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Informationen zu Zakynthos Stadt auf der Insel Zante in Griechenland

Zakynthos-Stadt oder Chora

An der Ostküste, in einer weiten Bucht, umgeben von Weingärten und Olivenhainen, erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung am Fuße des Hügels Bochali, die gleichnamige Inselhauptstadt Zakinthos-Stadt (Ζάκυνθος ) oder Chora (Ηορα) genannt. Sie liegt zu Füßen der alten venezianischen Festung. Die Inselmetropole ist die einzige größere Stadt der Insel und Pflichtprogramm für alle Urlauber von Zante, denn diese 13.000 Seelen Stadt, wird auch sie mit seiner mediterranen Atmosphäre verzaubern. Schöne neoklassistische Hauser in Rosa und hellgelb schlängeln sich den Hügel zur Festung hoch. Die Stadt Zakynthos ist für ihre traditionelle Architektur berühmt, obwohl der Ort bei einem großes Erdbeben und ein anschließendes Feuer im Jahre 1953 zu 90% zerstört wurde.  Immerhin konnten die Bewohner einige der Kunstschätze retten. Der Wiederaufbau erfolgte unter Einbeziehung der originalen historischer Baupläne. So konnte man das aussere Erscheinungsbild der Stadt  bewahren.  Heute ist die Stadt Zakynthos eine Mischung aus angepassten Neubauten und rekonstruierter Architektur mit venezianisches Flair. Bei einem Spatziergang durch die alten engen Gassen ist es fast so als würden man  Italien und Griechenland gleichzeitig besuchen. Die lange, bewegte Geschichte der Stadt hat einige Spuren hinterlassen, die sie bei Stadterkundung nicht verpassen sollten. Dazu gehoert natuerlich die Ruinen der venizianischen Burg, auch Kastro genannt, aus dem 17. Jahrhundert. Diese befinden sich hoch oben ueber der Stadt, die amphitheatralisch angelegt wurde  in den Ortsteil Bochali, auf dem gleichnamigen Huegel gelegt wurde. Heute haben sich in diesem  idyllische Ortsteil, vielen Cafés und Tavernen angesiedelt. Besucher von Bochali werden fasziniert sein von dem wunderschönen Ausblick auf die Stadt und das weite Meer. Historiker haben herausgefunden, das an der Stelle wo sie heute die Ruinen sehen, einst die mittelalterliche Stadt Zante gestanden haben soll. Gut erhalten ist ihr bombastisches Eingangstor, das von einem Markuslöwen bekrönt ist.  Bei einem Erkundungsgang über das Allpokiefern bewachsene Areal, sieht man von den damals zahlreichen Häusern und den zwölf Kirchen leider nicht mehr viel. übrig geblieben sind  verfallene Kirchen, ein Pulvermagazin mit massiven Dachziegeln und das ehemalige Gefängnis. Noch im 2 Weltkrieg, waren einige der Bastionen umkämpft. Von der Martinego-Bastion, im Süden der Festung hat man  einen wunderschönen Ausblick auf den Hafen. 1970 restaurieret man die Mauern, da sie nach mehren Erbeben drohten einzustürzen. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahre 1984 legte man mehrere Kirchen, frei. Weiter fand man Gegenstände aus der byzantinischen Epoche und der englischen Herrschaft.

Der Hafen von Zakynthos ist Anlaufpunkt der Fährschiffe und ein Fischereihafen. Wenn man in den Hafen einfährt sieht man schon von fern f die hell getünchten Häuser entlang der geschäftigen Hafenstraße, die von weitem wie weiße Farbtupfer aussehen. Entlang des Hafens sind einige Bars, Cafés und Tavernen, zu finden.

