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Aostatal

Das Aostatal ist eine autonome Region in Italien und mit einer Fläche von knapp rund 3 000 Quadratkilometern etwas größer als das Saarland. In der Region leben knapp 125 000 Einwohner. Damit ist das Aostatal von der Fläche und Einwohnerzahl her die kleinste Region Italiens.

Sie grenzt im Norden an den Schweizer Kanton Wallis, im Westen an Frankreichs Region Rhônes-Alpes und südöstlich an die italienische Region Piemont mit den Provinzen Turin, Biella und Vercelli.

Das Aostatal beheimatet die höchsten Berge der Alpen, darunter den 4.810 Meter hohen Mont Blanc, den höchsten Berg Europas. Unter den zwanzig Viertausendern sind besonders der Monte Rosa (4 643 m), das Matterhorn (4 478) sowie der Gran Paradiso (4061 m) hervorzuheben. In der Region befindet sich der Gran-Paradiso-Nationalpark, ein Regionalpark (Parco Naturale del Monte Avic) sowie diverse Naturschutz- und Skigebiete.

Durch den Klimawandel sind jedoch die Gletscher um die Berggipfel herum bedroht. Seit Jahren beklagen Umweltschützer ein rasantes Abschmelzen der Alpengletscher. Davon sind auch die Wintersportorte betroffen, die in den letzten vier Jahren leichte Umsatzeinbußen verkraften mussten.

Im Gegensatz zu allen anderen Regionen Italiens ist das Aostatal in keine Provinzen untergliedert. Die provinzialen Kompetenzen liegen vollständig bei der Regionalverwaltung. Während des Faschismus unter Benito Mussolini wurden sämtliche Gemeindenamen italianisiert. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die französischen Ortsnamen wieder eingeführt worden.

Italienische Übersetzungen wie in Südtirol gibt es nur noch in der Hauptstadt, die sich offiziell italienisch Aosta und französisch Aoste nennen darf. Hier leben ca. 34 000 Einwohner. Noch heute ist der schachbrettartige Grundriss der Stadt aus der Römerzeit erkennbar. Die Römer unterteilten die Siedlung in 64 Insulae (Stadtteile) in der Form eines Quadrates. Die ehemalige Stadtmauer sowie die Brücke Pont de Pierre, die unter der Herrschaft des Augustus errichtet wurden, sind noch relativ gut erhalten.
Noch vor der Ankunft der Römer wurde das Aostatal von den Kelten bewohnt. Vom 11. Jahrhundert bis zum Jahr 1946, dem Ende der Monarchie in Italien, stand das Aostatal unter der Herrschaft des Hauses Savoyen. Daher rührt auch die frankophone Historie des Aostatals.
Zur Zeit des Faschismus in Italien wurde Französisch verboten und der Siedlungsausbau italienischer Migranten vorangetrieben. Hier lag auch das Zentrum der italienischen Widerstandsbewegung Resistenza.

Aufgrund separatistischer Bestrebungen erhielt die Region 1946 ein Sonderstatut, das ihr ein hohes Maß an Autonomie und Schutz der kulturellen Identität gewährt.

Offizielle Amtssprachen sind Italienisch und Französisch. In den öffentlichen Einrichtungen werden die beiden Sprachen gleichermaßen behandelt. Abiturienten müssen im Aostatal jeweils eine Französisch- und eine Italienischprüfung ablegen. Dennoch fühlt sich die Mehrheit der Bevölkerung in der italienischen Sprache zu Hause. Daneben existiert in ein paar wenigen Gemeinden im Norden der Region eine deutsche Mundart, deren Sprecher auf insgesamt 1000 geschätzt wird.

Im Parlament in Rom wird das Aostatal von je einem Abgeordneten und Senator repräsentiert. Dank der weitgehenden Autonomie bleiben 90 % der Steuern im Aostatal.

Die Landwirtschaft spielt bis heute eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Es wird ein eigener Weichkäse namens Fontina hergestellt und in den Tälern Wein angebaut.
Wichtigster Wirtschaftszweig bleibt jedoch der Tourismus. Vor allem in die Skigebiete strömen jeden Winter zig Tausende Touristen. Mit nur 3 % ist die Arbeitslosigkeit sehr gering. Das Aostatal gilt als äußerst wohlhabendes Gebiet mit der höchsten Kaufkraft in der Europäischen Union. Die Kleinstadt Ayas ist – was das Durchschnitteinkommen der Bürger betritt – die reichste Gemeinde Italiens.

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