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Ortschaften, Buchten, Strände und Sehenswürdigkeiten auf der Insel Tilos - Dodekanes - Griechenland

Agios Antonios

Das Fischerdorf von Agios Antonios liegt im Norden der Insel. Nur wenige neue Häuser und zwei Tavernen bilden das heutige Dorf. Einst gab es hier noch eine Tankstelle, die erste der Insel, doch diese wurde aufgegeben seit es eine neue Tankstelle auf der Straße zwischen Livadia und Megalo Chorio gibt.

Einst war der Hafen, so kann man in historischen Reiseberichten lesen,  der Hauptzugang zur Insel. Hier kann man idyllisch sitzen und den fangfrischen Fisch essen. Viele Bewohner der Insel lieben diesen Platz. Das Wasser hier wirkt im ersten Moment etwas schmutzig, doch bei naeherem betrachten stellt man fest, das der Untergrund aus Lavagestein besteht und das Wasser glasklar ist. Fuer die Romantiker unter Ihnen, dieser kleine Fischerhafen ist der perfekte Platz mit dem schoensten und Sonnenuntergang auf der Insel. Neben dem kleinen Hafen befindet sich ein Strand.

Von der einst hier ansässigen antiken Siedlung, die bis zur frühchristlichen Zeit bewohnt war, ist heute leider  nicht mehr viel zu sehen. Die Bucht wurde jedoch schon vor einigen tausend Jahren bewohnt. Vor- und frühgeschichtliche Nekropolen ( Grabstätten) sind hier gefunden worden .Leider gibt es keine umfassenden Ausgrabungen, denn man vermutet hier ein umfangreiches Begräbnisfeld.

Linkerhand, oberhalb der Straße nach Agios Panteleimonas ist die Klosteranlage von Kamari sichtbar. Diese ist wunderschön gelegen und einen Abstecher wert. Das Wasser der Quelle, am Kloster ist Trinkwasser und wird von den Einheimischen sehr geschätzt. Von dort aus kann man, weiter der Straße nach Agios Panteleimonas folgend, zum Strand Plaka gelangen, der mit feinem Sand und klarem Wasser zum Schwimmen einlädt. Der Strand ist nicht organiesiert und es gib auch keine Kantina oder Taverne dort. Dafuer haben sie einen nahezu menschenleeren Sandstrand.

Micro Chorio

Über die Serpentinen einer kleinen Schotterstrasse hinauf, passiert man einige Terrassenfelder, die einst als sie bewirtschaftet wurden und  kommt man nach  Micro Choro (kleines Dorf), die sogennannte. verlassene Stadt. Wann diese Ortschaft gegründet wurde ist unklar, sicher ist das sie in der Ritterzeit, um 1400 existiert haben muss. Der Ort  war von da an bis in die 30-ziger Jahre bewohnt. Die mittelalterliche Existenz ist belegt durch  die Grundmauern eines ehemaligen Wehrturmes.  Überlieferungen berichten von Einwohner der Insel, die bei Piraten- und Türkenüberfällen hinter die Festungsmauern flüchteten, weil man die Angreifer von hier oben aus rechtzeitig sehen konnten. Heute besteht das Dorf nur aus Ruinen, welche die einstige Bedeutung des Ortes erahnen lassen. Wie antike Ausgrabungen ragen die Grundmauern von knapp über zweihundert Häusern aus dem Boden. Man muss schon genau hinschauen wenn man die verlassene Stadt Micro Chorio von der Hauptstrasse aus erkennen will, da die Steine die gleiche Farbe wie die Felsen haben und man sie so kaum voneinander unterscheiden kann. Wenn man durch die kleinen, sehr schmalen Gassen bummelt  bemerkt man, das die Häuser verschiedenen Phasen des Zerfalls aufweisen. Einige sind noch mit Dachziegeln bedeckt, andere bestehen nur noch aus Wänden bei einigen sind nur noch die Grundmauern erkennbar. Den Bewohnern war das Leben hier zu mühsam geworden. Der Ort wurde nach dem Ende des 2. Weltkrieges nach und nach aufgegeben. Die Kampfhandlungen zwischen deutschen und englischen Soldaten beschleunigten den Niedergang des Dorfes.Viele Familien wanderten nach Rhodos, auf das Festland, ins europäische Ausland, oder nach Kanada und Neuseeland aus. 1965 war nur noch eine Hand voll Bewohner übriggeblieben. Diese zogen in neue Haeuser in das Hafenstädtchen Livadia.  Die einzelnen Häuser bezeugen noch heute einen gewissen Wohlstand der früheren Bewohner. Alte Einwohner, die früher in Mikro Chorio lebten, versichern heute noch gerne wie schön es früher dort war.

