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Extremadura - Spanien

Extremadura (auch Estremadura genannt), eine selbstständige Region Spaniens ist hauptsächlich durch Landwirtschaft geprägt. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,1 Millionen und einer Fläche von rund 41 000 km² erstreckt sich das Gebiet im Südwesten des Landes. Die Amtsprache ist Spanisch und sollte von Besuchern zumindest in Ansätzen gesprochen werden, da der überwiegende Teil der Bevölkerung weder Deutsch noch Englisch versteht.

Extremadura besteht aus der nördlichen Provinzen Badajoz und der südlichen Provinz Cáceres, welche 383 Gemeinden umfassen. Hauptstadt mit ca. 54 000 Einwohnern ist die Stadt Mérida welche zentral in der Region liegt. Das landschaftliche Profil des Gebietes ist äußerst fassettenreich. Neben dem gebirgigen Norden mit den vielen Gebirgsketten (zum Beispiel Cordillera Central) gibt es ebenso fruchtbare Täler der Flüsse Tajo und Guadiana (im Westen und Süden) was ein breites Spektrum an Anbaumöglichkeiten bietet. So werden hier Oliven, Weintrauben, aber auch Weizen angepflanzt und Schweineherden gehalten.

Doch nicht nur die Landschaft ist vielschichtig sonders auch das Klima. Auf Extremadura herrscht eine Klimateilung, was bedeutet, dass das die Temperaturen im Norden deutlich unter denen im mediterranen Süden liegen. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 13 – 18 Grad (also ca. 4 Grad unter der Deutschen). All dies ermöglicht, dass auch insbesondere seltene oder vom Aussterben bedrohte Tierarten hier heimisch sind wie z.B. der Schwarzstorch oder der Wolf. Speziell Vögel- oder Reptilienbeobachter mögen diese Region wegen der großen Vielfalt.

Nachdem vor rund 3000 Jahren die Kelten das Gebiet eroberten, beanspruchten zunächst die Karthager uns später die Römer die Region für sich. Diese gründeten Städte die nach bis in die heutige Zeit existieren wie beispielsweise die Hauptstadt Mérida (ehemaliger Name: Hispana Ulterior, 25 v. Chr. durch Kaiser Augustus) und machten Extremadura zu einer der wichtigsten Handelsregionen der damaligen Zeit. Seit der Rückeroberung (Reconquista) jedoch gehört die Gemeinde seit dem Jahre 1230 zum Spanischen Herrschaftsgebiet. Auf Grund der häufig wechselnden Herrschaftsländer befinden sich viele historische Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Tempel und Aquädukte in Extremadura, welche zum Teil noch gut erhalten sind.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Mérida zu einem Knotenpunkt für Industrie und Eisenbahn. Durch die vielen historisch wichtigen Funde wurde das Gebiet schließlich 1993 zum Weltkulturerbe durch die UNESCO ernannt.

Besonders Stolz sind die Bewohner auf die römische Steinbogenbrücke in Alcántara, die als Besterhaltenste der Römer auf der Welt gilt. Mit fast 200 Metern Länge und rund 70 Metern Höhe überspannt sie den Fluss Tajo. Ein Triumphbogen, welcher dem Kaiser Trajan gewidmet wurde, befindet sich in der Mitte der Brücke.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Roman Amphitheater (Anfiteatro Romano) welches ca. 30 000 Besuchern Platz bot.

Sehenswerte Städte in Extremadura sind beispielsweise Cáceres (mit wunderschönen Renaissance-Schlösser und einer interessanten Altstadt), Mérida (mit antiken Bauten und einem Museum für römische Kunst), Plasencia (mit einer gotischen Kathedrale und Palastbauten), Trujillo und Badajoz.

Hotels, Landhäuser, Campingplätze oder Ferienwohnungen gibt es in der Region zahlreich. Ausgefallener, exklusiver und für Extremadura typisch sind die so genanten Parador de Turismo. Der Besucher befindet sich hier in einem umgebauten Kloster, Schloss, Burg oder ähnlichem und kann hier den Lauf der Geschichte auf sich wirken lassen.

Auch kulinarisch bietet das Gebiet viel Abwechslung. Zum einen werden, durch die landwirtschaftliche Nutzung der Region, viele frisch geerntete und hergestellte Speisen dargeboten und zum anderen, durch die vielen kulturellen Einflüsse im Laufe der Geschichte, gibt es nicht nur die übliche Spanische Küche. eine besondere Delikatesse ist der jamón de pata negra, ein Schinken der aus den schwarzen iberischen Schweine hergestellt wird.

Extremadura ist somit allen Urlaubern zu empfehlen, die gern in der zum Teil noch unbebauten Natur und den vielen Naturparks Wandern möchten, aber auch etwas kulturelles Erleben möchten fernab vom Massentourismus.

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