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Fauna und Flora
Tilos, wird auch gerne die ruhige Perle der Dodekanes genannt.
Die Insel ist ein Naturparadies. Seit einigen Jahren wird Naturschutz und
Vermeidung von unnötiger Umweltzerstörung gross geschrieben. Die ist vor allem
dem Tilos Park Projekt, zu verdanken. Im Zuge dessen wurde den Bewohnern der
Insel bewusst, das die Mehrzahl ihrer Besucher kommt, um der Natur näher
zukommen. Auf 67 km langen Wanderpfaden, um Naturaufnahmen zu machen, daher
unterstützen die Bewohner von Tilos seitdem, das Jagdverbot. Seit dem haben sich
auch Chukar-Huhn und Felsentaube merklich vermehrt. Die Insel Tilos, zählt
ausserdem wegen seiner vielfältigen und seltenen Pflanzen- und Tierwelt zum
Natura 2000-Network, dem Naturerbe Europas. Mit Förderung aus dem dreijährige EU
Life-Nature-Programm soll der Bestand des gefährdeten Eleonorenfalken, des
Habichtsadlers und der Mittelmeerkrähenscharbe gestützt werden. In den
EU-Berichten wird Tilos als Heimat für 10% der gesamten Weltpopulation, des auf
Madagaskar überwinternden Eleonorenfalken geführt. Vor dem Jagdverbot war das
meistgejagte Tier das Rebhuhn, das nebenbei auch die ganzjährige
Hauptnahrungsquelle die Greifvögel ist, den Honigbussard, den Hühnerhabicht, den
langbeinigen Bussard und die Eleonora-Falken. Tilos ist die Heimat für 10% der
gesamten Weltpopulation dieses gefährdeten Falken, was nach Auskunft der
griechischen Vogelschutzgesellschaft Tilos zu einem der drei wichtigsten
Standorte für diesen Falken in ganz Europa macht.
GeschichteLaut der Mythologie, soll der Name Tilos, vom gleichnamigen jüngsten Sohn der Telchinidas Alias und dem Sonnengott Helios stammen. Dieser soll hier Heilkräuter für seine schwer kranke Ehefrau gesammelt haben. Nachdem eben diese Kräuter bei ihrer Genesung geholfen haben, kehrte Tilos aus Dankbarkeit auf die Insel zurück, baute hier sein Heiligtum und wurde Priester. Wie die anderen Inseln der Dodekanese war Tilos auch seit der Antike bewohnt. 1971 haben Ausgrabungen ergeben, das auf Tilos von 50.000 v. Chr. bis ca. 4000 v.Chr. Zwergelefanten gelebt haben sollen. Weiter hat man in 140.000 Jahre alte Hirschknochen gefunden. Aus der Neolithischen Periode fand man Scherben und Werkzeuge.
Eine genaue geschichtliche Datierung ist, wie bein meisten
kleinen Inseln, kaum möglich. Man geht davon aus, dass ca. 1000 v. Chr. die
Dorier, die eine enge Beziehung zu Rhodos hatten, die Insel Tilos besiedelten.
Der römische Geschichtsschreiber Herodot erzählt, dass sich die Tiloten mit den
rhodischen Lindern im 7. Jahrhundert v. Chr. an der Kolonisierung von Gela
(Sizilien) beteiligten. Man weiss, das Tilos Mitglied im Attischen Seebund (479
v. Chr.) war. In der Seeschlacht bei Knidos (394 v. Chr.), bekam Tilos die
Unabhängigkeit, die sie bis ca. Mitte des 3. Jh.v. Chr. behielt. Die
Insel erreichte seine wirtschaftliche Blütezeit, und prägte seine eigene Münzen.