Doch seit einige Jahren hat die verlassene Stadt wieder einen Hauch von Leben bekommen. Einige der alten Häuser wurden wieder restauriert. In einem dieser Häuser und davor finden in den Sommermonaten ab 23.00 Uhr Disco-Veranstaltungen statt. Viele leerstehende Häuser sind dann beleuchtet, und vor dem Hintergrund des völlig verlassenen Dorfes entsteht eine einmalige Atmosphäre. Viele der Inselbewohner, lassen es sich nicht nehmen, dort die Nacht zium Tag, zu machen. Von Livadia aus gibt es kostenlose Shuttelbusse.

Bucht von Eristos

Von Megalo Chorio führt eine Straße zum Strand von Eristos, durch eine fruchtbare Ebene in der  Obst und Gemüse angebaut wird. Ein neu angelegter Stausee sollte bei der Bewässerung der Felder helfen. Leider hat man bei dem Bau einige Fehler gemacht, so das dieser jetzt ohne Wasser ist.

Die ca. 2 km lange  Bucht Eristos ist der längste Sandstarnd der Insel. Da es auf der Insel nicht viele Touristen gibt ist dieser Strand auch in der Hochsaison nie übervölkert. Einige Individualtouristen, Islandhopper und Griechen vom Festland nützen den breite Sandstrand mit den Büschen und Tamarisken, um dort zu Campen. Es gibt es nur eine Minimalausstattung an Toiletten und Duschen und eine Kantina – Nichts fuer „ Luxuscamper“ . Trotz der hier aufgestellten Zelte wirkt der Strand annährend Menschenleer. Wer etwas komfortabler wohnen möchte, in der Nähe gibt es einige kleine Appartementanlagen und ein kleines Hotel.  Nicht weit vom Strand gibt es zwei Tavernen. Der Strand selber ist nicht organisiert.

Historiker gehen davon aus, das es auch in dieser Bucht eine antike Siedlungen gab. Man geht davon aus, das sie bis zur frühchristlichen Zeit bewohnt war. Genau erforscht wurde die Gegend jedoch noch nicht. Im Nordwesten, auf einem Berg der zum Profitis Elias-Massiv gehört, gelegen, befindet sich eine Ruine einer Burg, die man „Palaeokastro“ (Alte Burg) nennt. In der Ritterzeit  wurde dieses Kastro so gebaut, das es Blickkontakt mit der Festung von Megalo Chorio hatte.

Megalo Chorio

Nur die beiden Orte Megalo Chorio (großes Dorf) und Liviadia sind heute noch bewohnt. Obwohl es in Livadia wegen der dort ankommenden Fähren, den Touristen und den Hotels, Pensionen und Tavernen weitaus lebhafter zugeht ist Megalo Chorio seit der Antike bis heute Hauptort und Verwaltungssitz von Tilos. Hier leben die meisten Einwohner (200) der Insel. Der Ort besteht aus einigen Wohnhäusern, dem Bürgermeisteramt, einigen kleinen Cafes und Tavernen und einem noch kleineren Supermarkt. Der absolut untouristische Ort macht es einem nicht leicht sich vorzustellen, das es sich hierbei um eine einst Reiche und mächtige Stadt gehandelt haben soll.  Einst wurde die Ortschaft im Norden der Insel, vom Wasser her nicht einsehbar errichtet. Hinter der byzantinischen Hauptkirche, die dem Erzengels Michaels Taxiarchis geweiht ist, befinden sich die Überreste einer alter hellenistische Stadtmauer, die sich wie ein gerades Band mittig durch das Dorf zieht. Die Kirche wurde einst auf den Überresten eines Tempels, der dem Apollon und der Athene (ca. 4. Jh. v. Chr.) geweiht war gebaut. Die antike Stadt der Insel,  mit dem Namen Tilos, befand sich dort, wo sich heute das Castro (Burg ) befindet. Diese Burg wurde auf den Überresten der Akropolis, der hellenistischen Siedlung gebaut, die bei einem Erdbeben zerstört wurde. Die Aussicht von hier oben ist phantastisch, ein strategisch besonders gelungener Platz um eine Ritterburg zu bauen. Die antiken Häuser standen am Südhang des Berges von Agios Stefanos, unterhalb der Johanniter-Festung.  Die Häuser des modernen Ortes liegen etwas tiefer am Berg. Von der Burg kann man noch ein imposantes antikes Tor, Marmortreppen und Mauerteile, die Reste von Zisternen und die Ruinen von zwei byzantinischen Kirchen  erkennen. Der antike Friedhof, im Süden unterhalb des Kastros gelegen, war im Altertum größer als heute. Er wurde jedoch bis in die Neuzeit benutzt. Man sieht hier immer noch antike Gräber, Steinplatten mit Inschriften und Opferaltäre. Schmuckstücke und Grabbeigaben die hier gefunden wurden, kamen jedoch nach Rhodos ins Museum. Ein bronzenes Wassergefäß (Hydria) aus einem der Gräber, steht heute im British Museum London.