Zu den bedeutenden Bauten der Stadt, und die größte Kirche der Insel, ist  das Kloster des Heiligen  Dionisios an der Hafenpromenade. Sie wurde im Jahre 1948 gebaut, und dem Schutzheiligen der Insel gewidmet. Wie durch ein Wunder bleib sie bei dem Erdbeben unbeschadet. Wenn man in den Hafen kommt, sieht man schon von weitem abseits stehende Glockenturm. Die  weithin sichtbarer Campanile, ähnelt der  von San Marco in Venedig und ist das Wahrzeichen der Stadt. Dieser Turm ist typisch für den Baustil der Insel.  Das äußere der Kirche wirkt eher schlicht, umso überraschender ist ihr Inneres. Zu Ehren des Schutzheilige und zur Freude Ihrer Augen ist das Gebäude reich mit  vielen Fresken, vielen wunderschönen Wandmalereien  verziert und von kostbaren venezianischen,Kronleuchtern erhellt.. Namenhafte zeitgenössische Künstlern haben an der Pracht dieser Kirche beigetragen. Die Westwand wird gestützt von Säulen im Stil der Byzantiner. Die Ikonostase ist Vergoldet und wirkt wie aus einer goldenen Reliquienhöhle. Sie ist vom Mitteltor geteilt. Der Neo-Empire-Bischofsthron hat Pfauenarmlehen. Die Kirche Agios Dionysios beherbergt die sterblichen Überreste des gleichnamigen Schutzheiligen der Insel. Er ruht vorne rechts in einer Sargschatulle. Nach der Tradition schreiben Gläubige ihre Wünsche an den Heiligen und hoffen das diese fromm vorgetragen in Erfüllung gehen. Ein wahres Schauspiel ereignet sich am Abend wenn der Glockenturm von vielen Scheinwerfern erhellt wird.

Das Kloster hinter der Kirche beherbergt das Strofadenmuseeum. Früher wurde diese Museum vonbetreut. Die Hauptsehenswürdigkeit des Museums ist zweifelsohne die ca 8 Meter breite über 2 Leinwände gearbeitete Prossesionsdarstellung zum Dionysiostag, die es jedes Jahr an dessen Gedenktag am 17.12. gibt. Dieses beeindruckende Werk ist im Stil des Veroneses und Tiepolos von Nikolas gemalt.

Nicht weit von der Kirche entfernt befindet sich das Museum von Grigoris Xenopoulos.  Es ist dem Lebenswerk des griechischen Roman- und Theaterschriftstellers Grigoris Xenopoulos (1867 – 1951) gewidmet. Es beherbergt eine Sammlung aus Manuskripten und persönlichen Gegenständen des Künstlers sowie einige Möbelstücke aus der Periode des Schriftstellers.

Geht man sich von der Dionysioskirche in Richtung Norden kommt man auf die Strada Marina. Hier bieten Fischer Ihren Fang der Nacht direkt vom Kutter aus an, hier stehen Ausflugsschiffe. Die Straße führt vom Hafen direkt zum Dionysios Salomos-Platz, auch Platia Solomos genannt, mit der gleichnamigen Marmorstatue, die in der Mitte des Platzes steht. Auf einem Sockel steht der Dichter, der einst den Text für die griechische Nationalhymne schrieb, mit ausgestreckten Arm. Es scheint fast als wolle er den M,enschen der heutigen Zeit den Weg weisen. Der Platz als solches ist der Bekannteste Platz der Stadt und beleibter Treffpunkt, von Touristen und Insulanern.  

Das älteste Gebäude auf dem Solomosplatz stammt aus dem 16.Jahrhundert.  die Renaissance- Kirche zu ehren des Nikolas von Molou, aus dem Jahre 1560. Sie ist das einzige Gebäude in venezianischem Stil, das dem Erbeben im Jahre 1953 entging. Sie wurde gemäß ursprünglicher Bilder und Pläne restauriert. Für viele Jahrhunderte gehörte die Kirche der Schifferkorporation. Ehemals lag das Gotteshaus der Seefahrer und der Getreidehändler auf einer winzigen Insel. Diese wurde bei der Erweiterung des Hafens in die Stadt integriert. Damals diente der Glockenturm auch als Leuchtturm. In den Hafen einfahrende Schiffe mussten einen Obulus für das Signalfeuer zahlen. Der Glockenturm im byzantinischen Stil,  ist ähnlich wie bei der Dionysios Kirche separat. Das Innere der Kirche ist reich mit Fresken und Wandmalereien geschmückt.  Die lithurgischen Gewänder des Inselpatrons, der hier Abt war, sind in einer Vitrine rechts neben dem Eingang, zu sehen. An der Ikonostase steht unten links die Ikone des heiligen Nikolas.