Ende des 4. Jh.v. Chr. verbündete sich Tilos mit Kos. Im Laufe der Jahre wurde die Insel, wegen ihrer günstigen geografischen Lage, wie auch die anderen Inseln der Dodekanes, häufig Ziel, kriegerischer Angriffe. In Folge dessen regierten verschiedenen Besatzer Tilos. Diesen Besatzern, verdankt die Insel Ihre unterschiedlichen Baustile, die bis in die heutige Zeit deren archetektonische Bild beeinflussen. 1310 gehörte die Insel den Johanniten von Rhodos. Zum Schutz vor Piraten und vor allem vor den kriegerischen Angriffen der Türken, bauten sie 7 Burgen und Festungen. Das Kastro oberhalb von Megalo Chorio ist noch am besten erhalten. Dieser Schutz vermochte jedoch nicht zu verhindern, dass Tilos 1522 in türkische Hände fiel und sie die Insel von nun an beherrschten. Die Türken versahen die Häuser mit Erkern und kleinen Türmen und Moscheen wurden gebaut. Vom türkischen Baustil ist auf Tilos nicht sehr viel zurückgebleiben. Im Jahre 1821 begann die griechische Revolution, die bis 1863 zum autonomen griechischen Staat auf dem Festland und dem Pelopones führte. Im Jahr 1912 wurden Tilos und die anderen Dodekanes-Inseln, nach einem Sieg über die Türken von Italienern eingenommen. Nach dem griechisch-türkischen Krieg von 1922 wurde der Besitz an den Inseln im Vertag von Lausanne im Sinne Italiens geregelt. Die Besatzungszeit der Italiener dauerte bis 1943. Während diesen 32 Jahren entwickelten sie Städte auf dem Reisbrett und drückten den Städten den italienischen Stempel auf. Die Griechen blieben immer noch unterdrückt, ihre Sprache nicht anerkannt. Nach der italienischen Kapitulation besetzten Deutsche weite Teile der Ägäis. Wegen der hohen strategischen Bedeutung der Wasserstaßen vor Tilos, hatte die Insel eine relativ große Besatzungsmacht von ca. 200 Soldaten. Erst nach schweren Kämpfen wurde die Insel von den Briten eingenommen. Der Dodekanes wurde Griechenland, nach dem Zweiten Weltkrieg, wegen seines Sieges über Italien und wegen seiner Beteiligung an dem Kampf der Alliierten gegen die Achsenmächte zugesprochen.
WandernDie bevorzugte Wanderzeit auf den griechischen Inseln, ist im Frühling (April bis Ende Mai) und im Herbst (Mitte September bis Ende Oktober). Schon der Maler Paul Klee hat einst gesagt, "Zu Fuss kann man besser schauen". Wer die Insel selber auf Schusters Rappen erkunden möchte, wird in der vielfältigen Natur der Insel etliche interessante Wanderwege finden. Im Gegensatz zu den meisten griechischen Inseln gibt es hier markierte Wanderwege. Die Insel bietet sich förmlich an, mit ihrer bezaubernden Landschaft, und ihrer attraktiven und überschaubaren Berglandschaft an, zu Fuß entdeckt und erkundet zu werden. Wegen der überschaubaren Grösse koennen sie zu Fuss, die meisten Ortschaten und Sehenswuerdigkeiten erreichen. Tilos, das ruhige Juwel der Dodekanes, mit seine unzaehligen Vogel- und Pflanzenarten, seinen idyllischen Stränden und den schönen Wanderwegen (67 km langen Wanderwegen). Ohne jeglichen Massentourismus kann man hier die Natur und das typisch grischische Leben entdecken. Die Bewohner, der Insel haben binnen der letzen Jahre festgestellt, dass die Mehrzahl der Tilos- Besucher kommen, um der Natur zu erkunden, zu wandern, um Naturaufnahmen zu machen, um die Inseltierwelt zu malen oder Vögel aus der Nähe zu beobachten, desshalb unterstützen die Bewohner von Tilos das vor einigen Jahren verhaengte Jagdverbot. Wichtig beim Wandern, vergessen sie nicht immer genug Wasser dabei, zu haben. Festes Schuhwerk ist erforderlich und denken sie in jedem Fall an Sonnenschutz und Kopfbedeckung. Eine ganz besondere Wanderung kann man in das verlassene nach Dorf Mikro Chorio unternehmen. Der beschilderte Weg startet von der Hauptstraße, die nach nach Megalo Chorio fuehrt. Das Dorf, ist genauso wie der Hauptort, an einem Bergrücken gelegen. Gekrönt ist es von einem der 7 noch teilweise erhaltenen Kastros der Insel. Eine weitere interessante Wanderung geht vom Strand Eristo Beach bis zum Kloster Panteleimonas. Diese Tour ist etwas anspruchsvoller – nehmen sie genug Trinkwasser mit, es gibt auf dem Weg keine Möglichkeit zur Einkehr. Sehr interessant ist auch ein Aufstieg auf den höchste Berg der Insel, der Profitis Ilias mit einer Höhe von 651 Metern. |
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