Die größte Attraktion des Ortes aber ist das Museum, auch wenn es nur die Grösse eines Klassenzimmers einer Dorfschule hat. Dort sind die Knochen von Zwergelefanten ausgestellt, die 1971 von einem Geologen in einer Höhle entdeckt wurden. Mehr als zwölftausend Knochenreste von fast vierzig Elefanten fand man dort. Man geht davon aus, das die Tiere maximal anderthalb Meter groß wurden. Sie lebten von 50 000 bis zweitausend vor Christus auf Tilos.  Für Paläontologen gelten sie als Beweis dafür daß die Insel vor Millionen von Jahren wahrscheinlich zum kleinasiatischen Festland gehörte.

Ausserhalb des Ortes finden sie die Elefantenhöhle Charkadio. Unterhalb dieser Höhlen  befindet sich das vor einigen Jahren errichtete Amphitheater von Tilos. Man hat viele Oleanderbüsche angepflanzt.  Der Aufgang zum Vorplatz der Elefantenhöhle ist indirekt beleuchtet. Von dort hat man einen phantastischen Blick bis weit über die Ebene und zur Bucht Agios Antonius. Megalo Chorio mit der eindrucksvollen, beleuchteten Festung bildet abends einen stimmungsvollen Rahmen für eine solche Theatervorstellung. In den Monaten Juli und August finden dort einige Aufführungen statt.Auf riesigen Plakaten in Livadia und Megalo Chorio werden diese angepriesen. Egal, ob sie nur wenig oder kein Griechisch sprechen, einmal sollte man sich dieses Erlebnis gönnen.

Livadia

Livadia ist ein kleiner romantischer Ort, der den Hafen der Insel beherbergt. Über diesen Hafen wird der Wirtschaftsverkehr mit Rhodos, Kos und Athen abgewickelt. Der erste Blick auf den Hafen Livadia vom Meer aus verrät einem, das mann eine kleine Insel ansteuert. Der erste Eindruck ist nicht so beeindruckend wie der von Symi oder Kastellorizo, er ist eben typisch Tilos. Livadia ist nicht der Hauptort der Insel, aber wegen seinem Hafen und dem grossen Kieselstrand, der touristischte Ort der Insel. Wobei man den Ort in keinem Fall mit den Ressorts anderer griechischer Inseln vergleichen kann.  Hier ist eben alles klein, der Dorfplatz (Platia), das Postamt, die Polizei, die Supermärkte und die wenigen Hotels und Appartmentanlagen. In Livadia finden sie Auto- und Mopedvermietungen, Geschäfte fuer den täglichen Bedarf, Geldautomaten und entlang der Hafenpromenade einige Restaurants mit Blick auf den Hafen. Bei genauer Betrachtung sieht man, das Livadia kein alter Ort ist, an jeder Ecke wird gebaut und die bestehenden Häuser sind alle nicht älter als 70 Jahre. Dieser Ort ist seit der Nachkriegszeit gewachsen. Richtig turbulent wird es in Livadia nur, wenn die grossen Fähren die Inseln anlaufen und „Nachschub“ bringen. Dann scheint die ganze Insel am Hafen zu stehen und jeder wartet auf seine Einkäufe.

