuma, Artrose und Verspannungen. Touristen sind sehr rar geworden, dabei ist das scheffelhaltige Wasser, das direkt aus der Caldera in altertümliche Badewannen fließt, sehr angenehm. Früher gab es im Kurhaus 100 Gästezimmer. Heute sind es nur noch einige wenige, aber es gibt Planungen, den ehemaligen Kurkomplex wieder in neuem Licht erscheinen, zu lassen.

Emborios                                                      

Das Dorf Emborios hat sich genau wie Nikia am oberen Rand der Caldera angesiedelt. Es befindet sich ca. 8 km südöstlich von Mandraki.  Von hier aus kann man bis weit auf das Meer und hinunter in den Krater sehen. In Emborios gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. In den Sommermonaten kann man in den Tavernen des Dorfes, einfache typisch griechische Küche bekommen. Busverbindungen von und nach Mandraki, gibt es täglich (beachten sie den Fahrplan, um den Bus zurück nicht zu verpassen). Emborios ist ein kleines typisch griechisches, fast verlassenes Bergdorf mit malerischen Gassen. Viele Häuser sind nicht bewohnt. In den Wintermonaten wohnen hier nur noch 8 –15 Menschen. Die Abwanderung hat schon 1933 eingesetzt, als ein Erdbeben schwere Schäden angerichtet hat. Autos gibt es hier keine. Es wäre auch schwer durch die schmalen Gassen, zu kommen. Die wichtigsten Transportmittel des Dorfes sind Esel und Maultiere.  Sehenswert ist das Castro. Eine Treppengasse führt in 10 Minuten zu Fuß durch das Dorf, vorbei an der Platia, mit seinem Cafenion, kleinen Tavernen und der Dorfkirche. Von dem Castro, wo bis zu dem Erdbeben noch mehr als 10 Familien wohnten, sind nur noch einige Mauerreste übrig. Nahe des Castros ist die  schwer zerstörte Michaeliskirche. In deren Inneren sind noch einige kunstvolle Fresken zu sehen. Den Schlüssel für die häufig verschlossene Kirche bekommt man im Dorf.  Kurz vor dem unteren Dorfeingang sehen sie ein kleines Schild mit der Aufschrift “natural Sauna“. Kurz dahinter führt ein Weg durch ein kleines Tor, zu einerkleinen Grotte, die durch die Erdwärme, so erwärmt ist, das man durchaus saunen kann. Diese Natursauna, wird von Einheimischen nicht mehr genutzt. Abkühlung in Form von Duschen oder Tauchbecken gibt es jedoch nicht mehr. Außerhalb des Ortes befindet sich das Kloster Kyra.

Nikia

Das Dorf  Nikia hat sich genau wie Emborios am oberen Rand der Caldera angesiedelt. Von hier aus kann man bis weit auf das Meer und hinunter in den Krater sehen. Der Ort hat ca. 50 Einwohner und befindet sich südlich von Emborios.  Am Anfang des Dorfes endet die Strasse. In Nikia gibt es keine nennenswerten Übernachtungsmöglichkeiten. In den Sommermonaten kann man in den Tavernen des Dorfes, einfache typisch griechische Küche bekommen. Einige der Tavernen sind vor allem abends immer gut besucht. Busverbindungen von und nach Mandraki, gibt es täglich. Vom Ortsrand führt eine blumenbepflanzte Strasse bis hin zu dem idyllischen Dorfplatz. Hier gibt es einen gemauerten Tanzplatz, einen kunstvollen Kieselmosaikboden, kleine Tavernen, Cafes und die Dorfkirche. Die Kirche ist der Maria Darbringung im Tempel geweiht. An deren Ikonanastase befinden sich einige bemerkenswerte Ikonen aus dem 17. Jahrhundert. Nahe der Bushaltestelle, befindet sich ein Schild Vulcano. Von hier aus kann man in einer Stunde, auf einem guten Weg, zu Fuß in den Krater gehen. Der Anfang des Weges führt zum Kloster Agios Ioannis Theologos vorbei. Die Felskirche ist recht sehenswert. In ihrem Inneren findet man zahlreiche Öllampen, Votivtafeln und Ikonen. Anfang des letzten Jahrhunderts war dieses Kloster sehr bedeutend. Sein Kirchenfest findet jährlich am Abend des 25 September, statt.

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