In einem anderen großen, historischen Gebäude auf dem Solomosplatz befindet sich die Gemeindebibliothek. befindet sich in einem großen Gebäude. Gegründet wurde sie im Jahre 1628. Leider wurde viel bei der Naturkatastrophe von 1953 zerstört. So verlor man auch einige  Dokumente und wichtige Werke von Dichtern der Vergangenheit.  Dank spendenfreudiger Inselbewohner, die eigene Bücher zur Verfügung stellten, konnte man teilweise die Vergangenheit wieder rekonstruieren. In der Bibliothek kann man heute unter den 50.000 Schriftstücken, seltene Bücher über die Geschichte und Traditionen von Zante, Werke von berühmten Schriftstellern, Kopien von alten Zeitschriften über den zweiten Weltkrieg und Bilder der Insel vor dem Erbeben sehen. Diese Sehenswürdigkeiten zeigen die bedeutende Literaturtradition der Insel.

An der Nordseite des Platzes befindet sich ein ganz besonderes Kulturereignis,  das Byzantinische Museum, das eine einmalige Gelegenheit bietet, die Entwicklung der ionischen Malerei zu verfolgen,  1000 wertvolle Ikonen zu bewundern, ein Modell der Stadt vor dem Erdbeben und vieles mehr zu sehen. Ausgestellt sind außerdem eine reichhaltige Sammlung an verschiedenen kirchlichen Gegenständen, hervorragende geschnitzte Hauptteile von byzantinischen Ikonen, Holzkunstarbeiten, Schnitzereien aus dem 16. Jh., rekonstruierte Fresken und Wandmalereien aus dem 12. Jh. bis 18. Jh. und Kunstarbeiten von bekannten ionischen und kretischen Malern.  1960 wurde das Museum,zum ersten Mal für das Publikum geöffnet. Die Ausstellung verteilt sich über 3 Stockwerke.

Nicht weit von der Platia Solomos und Rathaus, befindet sich in der  Louka Karer Strasse 19 das Museum Aufenthaltsort von Alessandro Roma. Die Ausstellung stellt den Aufenthaltsort von Alessandro Roma dar. Er war der der griechische Vorsitzende und der Gründer der „griechischen roten Trikots“, einer  militärischen Truppeneinheit, die für die Befreiung der Stadt Ioannina kämpfte. Heute noch zählt  Roma zu einer der berühmten Persönlichkeiten der modernen militärischen Geschichte Griechenlands. 1660 wurde das Gebäude vom englischen Vize-Konsul Geoffrey gebaut. Während der  „englischen Protektion“ (1816-64) beheimatete  es die die “englische Resident auf Zakynthos”. Die hier ihren Wohnsitz hatten.  1880 kaufte  Alessandro Roma von da an bis zum Zweiten Weltkrieg war es die Zentrale einer der wichtigsten politischen Parteien der Insel. Bei dem Erdbeben wurde es nahezu verschont.  Später renovierte Dionisios das Gebäude. Heute ist das historische Haus ein  
Beispiel des Stadtbaus der Insel vor dem Erdbeben. Der Bau besteht aus mehren geräumigen und dekorierten Zimmern, Bibliotheken. Zu sehen sind unter anderem seltenen Ausgaben von Büchern, Familienbildnissen, Gemälden, Gravierungen, alten Waffen und verschiedenen Kunstgegenständen, welche Aufschluss über die  Mentalität und den Lebensstil der alten Aristokratie von  der Insel geben.

Geht man von der Platia Solomos durch die Damokratosstrasse, so kommt man zum Markusplatz, ein weiterer wichtiger Platz der Stadt. Von hier aus können sie in die Shoppingmeile der Ortschaft, in die Odos 21 Maiou einbiegen. Die Straße ist gesäumt mit Geschäften aller Art, Cafés und Bars... Eine Straße, die Einkaufsträume wahr macht.

Von hier aus kommt man auch in die Tersetistrasse. 1489 wurde hier eine jüdische Synagoge gebaut, doch bei dem Erdbeben war sie zerstört worden. An der Stelle wo einst die Synagoge stand befindet sich heute eine Widerstandsgedenkstätte, gegen die deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg. Sie erinnert an den Politiker, der sich gegen die Deutschen auflehnten, als diese die Juden der Stadt suchten

 Auf dem Markusplatz befindet sich das  Museum von Dionysios Solomos Es ist Dionysios Solomos, dem bekannten griechischen Dichter, der die griechische Nationalhymne schrieb, gewidmet. Dieses Museum, im Jahre 1959 von einem Klub von Liebhabern der schönen Künste in Zakynthos gegruendet. Eine Sammlung der Manuskripte des Dichters sowie persönliche Gegenstände sind im Museum ausgestellt. Ein Stück der eiche auf der er einst die Nationalhymne dichtete steht in der Vorhalle. Im Erdgeschoss befindet sich das aus Marmor gearbeitete Mausoleum von Solomos. Es beschäftigt sich auch mit der Stadtkultur des 19. Jahrhunderts. Die Sammlung im ersten Stock besteht aus Adelswappen, vielen Porträts, einem Bild über den zakynthischen-venizialischen Karneval, Opernplakate, Kleidungen und Möbelstücken von bekannten Zakynthern, wie den Adligen, Skulpturen, antike Musikinstrumente Ikonen, schwarz–weiss-Fotografien, Ritterrüstungen und einer archäologischen Sammlung besteht.

