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Geschichte Spanien

Die Anfänge der spanischen Geschichte reichen weit in die Altsteinzeit unseres Kontinents zurück und können durch Höhlenmalereien, zum Beispiel in Altamira, bis in die Zeit von 11.000 vor Christus belegt werden. Und während sich die Archäologen am Golf von Biskaya und in den westlichen Pyrenäen um die teilweise noch rätselhafte Höhlenmalerei kümmern, können im Süd-Osten neolithische bis frühbronzezeitliche Siedlungen nachgewiesen werden, die eine gewisse Gemeinsamkeit mit prähistorischen Kulturen Afrikas aufweisen.

Nach dieser ersten Form der Besiedlung kamen die Iberer auf die Pyrenäenhalbinsel und waren auch gleichzeitig der Namensgeber für diese Region. Im 11. Jahrhundert vor Christus begannen die Phönizier an der Südküste Fuß zu fassen und später folgten dann die Griechen. Im 5. und 4. Jahrhundert vor Christus drängten die Kelten aus Gallien kommend in das Land und verschmolzen nach vielen Kämpfen mit den Iberern zu der neuen Volksgruppe der Keltiberer.
Der Süden und Osten der Iberischen Halbinsel wurden nach dem ersten Punischen Krieg von 237 bis 219 vor Christus von den Karthagern besiedelt, verloren diese Besitzungen aber im zweiten Punischen Krieg von 218 bis 201 vor Christus wieder.
Der Versuch der Römer, das Land unter ihre Kontrolle zu bringen, gelang erst nach 200 jährigen blutigen Kriegen, wobei die Basken im Norden ihre Unabhängigkeit behielten.
Trotz Verfolgungen bekam das Christentum immer mehr Anhänger, breitete sich rasant aus und Kaiser Konstantin machte sie zur vorherrschenden Religion.

Der im 5. Jahrhundert beginnende Zerfall des Römischen Reiches und die dadurch entstandene Erschütterung seiner äußeren Macht, veranlasste viele Völker, die Iberische Halbinsel zu erobern, und mit kriegerischen Auseinandersetzungen zu überziehen. Ulanen, Vandalen, Westgoten und islamische Eroberer lösten sich gegenseitig in ihrem Expansionsbestreben ab. Durch die Besetzung moslimischer Völker wurde die arabische Kunst und Wissenschaft zu einer unglaublichen Blüte angeregt, die auch für die Bevölkerung nicht ohne vorteilhafte Folgen blieb. Es waren Zeiten, die von Toleranz zwischen den Muslimen und den doch recht großen christlichen und jüdischen Gemeinden geprägt waren. Erst unter Pelayo, von 718 bis 737 der erste König von Asturien, begann die Vertreibung der Muslime, in dem er in den Bergen von Covadonga mit dem Kampf gegen die Mauren begann.

Ein nahezu acht Jahrhunderte währender Kampf, in dem nicht nur gegen die arabischen Völker gekämpft wurde, sondern auch die christlichen Reiche gegeneinander antraten, in denen Judenverfolgung und Verbannung auf der Tagesordnung standen, in denen Mauren gewaltsam bekehrt wurden, prägten die Geschichte Spaniens nachhaltig. Die Königreiche Kastilien und Aragón vereinigten sich dann aber im 15. Jahrhundert und vertrieben alle Muslime von der Iberischen Halbinsel.

Aragón, schon längst eine Seemacht im Mittelmeer, stand mit Portugal in heftiger Konkurrenz um die Macht im Atlantischen Ozean. Im Jahr 1492 begann dann auch Spanien, die Erforschung der Weltmeere zu forcieren und zu finanzieren. Christoph Columbus weckte die Aufmerksamkeit Europas, in dem er die „Neue Welt“ in einem vollkommen neuen Blickwinkel darstellte. Aber auch die Conquistadores brachten mit ihren Eroberungen und Niederwerfungen der mittelamerikanischen Reiche, wie der Inkas, neue Erkenntnisse, massenhaft Gold für die spanische Krone und unermessliches Leid über die Menschen der eroberten Länder.

Die Besetzung durch Frankreich und die Krönung des Bruders von Napoleon, Joseph, wurde in der spanischen Geschichte zum Desaster, allerdings diesmal für die Franzosen. Zum einen wehrten sich die aufgebrachten Spanier in einem fünf Jahre dauernden Befreiungskrieg gegen die Besatzung und zum anderen tat die Niederlage Napoleons, 1815 in Waterloo, das ihre und Ferdinant der VII, wurde wieder König von Spanien.

Eine ökonomische Krise brachte Spanien in den frühen 20er Jahren des 20. Jahrhunderts an den Rand des staatlichen Ruins und eines Bürgerkrieges. Durch einen Militärputsch 1923 kam die Militärdiktatur an die Macht, die bis 1930 Bestand hatte. Am 14 April 1931 wurde nach der Flucht König Alphonse XIII die Republik ausgerufen, die dann fünf Jahre andauerte.
Krisen in allen Bereichen des Lebens führten am 18. Juli 1936 mit einem Einsatz von Militär zum Spanischen Bürgerkrieg, der bis 1939 die Menschen in Atem hielt. Zwar blieb Spanien wie im Ersten Weltkrieg auch im Zweiten neutral, litt aber unter den Folgen des Bürgerkrieges und des Diktators Franco, der als Sieger aus den Wirren hervor ging und bis zu seinem Tod 1975 regierte.

1978 nahmen zwei Drittel der spanischen Bevölkerung die vorgeschlagene Verfassung an und machten damit den Weg für eine parlamentarische Monarchie frei. Ein Putschversuch im Februar 1981 scheiterte an dem entschlossenen Auftreten des Königs, der sich als Chef der Armee eindeutig zur Demokratie bekannte und das Militär auf seine Seite zog.1986 wurde Spanien in die EU aufgenommen und übernahm 2002 den Euro als Landeswährung.

Spanien ist in Europa angekommen.

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