 

Nachtleben gibt es in Liviada nicht, nur einige Dtarandtavernen und Cafes, wo sie den Abend mit Blick auf den Hafen ausklingen lassen koennen. Wer die Ncht zum Tag machen will, kann mit dem kostenlosen Shuttlebus in die Diskostadt – Micro Chorio gelangen. Der Keisstrand in Liviada ist organisiert. Es werden Sonnenschirme und Liegen vermietet. Sonnenanbeter und Wassernixen, die Sandstrand bevorzugen, können mit dem Tilos-Bus zu den Stränden Plaka und Eristos fahren. Vergessen sie aber nicht am Plaka-Strand gibt es keine Taverne und keine Kantina.


Kloster Agios Panteleimonas.

Im Nordwesten der Insel, am Hang des  Berges Profitis Ilias (651 Meter), in 250 Metern Höhe, befindet sich das Kleinod der Insel, das Kloster des Hl. Panteleimon. In Schwindelerregender Höhe wurde vor einigen Jahren die Strasse zum Kloster gesprengt.  Ohne Leitplanken und anderer Straßenabgrenzung, sehen sie tief unten das  rauschende Meer - die Wellen schlagen mit lautem Krachen an die Felsen. Die Fahrt endet an dem mit einem Kreuz gekrönten großen Tor, dem Eingang zum Kloster. Hinter dem Tor erwatret sie ein üppiger grüner Klostergartens, mit  bunt blühenden Blumen und alten, dicken Bäumen. Dort befindet sich eine Trinkwasserquelle, die auch von einheimischen gerne genutzt wird um den Wasservorrat zu füllen.  Die Ruhe und die Stille dieses Ortes sind einzigartig (Insofern nicht gerade ein Bus mit Touristen hier oben verweilt).

Durch ein großes Holztor gelangt man in das Innere des Klosters. Im Vorhof befinden sich Kieselmosaike – Kocklaki, wie sie auch auf Rhodos zu finden sind. Die ersten Anlagen wurden vermutlich im 14. Jahrhundert errichtet. 1471 kamen Mönche von Kreta, die erweiterten den Klosterbau. Die Mönche kamen nach Tilos, weil  ihrer ehemaligen Niederlassung bei Sitia geplündert worden war und sie verrtrieben wurden. Hier fanden sie Schutz und ein neues Zuhause. Ihr Abt Ionas ließ die erste Klosterkirche bauen. Die Klosterkirche ist umrahmt von Mönchszellen, die so angeornet sind, das jeweils zwei übereinander liegen.

Nach 1471 bekam das Kloster seinen Namen. Nach dem Sieg der Ritter im August 1480 über die Türken. Man beschloss die Kirche nach dem Namenstag des heiligen Panteleimon zu benennen. - Noch heute feiert man am  27. Juli feiert hier das Kirchenfest, zudem Pilger von anderen Inseln und Tilos kommen. In den folgenden Jahren wurde die Klosteranlage weiter ausgebaut, die  Mönche errichteten  Mauern, Wehranlagen und einen hohen, viereckige Turm, um das Kloster vor den immer massiver werdenden Angriffen der Türken, zu schützen. Auch christliche Bukanier unter Hugues Crevelier, Oronat, Daniel von Malta, J. Pretiosi, A. Francisco und andere versuchten, sich der Klosterschätze zu bemächtigen, wurden jedoch von den Venezianern unter Leonardo Foscolo und Fr. Morosini angegriffen und vertrieben. 1703 verlieh der Kadi von Rhodos dem Kloster den Titel: „Klostergut“, welches es bis heute führt. Im selben Jahr veranlasste der Abt Laurentius den Bau einer neuen Kirche. Dieses Gotteshaus überdauerte  bis in die heutige Zeit. Ihr Inneres ist mit kunstvollen Fresken ausgemalt. Der beruehmte Kirchenmaler Gregorios von Symi hatte diese 1776 gemalt. Einige der Originale aus dem 18. Jh. sind noch erhalten gebleiben. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich das Kloster Agios Panteleimonas zu einem mächtigen Kultur- und Handelszentrum und prägte eigene Münzen, die jedoch nur auf Tilos Gültigkeit hatten. Bei der griechischen Revolution (1821), bot man Flüchtlingen Unterschlupf. Seiner Zeit gehörten zum Eigentum des Klosters,  Ländereien auf Kreta, Kos, Kalymnos, Nisyros und Symi. Heute sind der Besitz nur noch auf Tilos beschränkt. Bis zum Jahr 1912 wurde das Kloster selbständig geführt.

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