Nahe beim Museum Dionysios Solomos, befindet sich die kleinere  historische Markuskirche. Die ist die einzige katholische Kirche der Insel. Sie besteht aus zwei einzelne Gebäuden, die im gleichen Stil erbaut wurden. Dennoch scheint es als sei es nur ein Gebäude.

Geht man ostwärts durch die schmalen Gassen, so kommt man zu der Barockkirche Kiria ton Angelos. Bei dieser Kirche ist die Fassade schon ein reines Meisterwerk. In den in den gelblichen Kalkstein, hat man den Erzengel Michael, ein byzantinischer Doppeladler und eine Maria mit Kind gemeißelt. Bei der genauen Betrachtung des architektonischen Stils, fällt auf das dieser sehr dem Apuliens gleicht. Das Innere der Kirche ist geschmückt mit Wandmalereien und Fresken. Besondere Betrachtung sollte man der Ikonostase widmen. Diese stammt aus Kreta und ist verziert mit einer Marienikone des Künstlers Panaiotis Doxaras, der 1662 – 1729 gelebt hat.

Sehr schöne kulturelle Sehenswürdigkeiten gibt es nicht nur in der Innenstadt. Fährt man auf der Straße zwischen Zante und der kleinen Ortschaft Kalamaki entlang, so findet man linker Hand, unter riesigen Olivenbäumen versteckt, die kleine Eliposs Kirche. Nach dem Erdbeben sind Teile der Kirche zerstört worden Heute sieht man  von der teilweise im Felsgebauten Kirche nur der weißhellblaue Glockenturm mit zwei kleinen Glocken und einem Kreuz an der Spitze. Es scheint als sei der Fels und die Kirche eins. Man versteht nicht, wo die eine anfängt, und die andere endet.

Auf einem Hügel nördlich von Bochali, hinter der Stadt Zante befindet sich der Ortsteil Lofros Strani. Dieser Platz ist ein beliebter Ausflugsort für griechische Schulklassen. Hier soll einst solomos Dionysios die heutige Nationalhymne verfasst haben. Nahe einem Olivenhain, an einem alten Theater  hat man eine Büste zu dessen Ehren aufgestellt. Ebenfalls auf diesem Hügel gelegen ist das Das Schifffahrtsmuseum der Insel beheimatet. Es wurde einst von dem Künstler sowie Meeres und -Schiffsliebhaber Antonis Mylonas gegründet. Der Maler stellte die Schifffahrtsgeschichte Griechenlands, und ganz speziell der Insel in hundertvierzig Aquarellbilder dar. Dank seiner Arbeit, ist das Museum eine einzigartige Ausstellung geworden, welche die nationale Schifffahrtsgeschichte vom 18. Jahrhundert bis in die heutigen Zeit zeigt und weil es Weltweit kein Museum gibt das die verschiedenen byzantinischen Schiffarten von der Gründung des Kaiserreiches bis hin zu seiner Niederlage im Jahre 1453 so umfangreich dokumentiert. Außer den Aquarellen zeigt die Ausstellung auch  Zubehör, Schifffahrtskleider, Schifffahrtsbücher und antike Schifffahrtsbilder.

Nordöstlich von Lofros Strani, am Rande der Stadt befindet sich der British Cementary, der englische Friedhof. Diesen finden sie wenn sie stadtauswärts an der Uferstraße in Richtung Krioneri fahren. Der Eingang der historischen Ruhestätte ist von Quitten und Zitronenbäumen umwuchert.

Die Stadt verfügt über einige kleine Stadtstrände. Ein besonders schöner , aber nicht überlaufener feiner flach abfallender Strand ist Amboula, direkt neben dem Campingplatz. Der Kiesel-Sand-Strand lässt keine Urlaubswünsche offen.

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